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Zwei Rheinderbys an einem Spieltag

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fussball 2 - Zwei Rheinderbys an einem Spieltag

Region – Festtage für die Fußballfans aus dem Rheinland! Am 27. Spieltag der Bundesliga gab es gleich zwei Rheinderbys. Kürzlich sind wir schon darauf eingegangen, wie groß die Leidenschaft in der Region neben unseren Amateurclubs für die Clubs aus Gladbach, Leverkusen, Köln und Düsseldorf ist. Nun trafen diese vier Vereine am Wochenende im direkten Duell aufeinander. Borussia Mönchengladbach empfing Bayer Leverkusen im Spitzenspiel und Köln lieferte sich ein umkämpftes Rheinderby mit den Rivalen von Fortuna Düsseldorf. Hier ist unser Blick auf das rheinische Fußballwochenende.

Leverkusen zieht an Gladbach vorbei

Das erste Rheinderby des 27. Spieltages fand am Samstagnachmittag statt. Borussia Mönchengladbach empfing Bayer Leverkusen. Gut 50 km trennen die beiden Städte, die Lokalrivalität ist also gegeben. Allerdings stand bei dem Aufeinandertreffen viel mehr auf dem Spiel. Im direkten Duell der beiden Tabellennachbarn ging es auch um wichtige Punkte im Kampf um die Champions League. Dabei bot Leverkusen von Beginn an eine engagierte Leistung in Gladbach und ging früh durch einen Treffer von Kai Havertz in Führung. Zwar glich Gladbach kurz nach der Halbzeit aus, doch der Fußballer brachte Bayer mit seinem Strafstoß zum 2:1 wieder auf die Siegesstraße. Das 3:1 von Sven Bender in der 81. Minute kam dann der Vorentscheidung gleich. Mit dem Sieg zieht Leverkusen in der Tabelle an Gladbach vorbei. Angesprochen auf ein mögliches Eingreifen ins Meisterrennen antwortete Peter Bosz vielversprechend: „Ich will jedes Spiel gewinnen – das sage ich auch meinen Spielern”.

 

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Last-Minute-Treffer sichert Remis für Köln

Beendet wurde der 27. Spieltag durch das Rheinderby zwischen dem FC Köln und der Fortuna Düsseldorf. Während die traditionell euphorischen Fans des FC, der schon einmal gegen den FV Honnef spielte, nach zuletzt vier Spielen in Folge ohne Niederlage, schon wieder von Europa träumen, steckt die Fortuna mitten im Abstiegskampf. Gegen den Erzrivalen aus der Domstadt sollten also wichtige Punkte für den Klassenerhalt gesammelt werden. Und tatsächlich lief für den Gast zunächst alles nach Plan. Kurz vor der Halbzeit sorgte Kenan Karaman für den Führungstreffer der Fortuna. In der 61. Minute erhöhte Erik Thommy sogar auf 2:0 und ließ die Fans von den wichtigen drei Punkten träumen. Doch in einer wilden Schlussphase schlugen die Gastgeber noch einmal zurück. Nachdem Mark Uth mit einem verschossenen Foulelfmeter bereits die Chance vergeben hatte, noch einmal ins Spiel zurückzufinden, gelang dies nun doch noch kurz vor Schluss. In der 88. Minute erzielte Anthony Modeste den Anschlusstreffer und in der 91. Minute glich Jhon Córdoba in der buchstäblich letzten Sekunde aus.

 

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Das ist für die Clubs noch möglich

Vier Clubs – vier unterschiedliche Vorzeichen? Nicht ganz! Auch wenn Leverkusen nun an Gladbach vorbeigezogen ist, sind beide Clubs auf Champions League Kurs. Wenn man davon ausgeht, dass Bayern, die bei den Online Wetten derzeit mit einer Quote von 1,12 auf die Meisterschaft gelistet werden, sowie Dortmund die Meisterschaft unter sich ausmachen, scheint ein Dreikampf zwischen Leipzig, Leverkusen und Gladbach um die verbleibenden zwei Champions League Plätze äußerst wahrscheinlich. Der FC Köln hat in den vergangenen Wochen unter Trainer Markus Gisdol den Schritt aus dem Tabellenkeller gemeistert und schielt nun bereits mit einem Auge auf das internationale Geschäft. Davon kann die Fortuna derzeit nur träumen. Auch mit Uwe Rösler ist es bisher noch nicht gelungen, die Abstiegsränge zu verlassen. Zwar ist das Team seit nunmehr fünf Spielen ungeschlagen, allerdings spielte die Fortuna zuletzt viermal in Folge unentschieden. Die Punkteteilungen helfen im Abstiegskampf allerdings auch nicht wirklich weiter.

Die Bundesliga biegt langsam aber sicher auf die Zielgerade ein. Das bedeutet für die Vereine, dass jedes Spiel an Bedeutung gewinnt. Je näher sich die Saison dem Ende nähert, desto umkämpfter werden die Spiele. Für die Fans bedeutet das natürlich jede Menge Spannung.