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Hat Bad Honnef ein Karpfen-Problem?

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Rene Förster ist erschütteret über den mangelhaften Lebensraum der Karpfen

Rene Förster ist erschüttert über den mangelhaften Lebensraum der Karpfen

Bad Honnef | Karpfen wurden einst von Mönchen während der Fastenzeit als Speisefisch entdeckt und gezüchtet. Wahrscheinlich, weil das robuste Tier sich rasant vermehrt und viel Fleisch bringt. Längst hat sich der Fisch zu einer weltweiten Weihnachtsspezialität gemausert – Problem: Wenn er nicht lang genug gewässert wird, schmeckt er nach dem Lebensgrund, in dem er sich gerne aufhält – Schlamm. Davon haben auch die Ententeiche An St. Göddert genug. Allerdings fehlt ihnen Wasser.

Rene Förster ist entsetzt. Seit Jahren freut er sich über den tollen Blick von seinem Balkon An St. Göddert. Vor ihm liegen die idyllischen Ententeiche. Doch die sind nur auf den ersten Blick eine Inspiration für das Auge. Bei näherem Herantreten schlägt das Herz des Karpfenliebhabers vor lauter Ärger ein paar Takte höher. Unzählige der kleinen Kolosse schwimmen dort tagtäglich vor sich hin, ständig auf der Suche nach Freßbarem oder Schlafplätzen – und dabei ragt ihre Oberfläche meistens aus dem Wasser. Denn: Die Teiche sind notorisch unterwässert.

Das hat seinen Grund. Die städtischen Gewässer, die zum Anlagevermögen des Eigenbetriebs “Abwasserwerke” gehören, werden mit in der Kläranlage gefördertem Brunnenwasser versorgt, das zur Herstellung sogenannter Kalkmilch benötigt wird. Die Kalkmilch wiederum ist erforderlich für den laufenden Klärbetrieb.  Außerdem wird das Brunnenwasser zu Reinigungsaufgaben in der Kläranlage eingesetzt.

“Aus diesem Grund ist die Speisung der Teiche nur dann möglich, wenn das Brunnenwasser nicht für den Klärbetrieb benötigt wird”, so die städtische Pressesprecherin Christine Pfalz.

Das hört sich für die Tierwelt unter Wasser nicht gut an und ist es auch nicht. So liebt der Karpfen zwar flache Gewässer, die sich schnell erwärmen, benötigt aber auch eine Teich-Mindesttiefe von einem Meter. Denn tagsüber ruht der Karpfen gerne im Schlamm, nachts geht er auf Beutefang. Vor allem aber ist er im Winter auf den Schutz des Schlamms angewiesen – die einzige Wärmequelle, die er bei Kälte hat. Nur nicht im Ententeich. Denn dort gibt es keine Wassertiefe von einem Meter. Die Lebensbedingungen für die Karpfen in den Teichen An St. Göddert sind also alles andere als rosig.

Rene Förster, der selbst Hobbyangler ist, wird der Anblick dieses Schicksalsteiches weiterhin schmerzen. Denn: “Die Aufrechterhaltung des Klärbetriebes hat eindeutig Vorrang. Sogar für den Teich im Reitersdorfer Teich wird bei Bedarf noch Wasser abgezapft,” so Christine Pfalz. Einzige Chance: Die Stadt setzt die Karpfen woanders aus oder der BUND kämpft auch mal für sie wie um die Mauereidechse am Drachenfels.

Dann sollte er gleichfalls mal in den Brunnen am Ziepchensplatz gucken. Dort lebt Karpfen Emil oder wie er jetzt heißt als Einzelkämpfer seiner Art zusammen mit 35 anderen Fischen auf engstem Raum und entwickelt wohl täglich neue Neurosen. Ein Marketing-Gag, denn genießbar soll er nicht sein.

Es bleibt dabei, was das Tierlexikon für Kinder schon lange erklärt: “Der Karpfen ist ein Friedfisch. Sein größte Feind ist der Mensch.”

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Trügerische Idylle an den Ententeichen

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Die Karpfen leiden unter Wassermangel

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Vor allem im Winter benötigen sie den Schutz des Schlamms in tieferen Lagen

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Dem Karpfen im Brunnen am Ziepchensplatz dürfte es als Einzelkämpfer auf engem Raum nicht viel besser gehen

 

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Bürgerbegehren: “Rettet den Stadtgarten” – Unterschriftenliste

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“Seit heute liegt uns die bisher ausstehende Kostenschätzung der Stadt Bad Honnef vor. Dabei musste die Stadtverwaltung die Kosten beziffern, die auf sie zukommt, wenn das Bürgerbegehren erfolgreich ist. Fazit: Wird die Bebauung des nördlichen Stadtgartens verhindert, „… existiert keine konkrete Planung als Basis für eine Kostenschätzung…“, so die Stadtverwaltung.

Gleichzeitig ist die Vorlage der Kostenschätzung der offizielle Startschuss für die am 19. Juli 2018 beginnende sechswöchige Unterschriftensammlung. Genau in der Zeit der Sommerferien müssen wir mindestens 1.658 gültige Unterschriften sammeln, damit der Aufstellungsbeschluss zur Bebauung aufgehoben werden kann.

Unterschreiben dürfen alle Einwohner*innen, die mindestens 16 Jahre alt und EU-Bürger*innen sind und zudem ihren Erstwohnsitz in Bad Honnef haben. Die Unterschriftenlisten, auf denen die Befürworter*innen auch ihre Adresse und ihr Geburtsdatum angeben müssen, werden nach Beendigung der Unterschriftensammlung von der Stadtverwaltung auf ihre Gültigkeit geprüft.

Erreichen wir das geforderte Unterschriften-Quorum, muss sich der Rat mit dem Bürgerbegehren auseinander setzen und entscheiden, diesem beizutreten (dann wäre die Bebauungsplanung aufgehoben) oder es abzulehnen (dann käme es zu einem Bürgerentscheid).

Am Freitag, dem 20. Juli 2018, startet die Unterschriftensammlung. Sechs Wochen lang wird jeden Freitag- und Samstag-Vormittag in der Bad Honnefer Fußgängerzone ein Stand aufgebaut, auf dem Listen ausgelegt werden, in welche die Bürger*innen ihre Daten und Unterschriften eintragen können. Zudem setzen wir auf Hausbesuche, um auch persönlich möglichst viele Bad Honnefer Bürger*innen anzusprechen.

Wir erhoffen uns mit dem Bürgerbegehren, dass der „verwunschene“ Stadtgartenteil keinesfalls bebaut, sondern ein wertvolles grünes Areal im Zentrum der Stadt erhalten bleibt, sinnvoll gepflegt und Bad Honnef um eine Perle reicher wird.

Für die Erreichung dieses Ziels haben wir eigens den gemeinnützigen Verein „Stadtgarten Bad Honnef e.V.“ gegründet. Zunächst ist unter dessen Dach das Bürgerbegehren angesiedelt, später – im Erfolgsfall – auch die Unterstützung von Stadtgarten-Projekten. In diesem Zusammenhang bitten wir um Geldspenden, durch welche die Kosten für Rechtsberatung, Plakatierung, Flyer, Banner usw. refinanziert werden sollen. Überschüssige Gelder fließen dann in Folgeprojekte. Alle Spender*innen erhalten einen Spendennachweis des Vereins.

Spendenkonto: DE75 5745 0120 0030 2846 73 bei der Sparkasse Neuwied.”

Bürgerinitiative “Rettet den Stadtgarten”

Unterschriftenliste zum Download

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Bad Honnef

Sibi gewinnt Deutschlandfinale von Business@school

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Das Siegerteam bei der Preisverleihung - Tim Stauf, Rebekka Ballering, Helene Balles, Joanna Baumann, Julius Langenbach und Dr. Andreas Dinger von BCG (v.l.n.r.) | Foto: Sibi

Bad Honnef-Rommersdorf. Das Team des Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef hat mit seiner Geschäftsidee „GrasSwipe“ den von der Boston Consulting Group BCG zum zwanzigsten Mal organisierten Wirtschaftswettbewerb für Schüler gewonnen. Joanna Baumann, Rebekka Ballering, Helene Balles, Julius Langenbach und Tim Stauf (alle 17) überzeugten die hochkarätig besetzte Wirtschaftsjury mit ihrer ausgereiften Geschäftsidee, umweltfreundliches Toilettenpapier aus Gras herzustellen.

Nach dem lokalen und regionalen Wettbewerb entschieden die Honnefer nun auch zunächst die mit neun Teams aus ganz Deutschland besetzte Vorrunde des bundesweiten Finales in München für sich. In der Endrunde traten sie dann gegen die Sieger der drei Vorrunden an und gewannen mit einer fundierten Präsentation überzeugend den Wettbewerb.

Die Sibischüler wurden ein Jahr lang in dem Projektkurs „Wirtschaft“ intensiv auch durch den ehemaligen SIBI-Schüler und Marco Vietinghoff und Teilnehmer des Vorjahres betreut. Das Projekt wird am Sibi zudem durch die Hans-Trappen-Stiftung und den Verein Ökonomie im Unterreicht e.V. unterstützt.

An dem Wettbewerb nehmen jährlich ca. 90 Schulen aus dem Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland teil. Ziel ist es, Schülern Wirtschaftsthemen praxisnah zu vermitteln: In drei Phasen lernen die Jugendlichen anhand konkreter Beispiele, Unternehmen zu analysieren, Markt und Wettbewerb zu verstehen und eine eigene Geschäftsidee inklusive Businessplan zu entwickeln. Das Siebengebirgsgymnasium Bad Honnef nimmt seit 15 Jahren regelmäßig an Business@school teil und konnte mehrfach schon den Regionalentscheid, noch nie aber das Finale in München gewinnen. (G.P.)

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Bad Honnef

Freizeitbad Grafenwerth: Wettbewerbe im Turmspringen und Balancieren

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Bad Honnef. Im Freizeitbad auf der Insel Grafenwerth finden am Sonntag, 24.06.2018, ab 12:00 Uhr Wettbewerbe im Turmspringen statt. Im „Arschbomben-Wettbewerb“ werden Siegerinnen und Sieger ermittelt. Geschicklichkeit und Akrobatik können auf der neuen Waterline gezeigt werden.

Teilnehmende sollten mindestens 14 Jahre alt sein. Tipps und Tricks gibt es von Profispringern des SV Neptun Aachen Benedikt Donay und Alexander Lube. Die Moderation übernimmt Chris Fuhrmann, die ehemalige Stimme der Dragons. (C.P.)

 

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Mai, 2019

23Mai19:3022:30Jahreshauptversammlung der KG "Löstige Geselle 1946 e.V." Bad Honnef

26Mai19:0021:00HG.Butzko mit seinem neuen Programm „echt jetzt“

SENAY DUZCU

Hitler war eine Türkin?!17. Mai 2019
Viel Vergnügen

 

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