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Bad Honnef: Stadt mit Flair – aber ohne Pep

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Bad Honnef | Das saß: Bad Honnef sei eine Stadt mit Flair, aber ohne Pep. Bei der ersten öffentlichen Bürgerversammlung zum „Integrierten Stadtentwicklungskonzept Bad Honnef“ (ISek) traf so mancher den Nagel auf den Kopf. Es ging um Visionen, Demografie, Mobilität und Umwelt.

Denn “es geht sukzessive mit der Infrastruktur bergab”, so Bürgermeister Otto Neuhoff. Deshalb müsse etwas getan werden, Bad Honnef brauche Fördermittel. Ohne die würde man die Modernisierung der Stadt nicht schaffen.

Voll besetzt war der Ratssaal heute Abend und auf den Stühlen hatten überwiegend Ü50-er Platz genommen. Man müsse sich halt überlegen, was für eine Stadt man sein wolle, so Stadtplaner Dr. Hartmut Welters, eine für Ältere, für Jüngere oder doch lieber eine mit einer gut durchmischten Altersstruktur. Eines sei klar: Allein mit dem Label Badestadt könne man nicht punkten.

Zu diesen und anderen Themen konnten sich im Rathaus die zahlreichen Teilnehmer äußern und taten das auch – lebendig, klug, mit Sachverstand. So fanden die einen, Gewerbe ansiedeln bringe nichts, lieber solle man vorhandenes stärken. Andere sahen  Aegidienberg als idealen Standort für eine moderne Datenautobahn, das Tal als Ort für moderne Dienstleister.

Eigentlich wurde die Frage nach der Altersstruktur schon beantwortet, denn niemand konnte sich Bad Honnef als Stadt des Alters vorstellen. Die Stadt müsse ein positives, überregionales Image bekommen, das würde Menschen und Unternehmen anziehen.

Großes Interesse zeigte die Bevölkerung an der Stadtentwicklung

Großes Interesse zeigte die Bevölkerung an der Stadtentwicklung

Ein weiterer Vorschlag zur Positionierung: Bad Honnef, Stadt der Elemente – Wasser, Luft, Erde (seit Völkerball auch Feuer). Auch das Stichwort “schonende Umwelt” wurde genannt.

Ziemlich eindeutig die Auffassung, dass produzierndes Gewerbe nicht ins Tal gehöre, sondern nach Aegidienberg. Während eine Teilnehmerin den Begriff “Industrie 4.0” als etwas für Bad Honnef Zukunftsweisendes zur Diskussion stellte, machte ein Teilnehmer darauf aufmerksam, dass man ein Verständnis dafür entwickeln sollte, als digitaler Dienstleister für Großkonzerne wie Telekom, Post und Postbank aufzutreten.

Andere an der Zukunft der Stadt interessierte Bürgerinnen und Bürger waren der Meinung, dass man sich nicht um neues Gewerbe, sondern besser um das vorhandene Gewerbe kümmern solle. Es hätten nicht allzu viel Unternehmen Interesse, den Standort Bad Honnef zu wählen. Das sähe man in Aegidienberg, wo viele Gewerbeflächen nicht genutzt würden.

Einem Teilnehmer fehlen in Bad Honnef die “coolen” Leute in der mittleren Altersgruppe, die Stadt sei schön, aber für ihn habe sie keinen Pep. Er könne sich zum Beispiel ein Centrum für junge Gründer vorstellen.

Weitere Positionierungsvorschläge: Stadt für Kultur und Geschichte; Tourismus; da leben, wo andere Urlaub machen; Universitätsstadt u.a.

Unkritisiert blieb auch der Vorschlag, keine Verdichtung beim Wohnungsbau zuzulassen. Im Gegenteil – gerade Investorenplanungen müssten stärker hinterfragt werden und sollten von der Stadt höher besteuert werden.

Zum Bereich Mobilität wünschten sich viele Teilnehmer mehr Barrierefreiheit in der Stadt und auf den Wegen, mehr Fahrradstraßen, bessere Verbindungen im Öffentlichen Nahverkehr und eine “Stadt der kurzen Wege”.

Bürgermeister Otto Neuhoff war zufrieden über die hohe Akzeptanz seiner Veranstaltung

Bürgermeister Otto Neuhoff war zufrieden über die hohe Akzeptanz seiner Veranstaltung

Auf keinen Fall dürfe man nichts tun, alles beim Alten belassen, das sei der Tod der Stadt – und unverantwortlich, so eine Teilnehmerin. Die jetzige Generation müsse ihrer Pflicht nachkommen und Bad Honnef für die kommenden Generationen lebens- und wettbewerbsfähig machen.

Die Resultate werden nun im Rathaus von den Projektgruppen analysiert. Bereits Anfang 2016 sollen die Ergebnisse der Öffentlichkeit vorgestellt werden.

Bürgermeister Otto Neuhoff zeigte sich am Ende des ersten Bürgertreffens zur Stadtentwicklung begeistert: “So fühlt sich Bad Honnef lebendig an”.

 

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1 Kommentar

1 Kommentar

  1. Niewiak

    22. August 2015 eingestellt am 9:40

    Die Stadt soll mal lieber dafür sorgen das sie sauberer wird. Es gibt genug Schandflecke und verdreckte Gehwege und das nennt man Flair, finde ich lachhaft. Und wenn man als Rollstuhlfahrer nicht mal barrierefrei auf Toilette gehen kann obwohl man als Betroffener Vorschläge dazu unterbreitet, das ist schon sehr traurig. Der Antrag auf eine barrierefreie öffentliche Toilette schlummert schon seit 2006 in der Schublade. Das ist doch Bürgerfreundlichkeit. Und dann will man Tourismus und die LAGA nach Bad Honnef bringen, lACHHAFT

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Bad Honnef

Sibi gewinnt Deutschlandfinale von Business@school

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Sibi
Das Siegerteam bei der Preisverleihung - Tim Stauf, Rebekka Ballering, Helene Balles, Joanna Baumann, Julius Langenbach und Dr. Andreas Dinger von BCG (v.l.n.r.) | Foto: Sibi

Bad Honnef-Rommersdorf. Das Team des Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef hat mit seiner Geschäftsidee „GrasSwipe“ den von der Boston Consulting Group BCG zum zwanzigsten Mal organisierten Wirtschaftswettbewerb für Schüler gewonnen. Joanna Baumann, Rebekka Ballering, Helene Balles, Julius Langenbach und Tim Stauf (alle 17) überzeugten die hochkarätig besetzte Wirtschaftsjury mit ihrer ausgereiften Geschäftsidee, umweltfreundliches Toilettenpapier aus Gras herzustellen.

Nach dem lokalen und regionalen Wettbewerb entschieden die Honnefer nun auch zunächst die mit neun Teams aus ganz Deutschland besetzte Vorrunde des bundesweiten Finales in München für sich. In der Endrunde traten sie dann gegen die Sieger der drei Vorrunden an und gewannen mit einer fundierten Präsentation überzeugend den Wettbewerb.

Die Sibischüler wurden ein Jahr lang in dem Projektkurs „Wirtschaft“ intensiv auch durch den ehemaligen SIBI-Schüler und Marco Vietinghoff und Teilnehmer des Vorjahres betreut. Das Projekt wird am Sibi zudem durch die Hans-Trappen-Stiftung und den Verein Ökonomie im Unterreicht e.V. unterstützt.

An dem Wettbewerb nehmen jährlich ca. 90 Schulen aus dem Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland teil. Ziel ist es, Schülern Wirtschaftsthemen praxisnah zu vermitteln: In drei Phasen lernen die Jugendlichen anhand konkreter Beispiele, Unternehmen zu analysieren, Markt und Wettbewerb zu verstehen und eine eigene Geschäftsidee inklusive Businessplan zu entwickeln. Das Siebengebirgsgymnasium Bad Honnef nimmt seit 15 Jahren regelmäßig an Business@school teil und konnte mehrfach schon den Regionalentscheid, noch nie aber das Finale in München gewinnen. (G.P.)

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Bad Honnef

Freizeitbad Grafenwerth: Wettbewerbe im Turmspringen und Balancieren

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Bad Honnef. Im Freizeitbad auf der Insel Grafenwerth finden am Sonntag, 24.06.2018, ab 12:00 Uhr Wettbewerbe im Turmspringen statt. Im „Arschbomben-Wettbewerb“ werden Siegerinnen und Sieger ermittelt. Geschicklichkeit und Akrobatik können auf der neuen Waterline gezeigt werden.

Teilnehmende sollten mindestens 14 Jahre alt sein. Tipps und Tricks gibt es von Profispringern des SV Neptun Aachen Benedikt Donay und Alexander Lube. Die Moderation übernimmt Chris Fuhrmann, die ehemalige Stimme der Dragons. (C.P.)

 

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Sport

Erster Neuzugang: Joe Mvuezolo Junior jetzt ein Dragon

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Joe Mvuezolo Junior

Bad Honnef. Mit Forward Joe Mvuezolo Junior präsentieren die Dragons Rhöndorf ihren ersten Neuzugang für die kommende ProB-Saison 2018/2019. Der 22 Jahre alte Brite kommt von der renommierten Montana State University, Mitglied einer der Top-Divisionen der nordamerikanischen College-Liga NCAA.

„Mit Joe bekommen wir nicht nur einen äußerst athletischen Spieler mit gleichzeitig gutem Wurf, sondern vor allem auch einen Spieler, der darauf brennt, im professionellen Basketball Fuß zu fassen, und bereit ist dafür viel zu investieren”, so Headcoach Thomas Adelt.

Der 1,98 Meter große Spieler, der von der U16 bis zur U20 sämtliche britischen Nationalmannschaften durchlaufen hat, soll ein wichtiger Faktor des neuen Drachen-Teams sein. Adelt: „Wir haben viel Arbeit investiert, um einen Spieler wie Joe zu finden.”

In seinem Senior-Jahr im Team der Bobcats kam der gebürtig aus London stammende vielseitige Flügelspieler in insgesamt 32 Spielen zum Einsatz. Er konnte 2017/2018 im Team von Headcoach Brian Fish bei 21 Minuten Einsatzzeit pro Partie durchschnittlich 7,8 Punkte und 3,4 Rebounds verbuchen.

Profil
Name: Joe Mvuezolo Junior
Position: Forward
Geburtstag: 06.01.1996
Größe: 1,98 Meter
Nationalität: britisch
Letzte Station: Montana State University (NCAA I)

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