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Verliert Honnef ein weiteres Unternehmen? – Vier Jahreszeiten will kämpfen

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Bad Honnef-Rhöndorf | Wirtschaftsförderung ist nicht jederstadts Sache. Kommunen ohne entsprechendes Stadtentwicklungskonzept haben es schwer, wirtschaftlich erfolgreich zu sein. Da passiert es schnell, dass man sich den Zwängen eines Haushaltssicherungskonzepts unterwerfen muss.

Dass es dann trotzdem noch einen Bäcker, Metzger oder Damenmode-Anbieter gibt, ist der Kreativitiät und auch Bonität der Unternehmer zu verdanken – und ihrer Leidenschaft, Visionen umzusetzen. Jüngstes Beispiel: Bäckerei Welsch. Mit neuer Aufmachung und gastronomischer Erweiterung begeistert sie Bad Honnef – die Kunden applaudieren und wünschten sich mehr solcher Initiativen.

Will jetzt selbst in den Business-Park: Vier-Jahreszeiten Chefin Monika Reske

Will jetzt selbst in den Business-Park: Vier-Jahreszeiten Chefin Monika Reske

Visionen setzen auch bislang Monika Resken und ihr Mann Michael Stammnitz mit ihrem Bio-Markt “Vier Jahreszeiten” in Bad Honnef-Rhöndorf um. Ende 2011 eröffneten sie die Filiale in dem ehemaligen Supermarkt an der Rhöndorfer Straße 40. Zur Verfügung stehen dort 280 Quadratmeter Verkaufsfläche, “eigentlich viel zu wenig”, sagt Monika Reske. Trotzdem sind sie das Wagnis eingegangen. “Meine Kinder besuchten die Schule Schloss Hagerhof, seitdem gibt es eine Beziehung zu Bad Honnef.”

Diese Beziehung ist seit letzter Woche stark gestört. Otto Neuhoff, Bürgermeisterkandidat, sprach beim Besuch des Vier-Jahreszeiten-Marktes im Rahmen seines Bad Honnefer Dialogs eher beiläufig das Thema Business-Park an und dass sich dort eventuell die Supermarktkette REWE mit einer Filiale niederlassen will. “Dann können wir hier zumachen”, war die spontane Reaktion der Markt-Geschäftsleiterin Reske, die sie heute gegenüber Honnef heute noch einmal bekräftigte. “Mit REWE können wir nicht konkurrieren.”

Zwar schaute sich das Unternehmerpaar, das auch in Köln und St. Augustin Biomärkte betreibt, schon seit einiger Zeit nach einer größeren Immobilie in Bad Honnef um, “dass wir aber jetzt unter diesem Zugzwang stehen, erschüttert uns schon sehr”, so Reske.

Was sich die attraktive Unternehmersfrau fragt: “Warum haben wir von den REWE-Plänen so spät erfahren?” Natürlich wurde vor Errichtung des Marktes in Rhöndorf eine aufwändige Standortanalyse gemacht, nur zu diesem Zeitpunkt war von REWE nicht die Rede. Natürlich sollte sich eine Firma ständig über die Geschehnisse am Standort  informieren – ohne entsprechende lokale Informationsstrukturen ist das aber für ein überregional aufgestelltes Unternehmen kaum machbar.

Die Stadt koordiniert nicht, Centrum e.V. ist auf den Innenstadtbereich fixiert “und ein Rhöndorfer Offizieller hat sich bislang auch nicht für uns interessiert”, so Monika Reske. Sie fragt sich: “Wenn Politik und Verwaltung die Stadt gestalten möchten, warum gehen deren Vertreter dann nicht auf die Unternehmen zu?”

Für Bad Honnef ist die Frage schnell beantwortet: Jemanden, der sich um die Belange der Unternehmen kümmert, gibt es nicht, ebenso wenig eine effektive Informationsstruktur (oder -kultur) – von Solidarität ganz zu schweigen. Bleibt unterm Strich die Erkenntnis: Wer in Bad Honnef sein Geld verdienen will, macht halt alleine sein Ding.

Reske und Stammnitz wollen sich mit der Situation nicht abfinden und gehen in die Offensive: “Wir wollen in den Business-Park und werden jetzt das Gespräch mit dem Investor suchen.”  Mangels Alternativen in Bad Honnef sei das momentan ihre einzige Chance. Natürlich sei REWE eine andere Nummer, aber “wir wollen mit unserer Vision von einer guten, gesunden und bezahlbaren Ernährung überzeugen, zumindest müssen wir es versuchen”. Denn: “Wer nichts unternimmt, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt,” so Monika Reske.

Für die Stadt Bad Honnef wäre der mögliche Weggang des Unternehmens ein weiterer herber Schlag. Wer auch immer Bürgermeister wird – es gibt viel zu tun.

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0 Comments

  1. Markus Dorst

    18. Februar 2014 eingestellt am 23:30

    Das ist ja wohl ein Witz! Man mag über Biomärkte und ihre teuren Produkte denken was man will, aber Alle sind sich ja wohl einig, dass sie nicht der Grundversorgung dienen. Ein REWE-Markt (oder eben ein anderer Generalist) ist in Rhöndorf dringend erforderlich, zumal dort ja wie wild gebaut wurde und wird und damit die Bevölkerung wächst. Wer damit nicht (über-)leben kann, der muss eben zumachen. Dass die Stadt dann ein nicht überlebensfähiges Unternehmen verliert…muss man wohl akzeptieren.

  2. Jonathan

    19. Februar 2014 eingestellt am 8:13

    Bio = teuer? Diese rechnung stimmt schon lange nicht mehr denn auch ein Biomarkt hat Konkurrenz -und die belebt das Geschäft (zu Gunsten der Verbraucher ) wer behauptet , das ein biosupermarkt keine Grundversorgung bietet ,sollte sich dort einmal genauer umschauen vom Putzmittel über Körperpflege bis zur käsetheke ist dort ein komplettes voll Sortiment erhältlich und wer behauptet . Und wer behauptet das ein Großkonzern wie Rewe preiswert ist hat die Preise wohl noch nicht verglichen .

  3. Antoinette Löneke-Schmidt

    20. Februar 2014 eingestellt am 18:50

    Ich denke, dass Bio- orientierte Kunden auch weiterhin in den Biomarkt gehen, aber dass ein Biomarkt nicht teurer als ein REWE-Markt sein soll, kann ich nicht bestätigen. Unterm Strich schon! Qualität hat nun mal seinen Preis. Einiges ist allerdings abgehoben teuer. Das wird dann eben nicht gekauft. Basta.
    Ich würde mir mehr Sonderangebote im Bioladen wünschen. Vielleicht kommt das ja dann durch die Konkurrenz in Gang!

  4. V. Fischer

    21. Februar 2014 eingestellt am 10:10

    Bitte mal hierzu einen ganz anderen Aspekt beachten. Wir wohnen an der Linzer Strasse und würden uns freuen, wenn endlich ein zweiter “HIT” in Bad Honnef öffnet, so dass nicht jeder für seinen Einkauf per Auto in den HIT fahren muss. Hier belebt die Konkurrenz dann endlich mal das Geschäft.
    Und grundsätzlich sollte sich doch ein Angebot im BIO-Markt mit dem eines REWE-Marktes prima ergänzen.

  5. Achim

    4. März 2014 eingestellt am 23:48

    Wenn doch selbst bei einer “aufwendigen Standortanalyse” vor 3 Jahren nichts von einer Rewe-Filiale im Business-Park bekannt war, was hätte die Stadt denn da koordinieren sollen ? Und wenn sich ein “überregional aufgestelltes Unternehmen” vor Ort nicht informiert, kann man da jetzt Rhöndorfer Offizielle für verantwortlich machen ? Der Sinn dieses Artikels mag sich mir nicht so recht erschliessen.

  6. Frank

    7. März 2014 eingestellt am 22:51

    Es wäre wohl wichtig, wenn der Bioladen größere Räume bekäme. Denn obwohl Lage und Ambiente gut sind, drängen die Sortimentsvielfalt und Parkplatzangebot zum Umzug. Bis jetzt ist es ein kleiner, feiner Laden.
    Dass es in Bad Honnef da wenig Kommunikation und Konzeption gibt, ist tragisch. Kommentare wie den obigen im Sinne “der Markt entscheidet” zeugen von Kapitulation oder Indifferenz. Glücklicherwiese gibt es genügend Bürger, die sich für Ihre Stadt über “hauptsache billig” hinaus interessieren und engagieren. Da die Betreiber der Vier Jahreszeiten ein attraktives Angebot sowie einen Bezug zur Stadt haben und gerne bleiben wollen, finden sie auch sicher gemeinsam mit den entsprechenden Entscheidern eine Lösung.

  7. Sonja

    20. Oktober 2014 eingestellt am 22:43

    Wärend einer speziellen Ernährungsumstellung namens Low Carb musste ich notgedrungen auf die überteuerten Artikel in diesem Laden zurückgreifen, weil sie so speziell waren, dass ich ich sie nirgends anders hätte bekommen können. Ich kaufte 5 Produkte und blätterte dafür 60 Euro hin. Diese Sachen gibt es auch durchaus günstiger. Da der Laden meine einzige Option war habe ich das in Kauf genommen. Wäre er ein weniger günstige hätte ich auch öfters dort eingekauft, aber so habe ich mir das dann später immer im Internet bestellen. rewe hat mittlerweile ganz ähnliche Produkte und ich freue mich bereits auf ihn.

  8. Niewiak

    4. November 2014 eingestellt am 23:34

    Naja also Vier-Jahreszeiten ist schon eine Apotheke es geht auch günstiger. Schaut euch mal in der Nähe um.

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Sibi gewinnt Deutschlandfinale von Business@school

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Das Siegerteam bei der Preisverleihung - Tim Stauf, Rebekka Ballering, Helene Balles, Joanna Baumann, Julius Langenbach und Dr. Andreas Dinger von BCG (v.l.n.r.) | Foto: Sibi

Bad Honnef-Rommersdorf. Das Team des Siebengebirgsgymnasiums Bad Honnef hat mit seiner Geschäftsidee „GrasSwipe“ den von der Boston Consulting Group BCG zum zwanzigsten Mal organisierten Wirtschaftswettbewerb für Schüler gewonnen. Joanna Baumann, Rebekka Ballering, Helene Balles, Julius Langenbach und Tim Stauf (alle 17) überzeugten die hochkarätig besetzte Wirtschaftsjury mit ihrer ausgereiften Geschäftsidee, umweltfreundliches Toilettenpapier aus Gras herzustellen.

Nach dem lokalen und regionalen Wettbewerb entschieden die Honnefer nun auch zunächst die mit neun Teams aus ganz Deutschland besetzte Vorrunde des bundesweiten Finales in München für sich. In der Endrunde traten sie dann gegen die Sieger der drei Vorrunden an und gewannen mit einer fundierten Präsentation überzeugend den Wettbewerb.

Die Sibischüler wurden ein Jahr lang in dem Projektkurs „Wirtschaft“ intensiv auch durch den ehemaligen SIBI-Schüler und Marco Vietinghoff und Teilnehmer des Vorjahres betreut. Das Projekt wird am Sibi zudem durch die Hans-Trappen-Stiftung und den Verein Ökonomie im Unterreicht e.V. unterstützt.

An dem Wettbewerb nehmen jährlich ca. 90 Schulen aus dem Bundesgebiet und dem angrenzenden Ausland teil. Ziel ist es, Schülern Wirtschaftsthemen praxisnah zu vermitteln: In drei Phasen lernen die Jugendlichen anhand konkreter Beispiele, Unternehmen zu analysieren, Markt und Wettbewerb zu verstehen und eine eigene Geschäftsidee inklusive Businessplan zu entwickeln. Das Siebengebirgsgymnasium Bad Honnef nimmt seit 15 Jahren regelmäßig an Business@school teil und konnte mehrfach schon den Regionalentscheid, noch nie aber das Finale in München gewinnen. (G.P.)

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Freizeitbad Grafenwerth: Wettbewerbe im Turmspringen und Balancieren

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Bad Honnef. Im Freizeitbad auf der Insel Grafenwerth finden am Sonntag, 24.06.2018, ab 12:00 Uhr Wettbewerbe im Turmspringen statt. Im „Arschbomben-Wettbewerb“ werden Siegerinnen und Sieger ermittelt. Geschicklichkeit und Akrobatik können auf der neuen Waterline gezeigt werden.

Teilnehmende sollten mindestens 14 Jahre alt sein. Tipps und Tricks gibt es von Profispringern des SV Neptun Aachen Benedikt Donay und Alexander Lube. Die Moderation übernimmt Chris Fuhrmann, die ehemalige Stimme der Dragons. (C.P.)

 

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Erster Neuzugang: Joe Mvuezolo Junior jetzt ein Dragon

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Joe Mvuezolo Junior

Bad Honnef. Mit Forward Joe Mvuezolo Junior präsentieren die Dragons Rhöndorf ihren ersten Neuzugang für die kommende ProB-Saison 2018/2019. Der 22 Jahre alte Brite kommt von der renommierten Montana State University, Mitglied einer der Top-Divisionen der nordamerikanischen College-Liga NCAA.

„Mit Joe bekommen wir nicht nur einen äußerst athletischen Spieler mit gleichzeitig gutem Wurf, sondern vor allem auch einen Spieler, der darauf brennt, im professionellen Basketball Fuß zu fassen, und bereit ist dafür viel zu investieren”, so Headcoach Thomas Adelt.

Der 1,98 Meter große Spieler, der von der U16 bis zur U20 sämtliche britischen Nationalmannschaften durchlaufen hat, soll ein wichtiger Faktor des neuen Drachen-Teams sein. Adelt: „Wir haben viel Arbeit investiert, um einen Spieler wie Joe zu finden.”

In seinem Senior-Jahr im Team der Bobcats kam der gebürtig aus London stammende vielseitige Flügelspieler in insgesamt 32 Spielen zum Einsatz. Er konnte 2017/2018 im Team von Headcoach Brian Fish bei 21 Minuten Einsatzzeit pro Partie durchschnittlich 7,8 Punkte und 3,4 Rebounds verbuchen.

Profil
Name: Joe Mvuezolo Junior
Position: Forward
Geburtstag: 06.01.1996
Größe: 1,98 Meter
Nationalität: britisch
Letzte Station: Montana State University (NCAA I)

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