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Feuerspeiende Wasserhähne, unvorhersehbare Umweltschäden

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Bad Honnef | Hört sich an wie Frack, ist aber etwas ganz anderes. Mit Fracking soll die Erdgas- und Ölförderung erleichtert weden. Dabei gehen die Entscheider das Risiko ein, die Erde unter Feuer zu setzen und das Wasser ungenießbar zu machen. Das sollte verhindert werden.

Erfahrenen Höhlenforschern fällt in 1000 Metern Tiefe ein Stein auf den Kopf. Im Ruhrgebiet und Köln tun sich plötzlich Erdlöcher auf und verursachen Millionenschäden. Das Klima wandelt sich dramatisch und niemand weiß zuverlässig, was das mit dem Umweltverhalten des Menschen zu tun hat. Aber die Entscheider unseres Planeten gehen davon aus, dass Fracking ungefährlich ist und ein Segen für die Menschheit sein wird. Denn durch eine Erleichterung der Erdgasförderung soll mehr energiepolitische Sicherheit und Unabhängigkeit erzielt werden. Vor allem soll es aber Geld in die Kassen der Energiekonzerne bringen.

Was ist Fracking?

Beim Fracking wird hydraulisch ein Gemisch aus circa 94,5 Prozent Wasser, fünf Prozent Sand und etwa 0,5 Prozent chemischer Zusätze unter hohem Druck in die Gesteinsschicht gepresst. Das Gestein wird aufgebrochen und um die Risse so weit offen zu halten, dass das Gas beziehungsweise Öl hindurchströmen kann, wird zusätzlich Sand beigemischt.

Technik aus den 80ern

In Amerika werden auf diese Weise schon längst Gas und Öl gefördert. Dabei kommt teilweise eine Technik aus den 80er Jahren zum Einsatz. Pro Gasquelle werden zwischen acht und 19 Millionen Liter Wasser benötigt, für die etwa 50 000 Quellen, die jährlich in USA gebohrt werden, insgesamt etwa 530 Milliarden Liter. Ein Großteil davon schwappt wieder an die Erdoberfläche und verseucht die Erde.

Wissenschaftler sahen zunächst keine Gefahr durch Fracking für das Trinkwasser. Neue Studien belegen allerdings, dass das Wasser  in über 140 Brunnen in einem Gebiet mit Schiefergasvorkommen in Pennsylvania im Vergleich zu anderen Brunnen sechsmal mehr Methan aufwies als Wasser anderer Brunnen, die Ethanbelastung lag sogar 23-mal höher.

Noch schlimmer. In dem Untersuchungsgebiet strömt Gas aus den Wasserleitungen, das ohne Weiteres zum Brennen gebracht werden kann.

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Regierungskommission befürchtet kleinere Erdbeben

Während der Londoner Bürgermeister sogar Fracking unterhalb Londons zulassen möchte, gibt es in Deutschland erst wenige Fracking-Tests, die meisten wurden in Nordrhein-Westfalen durchgeführt. Eine Kommission der Bundesregierung sieht große Gefahren in der Verunreinigung des Grundwassers durch die Frack-Flüssigkeiten, Risiken bei der Entsorgung der Chemieanteile, undichte Bohrlöcher und weitere Unfallrisiken – auch kleine Erdbeben. Da die Wissenschaft nicht allwissend ist, könnten es dann wohl auch größere sein.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidentin Hannelore Kraft hat sich bereits gegen das umstrittene Gas-Fracking ausgesprochen. Solange sie Ministerpräsidentin in NRW sei, gebe es im bevölkerungsreichsten Bundesland kein Fracking für die unkonventionelle Erdgasförderung. Anders ihr Parteichef und Bundes-Wirtschaftsminister Gabriel. Er will dem Gas-Fracking zwar enge Grenzen setzen, trotzdem noch vor der Sommerpause einen Gesetzentwurf vorlegen.

Wie kann man sich gegen Fracking wehren?

Warum er diese Eile an den Tag legt, ist vor allem aus einem Grund schwer nachvollziehbar: Laut Regierung sind die Gaslieferungen nach Deutschland für die nächsten 13 Jahre gesichert und der Gaspreis wird in den nächsten Jahren sowieso fallen, ist sich die Wirtschaftswoche sicher. Durch neue Techniken ist das Verlegen langer Pipelines nicht mehr nötig, somit seien neben Russland auch Gasimporte aus anderen Ländern  möglich. Russland als starke Gasfördernation müsse sich deshalb auch preisgestalterisch neu orientieren.

Vorangetrieben wird das Geschäftsmodell Fracking vor allem von Energieriesen wie Exxon. Nur wenn diese Form der Gasgewinnung vor den Privatsitzen der Chefs umgesetzt werden soll, wollen auch die nicht mehr mitspielen. So wehrt sich ExxonMobil-Chef Rex Tillerson laut Spiegel heftig gegen Bohrungen in der Nähe seines Wohnhauses. Demnach befürchte er Lärmbelästigung und Gefahren durch Lastwagen, die große Mengen Wasser zu den Fördertürmen bringen würden. Außerdem soll er sich vor allem um den Wertverfall seines Grundstücks sorgen.

Wer  mit Fracking ein Problem hat, kann unter anderem hier etwas gegen voreilige Entscheidungen tun.

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Bürgerbegehren: “Rettet den Stadtgarten” – Unterschriftenliste

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“Seit heute liegt uns die bisher ausstehende Kostenschätzung der Stadt Bad Honnef vor. Dabei musste die Stadtverwaltung die Kosten beziffern, die auf sie zukommt, wenn das Bürgerbegehren erfolgreich ist. Fazit: Wird die Bebauung des nördlichen Stadtgartens verhindert, „… existiert keine konkrete Planung als Basis für eine Kostenschätzung…“, so die Stadtverwaltung.

Gleichzeitig ist die Vorlage der Kostenschätzung der offizielle Startschuss für die am 19. Juli 2018 beginnende sechswöchige Unterschriftensammlung. Genau in der Zeit der Sommerferien müssen wir mindestens 1.658 gültige Unterschriften sammeln, damit der Aufstellungsbeschluss zur Bebauung aufgehoben werden kann.

Unterschreiben dürfen alle Einwohner*innen, die mindestens 16 Jahre alt und EU-Bürger*innen sind und zudem ihren Erstwohnsitz in Bad Honnef haben. Die Unterschriftenlisten, auf denen die Befürworter*innen auch ihre Adresse und ihr Geburtsdatum angeben müssen, werden nach Beendigung der Unterschriftensammlung von der Stadtverwaltung auf ihre Gültigkeit geprüft.

Erreichen wir das geforderte Unterschriften-Quorum, muss sich der Rat mit dem Bürgerbegehren auseinander setzen und entscheiden, diesem beizutreten (dann wäre die Bebauungsplanung aufgehoben) oder es abzulehnen (dann käme es zu einem Bürgerentscheid).

Am Freitag, dem 20. Juli 2018, startet die Unterschriftensammlung. Sechs Wochen lang wird jeden Freitag- und Samstag-Vormittag in der Bad Honnefer Fußgängerzone ein Stand aufgebaut, auf dem Listen ausgelegt werden, in welche die Bürger*innen ihre Daten und Unterschriften eintragen können. Zudem setzen wir auf Hausbesuche, um auch persönlich möglichst viele Bad Honnefer Bürger*innen anzusprechen.

Wir erhoffen uns mit dem Bürgerbegehren, dass der „verwunschene“ Stadtgartenteil keinesfalls bebaut, sondern ein wertvolles grünes Areal im Zentrum der Stadt erhalten bleibt, sinnvoll gepflegt und Bad Honnef um eine Perle reicher wird.

Für die Erreichung dieses Ziels haben wir eigens den gemeinnützigen Verein „Stadtgarten Bad Honnef e.V.“ gegründet. Zunächst ist unter dessen Dach das Bürgerbegehren angesiedelt, später – im Erfolgsfall – auch die Unterstützung von Stadtgarten-Projekten. In diesem Zusammenhang bitten wir um Geldspenden, durch welche die Kosten für Rechtsberatung, Plakatierung, Flyer, Banner usw. refinanziert werden sollen. Überschüssige Gelder fließen dann in Folgeprojekte. Alle Spender*innen erhalten einen Spendennachweis des Vereins.

Spendenkonto: DE75 5745 0120 0030 2846 73 bei der Sparkasse Neuwied.”

Bürgerinitiative “Rettet den Stadtgarten”

Unterschriftenliste zum Download

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Bad Honnef

Sibi gewinnt Deutschlandfinale von Business@school

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Das Siegerteam bei der Preisverleihung - Tim Stauf, Rebekka Ballering, Helene Balles, Joanna Baumann, Julius Langenbach und Dr. Andreas Dinger von BCG (v.l.n.r.) | Foto: Sibi

Bad Honnef-Rommersdorf. Das Team des Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef hat mit seiner Geschäftsidee „GrasSwipe“ den von der Boston Consulting Group BCG zum zwanzigsten Mal organisierten Wirtschaftswettbewerb für Schüler gewonnen. Joanna Baumann, Rebekka Ballering, Helene Balles, Julius Langenbach und Tim Stauf (alle 17) überzeugten die hochkarätig besetzte Wirtschaftsjury mit ihrer ausgereiften Geschäftsidee, umweltfreundliches Toilettenpapier aus Gras herzustellen.

Nach dem lokalen und regionalen Wettbewerb entschieden die Honnefer nun auch zunächst die mit neun Teams aus ganz Deutschland besetzte Vorrunde des bundesweiten Finales in München für sich. In der Endrunde traten sie dann gegen die Sieger der drei Vorrunden an und gewannen mit einer fundierten Präsentation überzeugend den Wettbewerb.

Die Sibischüler wurden ein Jahr lang in dem Projektkurs „Wirtschaft“ intensiv auch durch den ehemaligen SIBI-Schüler und Marco Vietinghoff und Teilnehmer des Vorjahres betreut. Das Projekt wird am Sibi zudem durch die Hans-Trappen-Stiftung und den Verein Ökonomie im Unterreicht e.V. unterstützt.

An dem Wettbewerb nehmen jährlich ca. 90 Schulen aus dem Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland teil. Ziel ist es, Schülern Wirtschaftsthemen praxisnah zu vermitteln: In drei Phasen lernen die Jugendlichen anhand konkreter Beispiele, Unternehmen zu analysieren, Markt und Wettbewerb zu verstehen und eine eigene Geschäftsidee inklusive Businessplan zu entwickeln. Das Siebengebirgsgymnasium Bad Honnef nimmt seit 15 Jahren regelmäßig an Business@school teil und konnte mehrfach schon den Regionalentscheid, noch nie aber das Finale in München gewinnen. (G.P.)

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Bad Honnef

Freizeitbad Grafenwerth: Wettbewerbe im Turmspringen und Balancieren

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Bad Honnef. Im Freizeitbad auf der Insel Grafenwerth finden am Sonntag, 24.06.2018, ab 12:00 Uhr Wettbewerbe im Turmspringen statt. Im „Arschbomben-Wettbewerb“ werden Siegerinnen und Sieger ermittelt. Geschicklichkeit und Akrobatik können auf der neuen Waterline gezeigt werden.

Teilnehmende sollten mindestens 14 Jahre alt sein. Tipps und Tricks gibt es von Profispringern des SV Neptun Aachen Benedikt Donay und Alexander Lube. Die Moderation übernimmt Chris Fuhrmann, die ehemalige Stimme der Dragons. (C.P.)

 

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Tipp Termine

Juni, 2019

01Jun11:0022(Jun 22)15:00Weltbaustelle Infostand am Marktplatz Bonn

20Jun20:30Akustik Folk Session

21Jun17:0020:00Critical Mass Sieg(burg)

24Jun17:0018:30Grüner Stadtspaziergang - Flora und Fauna an Wegen und Wänden

25Jun19:0021:00Zero Waste Bonn Neulingstreffen + Brainstorming

28Jun(Jun 28)18:0029(Jun 29)17:30Planspiel zum Ernährungsrat: Testspielrunde

29Jun10:0015:00Wiesen und Weiden – Botanischer Bestimmungskurs mit Exkursion

SENAY DUZCU

Hitler war eine Türkin?!17. Mai 2019
Viel Vergnügen

 

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