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Bündnis für Familie

Honnefer Zeit-Tauschbörse rückt Nachbarschaftsbewusstsein in den Mittelpunkt – Erstes Treffen

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Bad Honnef | Globale Welt – nicht immer nur ein Vorteil. Mit den wachsenden Ansprüchen im Beruf und Veränderungen in der Gesellschaft verschwinden auch Normalitäten, die früher selbstverständlich waren: Nachbarschaftshilfe. Ebenso trägt der demografische Wandel dazu bei, dass sich die nachbarschaftlichen Beziehungen neu gestalten.

Dabei ist gerade heute ein ausgeprägter Gemeinschaftssinn wichtiger denn je. Jüngere Leute brauchen Unterstützung bei der Vorbereitung auf ihr berufliches Leben und in der Familie, ältere Menschen bei alltäglichen Dingen wie Einkaufen, Rasenmähen oder Arztbesuchen.

Ein Lösungsangebot: Die Zeit-Tauschbörse des Bündnisses für Familie. Sie soll die Nachbarschaftshilfe wieder mehr ins Bewusstsein rücken und zwar generationenübergreifend.

So funktionierts: Maria passt auf meinen Sohn auf, ich begleite Axel zum Arzt. Axel mäht den Rasen bei Hermann, Hermann repariert den tropfenden Wasserhahn von Barbara, die backt einen Kuchen für Maria usw. Wer etwas tut, erhält eine Zeitgutschrift. Diese kann er nutzen, um selbst Leistungen von anderen Mitgliedern in Anspruch zu nehmen.

Knapp 30 Mitglieder und Interessierte waren nun zum ersten Treffen der Honnefer Zeit-Tauschbörse ins „Bunte Haus“ gekommen. In den ersten sechs Woche seit Bestehen der Zeit-Tauschbörse in Bad Honnef erlebte das ehrenamtliche Orga-Team um Elke und Rüdiger Mißner und Brigitte Hantelmann überraschend viel Resonanz. “Das ist deshalb so erfreulich, weil erst die Vielzahl der teilnehmenden Menschen dieses Projekt mit Leben erfüllt. Je mehr Personen ihre Hilfe anbieten und je mehr Hilfe benötigen, desto erfolgreicher wird die Zeit-Tauschbörse”, so die Organisatoren.

Inzwischen kann bereits eine große Anzahl von Hilfeleistungen angeboten werden (siehe unten) und die ersten kleinen „Aufträge“ wurden erfolgreich ausgeführt.

Das nächste Treffen zum Erfahrungsaustausch ist für den 25. Juni geplant. Einzelheiten werden rechtzeitig bekanntgegeben.

Interessierte können sich gerne unter zeittausch@familie-bad-honnef.de oder Telefon 02224 980912 bzw. 0170 2404431 an das Orga-Team für weitere Informationen wenden.

 

Aktuelle Hilfeangebote Stand: 23. April 2015

  • Begleitung bei Spaziergängen
  • Begleitung zu kulturellen Veranstaltungen
  • Vorlesen/Besuch zu Gesprächen
  • Spielen mit Senioren
  • Kinderbeaufsichtigung
  • Hausaufgabenhilfe
  • Einkaufen
  • Anleiten zum Stricken
  • Kleine Näharbeiten/Stricken
  • Hemden bügeln
  • Ältere Menschen betreuen
  • Wirken wie eine Hausfrau
  • Hilfe in der Familie, bei Festlichkeiten
  • Blumendekoration machen
  • Kuchen backen
  • Hausbetreuung/Blumen gießen bei Abwesenheit
  • Gartenhilfe
  • Tierbetreuung
  • Kleine Fahrdienste
  • Hilfe bei kleinen Reparaturen
  • Hilfe bei PC-Bedienung
  • Hilfe bei Digitalkamera
  • Hilfe bei Schriftwechsel, Ausfüllen von Formularen
  • Führungen (in Honnef)
  • FinanzberatungWeinberatung
  • Schach + Skat spielen/lehren
  • Fremdsprachen (englisch, französisch, spanisch, polnisch, slovakisch, kiswahili)

 

Zeittauschbörse

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Bad Honnef

Zukunftsperspektiven – Familienfreundlichkeit bei der Stadtentwicklungsplanung in den Vordergrund stellen

Von Beate Schaaf, Vorsitzende Hauptsache Familie – Bündnis für Bad Honnef e.V.

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Beate Schaaf

Bad Honnef. Familienfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor für die Stadtentwicklung und muss für messbare Erfolge ein gemeinsames Anliegen von Politik, Verwaltung, Unternehmen und Bürgern sein. Das war das klare Fazit der Veranstaltung zu Zukunftsperspektiven für mehr Familienfreundlichkeit, zu der das Bad Honnefer Bündnis für Familie am 15. Juni in den Ratssaal eingeladen hatte.

Bürgermeister Otto Neuhoff wies in seiner Begrüßung darauf hin, dass Angebote zur Unterstützung von Eltern für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf nicht allein Aufgabe der Kommune sein können und ergänzte: „Wir sind deswegen dankbar für die vorbildlichen Initiativen des Bündnis für Familie hier in Bad Honnef!“

Benedikt Eikmanns, Mitarbeiter der Servicestelle der Lokalen Bündnisse für Familie in Berlin, entwickelte in seinem Impulsreferat Zukunftsthesen für „Gutes Leben in Familie 2030“ und erläuterte, wie die Servicestelle in Berlin dabei unterstützen kann, Unternehmen und Kommunen im Austausch über die Entwicklung von besserer Vereinbarkeit vor Ort zusammenzubringen. Einige seiner Praxisbeispiele für Familienfreundlichkeit aus der Bündnisarbeit in Deutschland könnten auch für Bad Honnef interessant sein: Ein Online-Familienatlas mit allen Angeboten rund um die Familie aus Erlangen, das Angebot von Zeitinseln für die Kurzzeitbetreuung von Kindern bzw. Zeitbrücken zur Entlastung pflegender Angehöriger aus Hanau oder eine flexible Tagesbetreuung für Kinder bis zum Abend aus Steinbach am Wald.

Heinz Zohren ist Familienbeauftragter der Stadt Aachen und koordiniert in der Stadtverwaltung das dortige Bündnis für Familie. Er machte in seinem Vortrag deutlich, wie wichtig der Konsens von Verwaltung und Politik ist, Familienfreundlichkeit bei der Stadtentwicklungsplanung auf allen Gebieten mit in den Vordergrund zu stellen. An Beispielen erläuterte er, wie dieses Konzept Aachen seit Jahren mit guten Ergebnissen voranbringt. Bürgermeister Neuhoff kommentierte den Vortrag mit den Worten: „Besonders beeindruckt hat mich die Konkretisierung von Familienfreundlichkeit in Prinzipien der Stadtplanung.“, worauf er von Heinz Zohren als Erster eine Broschüre mit den Aachener Kriterien für eine familienfreundliche Stadtplanung überreicht bekam.

Die Zuhörer diskutierten im Anschluss lebhaft über diese Impulse. Aus dem Stadtrat waren Mitglieder der SPD, des Bürgerblocks und Bündnis 90/Die Grünen anwesend, die das Thema mit in ihre Fraktionen nehmen wollen. Norbert Grünenwald und Julian Schimkowski vertraten die Fachdienste Bildung und Sport bzw. Kinder und Jugend und Familie in der Stadtverwaltung. Beide Fachdienste haben die Arbeit des Bad Honnefer Familienbündnisses von Anfang an unterstützt. Mit Vertretern des Stadtjugendrings, des Stadtelternrats und des Katholischen Familienzentrums waren weitere wichtige Mitgestalter in einem lokalen Bündnis für Familie an diesem Abend dabei. In einem Folgetreffen soll aus den Ergebnissen der Diskussion ein gemeinsames praxisbezogenes Konzept entwickelt werden.

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Bad Honnef

Zukunftswerkstatt Familienfreundliches Bad Honnef – Bündnis lädt ein

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Was ist Familien für die Zukunft wichtig, um sich in Bad Honnef wohl zu fühlen? Was brauchen sie für ein Wohnumfeld? Welche Angebote sollte es in Bad Honnef geben, um Eltern zu unterstützen Familie und Berufstätigkeit so zu vereinbaren, dass alle zu ihrem Recht kommen? Wie kann das Zusammenleben der Generationen in dieser Stadt verbessert werden?

Zur Einstimmung in diese Fragen wird Benedikt Eikmanns, Mitarbeiter der Servicestelle der Bundesinitiative „Lokale Bündnisse für Familie“, die Zukunftsthesen “Gutes Leben in Familien 2030” sowie das Angebot der Servicestelle für eine eigene Veranstaltungsreihe „Forum Vereinbarkeit“ präsentieren und dabei auch aktuelle Praxisbeispiele aus der Arbeit anderer Lokaler Bündnisse für Familie vorstellen. Thomas Krug, Amtsleiter für soziale Betreuung in Limburg, berichtet über seine Erfahrungen in der kommunalen Organisation einer erfolgreichen Bündnisarbeit in Limburg.

Im 10. Jahr nach der Gründung des Honnefer lokalen Bündnisses für Familie ist es Zeit für eine neue Standortbestimmung. Im Sommer 2009 hatten sich auf Initiative der damaligen stellvertretenden Bürgermeisterin Annette Stegger interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Vertreter vieler Honnefer Vereine, Parteien und Organisationen im Rathaus versammelt, um gemeinsam familienrelevante Themen der Stadt zu diskutieren.

Nach dem Vorbild der Lokalen Bündnisse für Familie in Deutschland gründete sich daraufhin mit zahlreichen Kooperationspartnern ein eigenes Bad Honnefer Bündnis für Familien, um Anliegen rund um das Thema Familie und Generationen in Bad Honnef aufzugreifen und die Umsetzung auch mit Hilfe eines eigenen Fördervereins organisatorisch und finanziell zu unterstüt-zen. Daraus entwickelten sich in wechselnden Kooperationen viele Aktivitäten, u.a. das „Dabei sein“-Programm zur Förderung von Kindern aus einkommensschwachen Familien, die Sprachförderung von Vorschulkindern mit Migrationshintergrund, der Generationen-Spielplatz im Reitersdorfer Park, die Weihnachtswunschbaumaktion gemeinsam mit Sozialamt und Jobcenter, die Ferienfreizeit „Kinder entdecken Bad Honnefer Betriebe“, die Unterstützung der Dankkultur der Stadt Bad Honnef mit dem Ehrenamtsfrühstück, das Generationenprojekt 2014-2016 mit vielen eigenen Aktivitäten, die Aktion Mitfahrbank, fundierte Umfragen zur Familienfreundlichkeit der Stadt 2009, zum Betreuungsbedarf für Kinder 2012 und zur Schullandschaft 2017. Außerdem diverse Informationsveranstaltungen zu Familien- und Generationenthemen, zu Kinderschutz und Zivilcourage im Alltag. Für seine engagierte Arbeit wurde das Bad Honnefer Bündnis für Familie vom Bundesfamilienministerium im Jahr 2012 und erneut im Jahr 2018 als „Bündnis des Monats“ ausgezeichnet.

 

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Bad Honnef hilft

Schulwegplaner – “Notinsel” mit neuem Angebot

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Bad Honnef | Das geschieht Kindern und Jugendlichen heute nicht selten: Unerwartet geraten sie in eine Notsituation, verlieren ihre Eltern aus den Augen, werden von anderen Jugendlichen attackiert oder sogar von Erwachsenen belästigt. Sind sie dabei zufällig in der Nähe einer “Notinsel”, können sie dort Hilfe finden.

2002 gründete die Stiftung “Hänsel und Gretel” die Aktion “Notinsel”. Geschäfte werden als Partner gewonnen, die sich wiederum mit dem Notinsel-Logo als solche erkennbar machen. Tritt der Ernstfall ein, kümmern sich die Mitarbeiter um die Betroffenen und gehen dabei nach einem standardisierten Hilfeplan vor: Zuhören, beruhigen, nicht einmischen und nur Hilfe anbieten, die mit dem Kind abgesprochen ist.

Seit 2010 gibt es dieses Angebot auch in Bad Honnef. Zuständig ist der Verein “Hauptsache Familie – Bündnis für Bad Honnef”. Mitglieder machten heute erneut auf die Hilfe aufmerksam.

Damit alle Schulkinder und deren Eltern über die Aktion informiert werden und bleiben, sponsert die kfd St. Johann Baptist als Mitglied im lokalen Bündnis für Familie jedes Jahr Radiergummis mit dem Notinsellogo. Sie werden zu Schulbeginn mit einer Information für die Eltern und Grundschulen verteilt.

Hermann-Josef Hinsenkamp vom Bündnis für Familie wird in den nächsten Wochen alle teilnehmenden Geschäfte und Unternehmen aufsuchen, sie nach ihren Erfahrungen befragen, Kontakte aktualisieren und bei Bedarf Aufkleber oder Handlungsanweisungen ergänzen. Unternehmen, die Partner werden möchten, können sich an das Bündnis für Familie, info@familie-bad-honnef.de wenden.

Neu ist ein Schulwegplaner für Eltern und Kinder. Mit ihm können sie den Schulweg oder auch Wege in der Freizeit entlang der vorhandenen Notinseln planen.

 

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