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Hunff & Honff

Freiwilligenpower statt XXL

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Bad Honnef spendet – viel. So viel, dass Spender mit ihren Sachen zurückgeschickt werden müssen. Natürlich sind das Vorgänge, die auf Facebook sofort die Runde machen. Reaktionen folgen prompt: “Da bringe ich nichts mehr hin. Gebe ich lieber deutschen Obdachlosen was”.

Schwachsinnskommentare. Facebook eben!

Mal der Reihe nach: Es gibt mittlerweile eine ganze Reihe Koordinatorinnen, die genau erklären können, was benötigt wird. Einfach anrufen, bevor man losgeht.

An der Annahmestelle hängt immer eine Liste aus, auf der steht, welche Spenden sinnvoll sind. Zurzeit zum Beispiel keine Textilien für Erwachsene sondern nur für Kinder.

Die Devise heißt: “Gib nur das, was du selbst in Gebrauch nehmen würdest.” Übersetzt: Was für den Sperrmüll vorgesehen ist, gehört nicht unbedingt in eine Flüchtlingswohnung.

Drei Gebote, die Platz sparen und die Kraft der Ehrenamtler schonen. Ist sowieso die Frage, wie lange sie die Strapazen durchhalten. Bedeutet: Freiwilligenpower wird benötigt, denn die nächsten Flüchtlinge kommen bestimmt.

  • Und Räume, damit sinnvolle Sachspenden gelagert werden können.
  • Und Garagen und Keller, in denen Fahrräder abgestellt und repariert werden können.
  • Und sehr sinnvoll: 10 (oder mehr) Euro in den Spendentopf vom Café International – auch wenn es dafür keine Spendenquittung gibt. Das Geld wird mit Sicherheit zweckgebunden verwendet.

Übrigens: Wer meint, alles könne besser laufen – Frau Bretschneider (monika.bretschneider@bad-honnef.de) freut sich über Ihre Mitarbeit. Eine Website zum Thema “Flüchtlingshilfe” soll es nächste Woche auch auf bad-honnef.de geben.

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1 Kommentar

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  1. Ludwig Pütz

    10. September 2015 eingestellt am 14:56

    Vielen Dank für diesen Beitrag und die Info an die Spendenwilligen.

    >>Die Devise heißt: „Gib nur das, was du selbst in Gebrauch nehmen würdest.“ Übersetzt: Was für den Sperrmüll vorgesehen ist, gehört nicht unbedingt in eine Flüchtlingswohnung.<<

    Genau das sollte das Prinzip bei Sachspenden jeglicher Art sein. Es ist unbefriedigend und frustrierend für die Helfer, wenn sie sich mit z.B. Kleidung etc. beschäftigen müssen, die der Spender besser selbst sofort entsorgt hätte.
    Das gilt übrigens auch für Fahrräder. Schrott aus dem letzten Winkel im Keller oder Schuppen kann man getrost selbst zum Sperrmüll geben, diese Teile belegen nur den sowieso schon knappen Lagerplatz und würden "Instandsetzungskosten" bedeuten, die dafür unverhältnismäßig wären.

    Unsere Flüchtlinge haben vor den Kriegen in ihren Herkunftsländern teilweise in guten, gesicherten Verhältnissen gelebt, was sich auch im Besitz von Haus, Auto, guter Bildung, gutem Beruf etc. darstellte.
    Das alles haben sie verloren und sind mit "Nichts" hier angekommen, oft nur zunächst die Männer, da die "Schlepperkosten" für die komplette Familie ihre finanziellen Möglichkeiten überstieg.
    Die eventuelle Denke bei einigen Mitbürgern, dass das, was wir nicht selbst nutzen möchten und entsorgen würden, für Flüchtlinge gut genug ist, kann ich nicht teilen.

    Von daher ist es gut, wenn der zitierte Satz aus dem Artikel auch praktiziert wird.

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Hunff & Honff

Das überrascht

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Das überrascht: Zwar sieht eine Mehrheit der befragten Bad Honnefer Unternehmer in der Digitalisierung eine große Bedeutung, dennoch nahm noch nicht einmal die Hälfte der angeschriebenen Geschäftsleute an der Marktforschungsuntersuchung der Stadt zum Onlineportal teil. Zwar haben 90 Prozent mittlerweile eine eigene Website, aber 41 Prozent nutzen nach eigenen Angaben digitale Werbeinstrumente eher selten.

Die sind aber die wahre Herausforderung im Kampf gegen Amazon und Co. Ohne Affilliate Marketing, Suchmaschinenwerbung, wirksame Social Media Werbung etc. kein Return on Investment. Website ist Pflicht, aber beim Internetshopping nicht mehr das Maß aller Dinge. Der Job ist diffizil, das erfolgreiche Verkaufen übers Internet Wissenschaft und Knochen-Wettbewerb.

Auch das überrascht: Offensichtlich sollte in der Befragung partout herausgearbeitet werden, dass bereits vorhandene und ohne Fördergelder aufgebaute Bad Honnefer Plattformen wie lebensart-badhonnef.de oder badhonnef-hats.de nichts taugen. Insgesamt vier Fragen war das den Marktforschern wert, um am Ende das Ergebnis auch noch falsch zu interpretieren. Wofür dieser Aufwand?

Mit einem Bruchteil der 200.000 EUR Steuergelder hätte man diese vorhandenen Angebote richtig gut weiterentwickeln können. – Aber auch andere Bad Honnefer Unternehmen hätten bestimmt gute Qualität abgeliefert. Wären sie nur gefragt worden.

Kein Unternehmen wird bereit sein, für Einträge auf mehreren Portalen zu zahlen. Marktbereinigung? Wirtschaftsförderung 2018?

Zum Beitrag “Handel und Digitalisierung …”

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Hunff & Honff

Vom Dialog weit entfernt

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Von Konzept keine Rede

Die Bürger wurden weder befragt noch rechtzeitig informiert. Verwaltung und die Mehrheitsfraktionen setzten sich über die Kritik von Handel und Bürgern am Parkraumbewirtschaftungskonzept hinweg, mit an den Haaren herbeigezogenen Argumenten: Alles sei nur zum Vorteil des Handels und der Bürger. Gut, dass heute Abend Centrum-Chef Georg zum Sande einmal Klartext redete und öffentlich machte, dass die Parkraumordnung ganz und gar nicht im Sinne des Handels sei.

Nutznießer ist nur die Stadt. Sie will mit dem neuen Parkkonzept die Stadtkasse füllen. Dabei hat ein Parkraumbewirtschaftungskonzept auch den Sinn, die Bereitstellung von verfügbarem Parkraum für Gewerbetreibende und Anwohner der Innenstädte zu sichern.

Im Grunde genommen gibt es verschiedene gute Ansätze, die Stadt weiter zu entwickeln. Dazu gehören sicherlich auch Bauvorhaben, Marketingmaßnahmen oder Ideen zu einer umwelt- und bürgerfreundlichen Innenstadt. Es ist einfach nicht zu verstehen, warum dennoch so markante Projekte wie Dachmarke, Parkkonzept, Onlineshop, Wohnraumbeschaffung … – bei vielen Bürgerinnen und Bürgern keine Akzeptanz finden.

Bürgermeister Otto Neuhoff sagte einmal öffentlich in einer Ratssitzung, bei vielen neuen Projekten äußerten die Bürgerinnen und Bürger zunächst Kritik, um ihre Interessen zu wahren. Das würde sich dann mit der Zeit legen.

Nun kann man sagen, Veränderungen schaffen Unsicherheit – richtig kann aber auch sein, dass sich Teile von Verwaltung und Politik immer mehr von der Bürgerschaft entfernen. Obwohl am Anfang der Ratsperiode ganz dick “Dialog” stand. Davon ist Bad Honnef momentan weit entfernt.

Kommentar zum Artikel: Einzelhandel stinksauer – …

 

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Hunff & Honff

Volk oder Vereinsmitglieder?

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Von Konzept keine Rede

Demokratie bedeutet Vielfalt. Sie kann nur gelingen, wenn alle gesellschaftsgestaltenden Gruppen ein entsprechendes Mitspracherecht haben. Bad Honnef, als eine der Kommunen mit dem höchsten Altersdurchschnitt im Rhein-Sieg-Kreis, soll nun eine Seniorenvertretung bekommen. Längst überfällig.

Das sehen auch Verwaltung, CDU und FDP so. Jedenfalls sind sie nicht dagegen. Allerdings wollen sie eine Vertretung, die nicht “vom Volk”, sondern von Vereinsmitgliedern gewählt wird. Offensichtlich stimmten deshalb Christdemokraten und Freie Demokraten in der Sitzung des Sozialausschusses, in der auch über die juristische Form einer Seniorenvertretung beraten wurde, einer Vertretung nach § 27 a der GO NRW nicht zu.

Nach dem Grundsatz der Landesseniorenvertretung NRW wird die Seniorenvertretung von allen Seniorinnen und Senioren der Stadt gewählt und erhält Rede- und Antragsrecht im Ausschuss für Bildung, Sport, Kultur und Soziales. Eine Vereinslösung würde demnach nicht nur eine Wahl mit Barrieren bedeuten, sondern auch Interessensgruppen mehr Möglichkeiten der Einflussnahme bieten. Das wollte neben SPD und Grünen auch der Bürgerblock nicht.

Ebenfalls schreiben die Statuten der Landesseniorenvertretung NRW vor, dass Seniorenvertretungen “in ihrer Willensbildung und in ihrem Handeln dem Grundsatz der Unabhängigkeit in Bezug auf Parteien, Konfessionen und Verbänden verpflichtet” sind. Das trifft auf Ratsmitglieder natürlich nicht zu.

Schon allein aus diesem Grund ist die Verwaltungsargumentation nicht schlüssig.

 

 

 

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