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Bad Honnef

Sensationelle Pläne der CDU

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Daniela Ratajczak

Daniela Ratajczak

Bad Honnef | Gerade einmal wenige Wochen im Stadtrat, schon präsentiert CDU-Ratsfrau Daniela Ratajczak ihren ersten Polit-Knaller. Gemeinsam mit ihrem Vater, CDU-Kreistagsmitglied Klaus Döhl, stellte sie heute das Konzept “Landesgartenschau 2023 in Bad Honnef” vor. Was eigentlich noch nicht geplant war.

döhl

Klaus Döhl

Durch eine Veröffentlichung im Koalitionsvertrag der Königswinterer Jamaika-Fraktion kam frühzeitig heraus, dass sich die CDU Bad Honnef seit einiger Zeit damit beschäftigt, in neun Jahren die Landesgartenschau nach Bad Honnef zu holen. “Das bietet sich förmlich an”, so Klaus Döhl hoffnungsvoll.

Die zu erfüllenden Kriterien geben ihm recht. So sollen Landesgartenschauen in NRW unter anderem dazu beitragen, dauerhafte Grün- und Freiflächen zu schaffen, beziehungsweise auf künftige Anforderungen auszurichten, die Rahmenbedingungen für eine zukunftsfähige wirtschaftliche Entwicklung der Stadt zu verbessern und bürgerschaftliches Engagement in den Kommunen auszulösen und zu unterstützen. Für Daniela Ratajczak und Klaus Döhl treffen die vom Ministerium formulierten Ziel für Bad Honnef hundertprozentig zu.

Erhielte Bad Honnef den Zuschlag als Austragungsstadt für die Landesgartenschau, ließen sich auf einmal die meisten strukturellen Probleme relativ leicht lösen. Döhl: “Allein die Verlandung des Rheinarms stellt uns vor immense Aufgaben. Gelingt es uns nicht, diese zu bewältigen, ist Grafenwerth bald keine Insel mehr.” Für Die Stadt und Umgebung ein natur- und kulturhistorischer Supergau.

Aber auch der Bahnhof würde profitieren, bei Nutzung des Eingangs zum Schmelztal von Honnefer Seite aus würde endlich etwas mit der Wäscherei-Ruine geschehen, das städtebauliche Chaos “Saynscher Hof” fände ein Ende und für die fehlende Verbindung von Rheinufer und Innenstadt sehen die beiden Politiker ebenfalls Lösungsmöglichkeiten.

“Allein die Insel Grafenwerth und das Rheinufer von Lohfeld bis Rhöndorf bieten mehr als ausreichend Platz für eine Landesgartenschau”, sind sich Ratajczak und Döhl sicher. Aber sie sehen bedeutend mehr Potenzial. Neben den Bad Honnefer Stadtteilen einschließlich Aegidienberg sollen auch die Insel Nonnenwerth und Königswinter mit einbezogen werden. Da Nonnenwerth zu Rheinland-Pfalz gehöre, sei das wahrscheinlich nicht einfach, so Döhl. “Aber warum nicht versuchen?” fragt Tochter Daniela Ratajczak. Wenn alles klappt, wie sie sich das vorstellen, könne  ein richtig gutes interkommunales Projekt auf die Beine gestellt werden, ein Signal für eine gemeinsame nachhaltige kommunale Entwicklung im Siebengebirge.

Zu den Kosten konnten die beiden Aegidienberger noch nichts Konkretes sagen. Bisher hätten Landesgartenschauen Investitionen zwischen 8,6 Millionen und 16 Millionen Euro erforderlich gemacht. 5 Millionen hätte das Land übernommen, für städtebauliche und sonstige Mittel seien bis 27 Millionen hinzugekommen. In Einzelfällen sei die Förderung sogar höher ausgefallen als die Investition, weil Infrastruktur- und Verkehrsmaßnahmen zusätzlich gefördert wurden.

Und auch der gedeckelte Haushalt Bad Honnefs sei kein Problem. Städte mit Haushaltssicherungskonzept kämen laut Döhl als Bewerberinnen ebenfalls in Frage, wie die derzeitige LaGa-Stadt Jülich.  

Sollte der Vorschlag von der Bad Honnefer Politik, den Bürgern und der Wirtschaft aufgegriffen werden, müsste der Stadtrat im Frühjahr 2015 eine Machbarkeitsstudie beschließen. Falls diese positiv ausfiele, würde ein Bürger-Workshop gegründet, der Ideen zusammentragen soll. Die endgültigen Bewerbungsunterlagen müssten 2017 abgegeben werden, just zu dem Zeitpunkt, zu dem die Sporthalle in Aegidienberg stehen muss, will man nicht auf eine 500.000 Euro-Spende verzichten.

Sicher unterstützen wollen die Königswinterer Mehrheitsfraktionen CDU, FDP und Grüne eine Landesgartenschau in Bad Honnef. Auch der Kreis sei involviert und habe schon unter dem alten Landrat Kühn Zustimmung signalisiert.

Die Bürgermeister aus Königswinter und Bad Honnef wissen noch nichts von den Plänen. Otto Neuhoff, der sich bis zum 28.7. in Urlaub befindet: “Mir liegt das Konzept nicht vor, dazu kann ich mich noch nicht qualifiziert äußern.”

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