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Bad Honnef

Nach Billigstrom-Pleite: Bad Honnef AG versorgt auf Wunsch betroffene Kunden im Versorgungsgebiet

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Bad Honnef | “Eine Katastrophe”, sagt Karin S. aus der Linzer Straße in Bad Honnef. Zum zweiten Mal erlebte sie mit einem Billigstromanbieter ein Fiasko. Machte sie vor zwei Jahren nach der Insolvenz von Teldafax mehrere hundert EUR Verlust, erwartet sie als Kundin von Flexstrom nach deren jüngster Pleite schon wieder ein tiefes Loch in Ihrer Haushaltskasse. “Ich habe ein Jahr im voraus bezahlt. Zurückbekommen werde ich wohl nichts”, so die Mutter von zwei Kindern.

Einziger Trost: Sie wird nicht im Dunkeln sitzen müssen. Denn die Bad Honnef AG wird ihr als Grundversorger Strom anbieten. Nicht zum Billig-Preis von Flexstrom, dafür aber bedarfsgerecht, kundenfreundlich und trotzdem preisgünstig.

Kundenberater der Bad Honnef AG stehen bereit

birnhäuplLucas Birnhäupl, 34, seit April zuständig für Kommunikation- und Unternehmensentwicklung bei der BAHG: “Im Kundenzentrum der Bad Honnef AG stehen Kundenberater bereit, die auch sämtliche Formalitäten für die ehemaligen Flexstrom-Kunden übernehmen. Es ist uns wichtig, dass niemand Sorge hat, dass er ohne Strom da steht.“

Ein weiterer Nutzen für Kunden des Bad Honnefer Energieversorgers: Die Bad Honnef AG unterstützt Schulen, Vereine und andere gemeinnützige Institutionen. Und weil Karin S. Kinder sowohl Schulen in Bad Honnef besuchen als auch im TV Eiche aktiv sind, profitiert die Familie sogar indirekt von den Stromkosten und bekommt auf diese Weise einen Teil wieder zurück.

Birnhäupl: Eigentlich hätte ein Guthaben entstehen müssen

Über die Gründe der Insolvenz von Flexstrom gibt es unterschiedliche Auffassungen. Das betroffene Unternehmen schiebt die eigene Pleite auch auf das Wetter. Der harte, lange Winter habe zur Insolvenz beigetragen, war einer Pressemitteilung des Unternehmens zu entnehmen. Die Kunden hätten in der kalten Jahreszeit mehr Strom verbraucht, jedoch nur die normalen Abschläge bezahlt. Für Stromeinkauf und hohe Netzentgelte hätte das Unternehmen aber weiterhin aufkommen müssen.

So ganz leuchtet Diplom-Kaufmann Lucas Birnhäupl diese Argumentation nicht ein: “Schließlich kassiert Flexstrom das ganze Jahr hindurch, also auch  in den verbrauchsärmeren Monaten, Abschläge in immer gleicher Höhe, wodurch eigentlich ein Guthaben hätte entstehen müssen.”

storckhonnefshopping.de fragte nach bei BHAG-Vorstand Peter Storck

honnefshopping.de: Schon wieder ein Billigstrom-Anbieter pleite. Haben Sie damit gerechnet?

Peter Storck: Flexstrom ist aufgrund seiner Geschäftspraktiken in der letzten Zeit öfter in das Visier der Presse und von Verbraucherschützern geraten. Konkret konnten wir damit aber nicht rechnen. Eine Insolvenz kann durch viele Faktoren und Risiken bestimmt werden, die wir im Falle von Flexstrom nicht kennen können.

honnefshopping.de: Was bedeutet das jetzt für Flexstrom-Kunden aus dem Grundversorgungsgebiet der Bad Honnef AG?

Peter Storck: Selbst wenn Flexstrom keinen Strom mehr liefern kann, wird für keinen der betroffenen Flexstrom Kunden in unserem Grundversorgungsgebiet das Licht ausgehen. Wir bieten allen in unserer Region an, zu uns zu kommen, sich persönlich oder telefonisch beraten zu lassen und einen attraktiven, auf sie zugeschnittenen Tarif zu wählen.

honnefshopping.de: Was raten Sie den Verbrauchern: trotzdem weiterhin nach billigen Stromanbietern recherchieren oder ist der örtliche Lieferant die bessere Wahl?

Peter Storck: Die Bad Honnef AG bietet Versorgungssicherheit, persönliche Ansprechpartner und ein breites Angebot an Tarifen und Energiedienstleistungen vor Ort an. Darüber hinaus unterstützen wir trotz scharf kalkulierter Tarife lokale Vereine, Schulen und Verbände. Dies kann natürlich ein billiger Stromanbieter nicht leisten. Die oft angepriesene Ersparnis mit einem billigen Strom-Anbieter ist meist nicht von so hoher Bedeutung wie es uns häufig vorgerechnet wird. Hinzu kommt, dass Vorkasse Zahlungen im Falle einer Insolvenz des Stromanbieters zu einer Doppelzahlung auf Seiten der Kunden führen kann.

Titelfoto:  © chungking – Fotolia.com

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Bad Honnef

Sonntag: Mobiler Fahrradweihnachtsmarkt in der City

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Bad Honnef. Bad Honnefs Infrastruktur für den Fahrradverkehr soll verbessert werden. Dafür setzt sich Sonja Thiele von “Aufbruch Fahrrad” ein.

Am Sonntag, 14 Uhr, findet auf dem Bad Honnefer Marktplatz ein mobiler Fahrradweihnachtsmarkt statt, Cityrundfahrt inbegriffen. Gerne können die Fahrräder weihnachtlich geschmückt sein.

 

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Bad Honnef

Neuer Selbstbedienungs-Terminal im Bürgerbüro für Beantragung von Pass- und Personalausweisen

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Erste Beigeordnete Cigdem Bern und Janine Brodesser, Mitarbeiterin des Bürgerbüros, testen den neuen Selbstbedienungs-Terminal im Bürgerbüro für Pass- und Personalausweise | Foto: Christine Pfalz

Bad Honnef. Die Stadt Bad Honnef setzt im Bürgerbüro Bad Honnef-Tal einen Selbstbedienungs-Terminal der Bundesdruckerei ein, damit Anträge für Pass- und Personalausweise schneller bearbeitet werden können. Über das Terminal werden das biometrisches Passbild, die Unterschrift und auf Wunsch auch die Fingerabdrücke selbst durch die Bürgerin oder den Bürger erfasst. Die Daten stehen der Sachbearbeiterin oder dem Sachbearbeiter auf direktem elektronischen Weg zur Verfügung, so dass sie den Antrag fertig bearbeiten können.

In Bad Honnef können Anträge für Pass- und Personalausweise per Selbstbedienungs-Terminal gestellt werden, grundsätzlich sind aber auch andere Datenerhebungen möglich, wobei höchste Sicherheitsstandards gewährleistet werden. Im Bürgerbüro Bad Honnef sind die datenschutzrechtlichen Bestimmungen dadurch erfüllt, weil das Gerät der Bürgerschaft in einer geschützten Ecke im Wartebereich des Bürgerbüros Tal zur Verfügung steht. Das Fenster zum Rathausplatz wird durch eine Folie abgedeckt, so dass das Terminal auch nicht von außen eingesehen werden kann.

102 Kommunen deutschlandweit testen die „Self-Service-Terminals“ derzeit. Die Erste Beigeordnete der Stadt Bad Honnef, Cigdem Bern, begrüßt, dass das Gerät der Bürgerschaft auch in Bad Honnef zur Verfügung steht, um es zu testen: „Mit dem Terminal können wir eine zusätzliche Leistung anbieten und somit Wartezeit für Bürgerinnen und Bürger und den bürokratischen Aufwand weiter reduzieren.“

Der Selbstbedienungs-Terminal ist auch für ungeübte Nutzerinnen und Nutzer einfach zu bedienen. Die Antragstellenden werden mittels Sprachansagen durch den gesamten Antragsprozess geführt. Bei Nutzung des neuen Services fällt eine zusätzliche Gebühr für das beantragte Dokument von 3,50 Euro an.

Das erfasste Passbild kann nicht ausgedruckt werden, nur die elektronische Beantragung ist möglich. Parallel kann selbstverständlich wie bisher ein gedrucktes Passbild mitgebracht werden. Die persönliche Vorsprache bei Sachbearbeiterin oder Sachbearbeiter, ohne auf das Terminal zuzugreifen, ist für Bürgerinnen und Bürger natürlich nach wie vor möglich.

Während der Testphase wird das Selbstbedienungs-Terminal vorerst nur im Bürgerbüro Tal angeboten. Die Bundesdruckerei stellt das Selbstbedienungs-Terminal kostenfrei zur Verfügung. (C.P.)

 

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Bad Honnef

Kriminalpräventive Seniorenberatung im Bad Honnefer Rathaus

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Foto: Wie schützen sich ältere Menschen besser vor Kriminalität? – Mobiler Beratungsstand der Bonner Polizei im Bad Honnefer Rathaus- v. l. Iris Schwarz (Seniorenbeauftragte der Stadt Bad Honnef), Lorenz Wüsten vom Polizeipräsidium Bonn, Helene Fuhrmann (ehrenamtliche Seniorenberaterin), Marita Wichterich (Polizeipräsidium Bonn) und Thomas Beste (ehrenamtlicher Seniorenberater) | Foto: Christine Pfalz

Bad Honnef. Vor Ort im Bad Honnefer Rathaus hatte das Polizeipräsidium Bonn eine mobile Beratungsstelle aufgebaut. Unterstützt von der Seniorenbeauftragten der Stadt Bad Honnef Iris Schwarz gaben Polizei und ehrenamtliche Seniorenberaterin und -berater nützliche und lebenswichtige Tipps, wie sich Seniorinnen und Senioren vor Kriminalität schützen können.

Marita Wichterich und Lorenz Wüsten vom Kriminalkommissariat Kriminalprävention und Opferschutz hatten ehrenamtliche Seniorenberaterin und –berater ins Rathaus mitgebracht. Sie stehen der Polizei bei ihrer Beratungstätigkeit für Seniorinnen und Senioren als Multiplikatoren zur Seite und entlasten die Dienststelle. Marita Wichterich, aktive Polizeibeamtin, bestätigte: „Der Rat von Gleichaltrigen wird eher angenommen, weil sie auf Augenhöhe sind.“ Thomas Beste ist gerne ehrenamtlicher Seniorenberater und erklärte, dass es ihm als ehemaligem Bezirksdienstleister in Bad Godesberg Spaß mache, Seniorinnen und Senioren zu beraten. Helene Fuhrmann berät mit viel Erfahrung, damit ältere Menschen nicht zu Opfern von Straftaten werden.

Die wichtige Warnung der Polizei vor Enkeltrick und falschen Polizeibeamten wurde auch im Rathaus ausgesprochen. Während der Enkeltrick nicht mehr so häufig angewendet wird, haben die Fälle mit falschen Polizeibeamten zugenommen. In der Regel kommt es nicht zum Betrug, aber wenn den Maschen geglaubt wird, werden meistens höhere Geldbeträge verloren. Weitere Kriminaldelikte, vor denen nicht nur Seniorinnen und Senioren sich schützen müssen, sind Trickbetrug, Einbruchschutz, Verhalten an Bankautomaten, Diebstahl von Taschen, Diebstahl in Krankenhäusern oder Senioreneinrichtungen, Heiratsschwindel via Internet und Verkehrsunfallprävention. In Bad Honnef wurde viel zum Einbruchsschutz, aber auch zu Verkehrsthemen und richtigem Verhalten im Straßenverkehr, wenn man nicht mehr so sicher auf den Beinen ist, gefragt. Faltblätter lagen aus.

Iris Schwarz sagte: „Ältere Menschen begegnen ihren Mitmenschen meist mit Höflichkeit und Vertrauen. Grundsätzlich sind dies ja gute Eigenschaften. Jedoch setzen Betrüger und Trickdiebe auf genau diese Merkmale, um leichter an ihr Ziel zu kommen. Daher gilt: Seien Sie vorsichtig und informieren Sie bei verdächtigen Geschehnissen entweder Personen Ihres Vertrauens oder direkt die Polizei.“ (C.P.)

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