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Rhein-Sieg/Bonn

Die Juden auf der Wolkenburg – ein Vorgeschmack des eigenen Staates Israel

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Rhein-Sieg-Kreis.  Ein unbekanntes, eher helles Kapitel in der sonst so düsteren Geschichte der Juden in Deutschland beleuchtet Professor Dr. Kurt Roessler aus Bornheim in seinem Vortrag am Sonntag, 23.09.2018, von 14.45 Uhr bis 16.15 Uhr, in der Gedenkstätte “Landjuden an der Sieg”.

Es ist ein Zeugnis institutionalisierter Selbstverteidigung der Juden. Dies ist in der europäischen Geschichte einmalig und wirkt wie ein kurzfristiger Vorläufer des heutigen Staates Israel. Zudem erfahren Interessierte Neues über die Geschichte der Wolkenburg im Siebengebirge.

Worum geht es? Der Kölner Erzbischof Arnold I. versuchte, die Übergriffe an der jüdischen Bevölkerung zu verhindern. Diese waren auch 1146 bei der Sammlung der Teilnehmer am zweiten Kreuzzug im Rheinland wieder aufgeflammt; genauso wie fünfzig Jahre zuvor, als bei der Sammlung zum ersten Kreuzzug das erste große europäische Pogrom stattgefunden hatte.

Darum übergab Arnold I. im Jahr 1146 die Wolkenburg der jüdischen Bevölkerung bis zum Abzug der Kreuzfahrer in den Orient im Mai 1147. Die Burg war 1118 erbaut worden und galt als stärkste Festung des Erzstifts. Nach Abzug der erzbischöflichen Besatzung konnten sich die Juden dort selbst erfolgreich gegen Übergriffe der gewaltbereiten Kreuzfahrer verteidigen. Der Erzbischof erhielt als Hypothek den gesamten Besitz der Juden in Köln, auch die Synagoge. Damit waren Besitz und Synagoge als temporäres Kircheneigentum unter der Strafe der Exkommunikation vor Plünderungen und Zerstörung etwas geschützt.

Die Veranstaltung findet in der Gedenkstätte “Landjuden an der Sieg”, Bergstraße 9, 51570 Windeck-Rosbach, statt. Der Eintritt ist kostenfrei.

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Rhein-Sieg/Bonn

Jusos Rhein-Sieg: Klimaschutz ist eine soziale Frage

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v.l. Frank Schwabe MdB, Pascal Führing, Michael Langguth, Mario Dahm, Tobias Gethke

Rhein-Sieg-.Kreis –  Der Klimawandel beschäftigt viele Menschen und die Bekämpfung des Klimawandels gilt zurecht als dringende politische Herausforderung. Um darüber zu diskutieren, was nun politisch in Sachen Klimaschutz zu tun ist, luden die Jusos Rhein-Sieg zu einer Podiumsdiskussion ins Mosaik-Kulturhaus nach Meckenheim ein.

“Der Klimawandel ist eine soziale Frage. Die Auswirkungen werden vor allem die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung treffen. Wir sollten ihn jetzt nicht zur doppelten sozialen Frage machen, indem Klimaschutz auf dem Rücken derjenigen ausgetragen wird, die ohnehin schon wenig haben”, führte der Juso-Kreisvorsitzende, Mario Dahm, ins Thema ein und forderte eine soziale Ausgestaltung der Klimapolitik, damit diese auch breite gesellschaftliche Akzeptanz finden könne.

Die Forderungen der “Fridays for Future”-Bewegung stellte der Abiturient Pascal Führung vor, der die Schüler-Demos für mehr Klimaschutz und einen schnellen Kohleausstieg in Bonn mitorganisiert. Die Politik sei dem Klimawandel nicht konsequent genug begegnet, nun müssten die Kohlekraftwerke schnell vom Netz. “Wir waren schon mal weiter”, stellte der SPD-Bundestagsabgeordnete und Umweltpolitiker, Frank Schwabe, selbstkritisch fest, warb aber auch dafür, Übergänge und Transformationsprozesse sozial zu gestalten. Besonders an der CDU beiße man sich mit ambitionierter Klimapolitik die Zähne aus. Einen großen Schritt nach vorne verspricht sich Schwabe durch das von SPD-Umweltministerin Schulze eingebrachte Klimaschutzgesetz, das erstmals verbindliche Reduktionsziele für die Regierung festschreiben soll. Ohne ein solches Gesetz könne auch die Koalition keinen Bestand haben, so Schwabe.

Dass der Blick auf alle Bereiche geweitet wird, begrüßte Michael Langguth, Meteorologe an der Universität Bonn, denn CO2 sei nicht das einzige Treibhausgas. So müssten etwa neben Energieerzeugung und Verkehr auch die Landwirtschaft und damit auch der Konsum einen Beitrag leisten. Langguth forderte schnelles Handeln etwa bei Gebäudedämmung oder Billig-Flugverkehr, denn wissenschaftlich betrachtet sei es beim Klimawandel bereits fünf nach zwölf.

Eine kommunale Perspektive brachte der Klimaschutzmanager der linksrheinischen Kommunen, Tobias Gethke, in die Debatte ein. Er zeigte auf, wie vor Ort Klimaschutz bereits konkret gelebt und vorangetrieben wird. Dennoch brauche es auch an dieser Stelle mehr Geld und weniger Bürokratie zur schnelleren Realisierung und Ausweitung von Projekten. (M.D.)

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Kreis u. Region

Mehr Respekt gegenüber Rettungskräften – Koalition bittet um Sachstandsbericht

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Rhein-Sieg-Kreis – Die Koalition aus CDU und GRÜNEN im Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises hat für die nächste Sitzung des Ausschusses für Rettungswesen und Katastrophenschutz am 16.09.2019 den Antrag gestellt, dass die Verwaltung über die Kampagne „Respekt Bonn/Rhein-Sieg!“ im Hinblick auf die (freiwillige) Feuerwehr, den Rettungsdienst und das Technische Hilfswerk (THW) berichtet. „Über Vorfälle und respektloses Verhalten gegenüber Polizeibeamten hören wir sehr viel.

Uns interessiert aber auch, wie es den (freiwilligen) Feuerwehrleute, den Rettungsdienstmitarbeitern und den Freiwilligen des Technischen Hilfswerks in ihren Einsätzen ergeht.“, sagt Christian Siegberg, CDU-Kreistagsabgeordneter aus Troisdorf und Ausschussmitglied. „Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und THW eilen notbedürftigen Menschen zu jeder Zeit zur Hilfe. Ihnen gebührt besonderer Dank und ihrer Arbeit besondere Aufmerksamkeit und Respekt.“, ergänzt Ingo Steiner, Fraktions-vorsitzender der GRÜNEN im Kreistag und Ausschussmitglied.

Immer häufiger sind freiwillige und hauptamtliche Helfer in ihren Einsätzen für andere Menschen Anfeindungen ausgesetzt. Das Spektrum reicht von Beleidigungen, Pöbeleien und Bespucken bis hin zu tätlichen Angriffen. Auf diesen Umstand hat Landrat Sebastian Schuster zusammen mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern der kreisangehörigen Städte und Gemeinden Anfang des Jahres in ihrer Kampagne „Respekt Bonn/Rhein-Sieg!“ aufmerksam gemacht und zu mehr Respekt gegenüber Rettungskräften aufgerufen. Die Koalition aus CDU und GRÜNEN unterstützt diese Kampagne und will die Situation der Einsatzkräfte im Ausschuss thematisieren.

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Rhein-Sieg/Bonn

Kreisverwaltung und Außenstellen am Freitag nach Fronleichnam geschlossen

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Rhein-Sieg-Kreis – Am Freitag nach Fronleichnam, 21.06.2019, sind alle Dienststellen im Siegburger Kreishaus sowie sämtliche Außenstellen der Kreisverwaltung geschlossen. Dies gilt ebenso für die Jugendhilfezentren des Rhein-Sieg-Kreises in Eitorf, Meckenheim und Neunkirchen-Seelscheid sowie für die Dienststellen der Kreisverwaltung im TechnoPark in Sankt Augustin.

Die Verwaltung bittet alle Besucherinnen und Besucher, dies bereits jetzt bei ihren Planungen zu berücksichtigen.

Ab Montag, 24.06.2019, stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung den Bürgerinnen und Bürgern dann wieder wie gewohnt zur Verfügung.

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Juni, 2019

01Jun11:0022(Jun 22)15:00Weltbaustelle Infostand am Marktplatz Bonn

15Jun(Jun 15)0:0017(Jun 17)0:00BarCamp Bonn

15Jun(Jun 15)10:0016(Jun 16)10:00Kräuter in Heimat und Ferne - mit allen Sinnen erfahren (3+4)

18Jun16:0018:00Sitzung Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Soziales - 25/X

19Jun16:0018:00Sitzung Ausschuss für Stadtentwicklung, Planen und Bauen - 29/X

19Jun19:0021:00Vom Beueler Becher zu Bonn blüht und summt - wie wir die Stadt mitgestalten

20Jun15:0016:30Tanz mit

20Jun20:30Akustik Folk Session

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Hitler war eine Türkin?!17. Mai 2019
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