Bad Honnef-Aegidienberg – Der neue Thriller „Zeitbombe Ostsee“ entführt seine Leserinnen und Leser an einen Ort, der für viele nach Urlaub, Weite und maritimer Idylle klingt – und verwandelt ihn in ein Szenario wachsender Bedrohung. Schauplatz ist das Ostseebad Eckernförde, wo ein scheinbar unbeschwerter Sommertag am Strand eine dramatische Wendung nimmt.
Zwischen Strandkorb und Staatskrise
Was harmlos beginnt, entwickelt sich rasch zu einem hochbrisanten Politthriller. Drohnen über militärischen Anlagen, verdächtige Schiffsbewegungen auf der Ostsee, Tanker einer ominösen Schattenflotte – der Roman greift Themen auf, die aktueller kaum sein könnten. Die sogenannte „kritische Infrastruktur“ rückt ins Visier unbekannter Akteure, und die Bedrohung ist längst nicht mehr abstrakt.
Im Zentrum der Handlung steht Kriminalhauptkommissar Sven Peters von der örtlichen Polizei. Als in einem Strandkorb die Leiche eines jungen Mannes entdeckt wird, ahnt er schnell, dass es sich nicht um einen tragischen Einzelfall handelt. Der Tote ist nur der Auftakt zu einer Kette von Ereignissen, die weit über das beschauliche Seebad hinausreichen.
Starker Einstieg mit Lokalkolorit
Die vorliegende Textprobe zeigt eindrucksvoll, wie der Roman Atmosphäre aufbaut. Mit viel norddeutschem Kolorit wird zunächst eine alltägliche Szene geschildert: Strandkorbvermieterin Astrid Hansen regt sich über einen vermeintlich betrunkenen „Nichtsnutz“ auf, der sich vor Öffnungszeit in einen bereits vermieteten Korb gelegt hat. Ihre ruppige, humorvoll gefärbte Ansprache („Eh, du Döskopp“) sorgt zunächst für Schmunzeln – bis die Szene abrupt kippt.
Der Mann im Strandkorb ist nicht betrunken. Er ist tot.
Dieser Kontrast zwischen sommerlicher Leichtigkeit und plötzlichem Entsetzen verleiht dem Roman von Beginn an eine starke Sogwirkung. Die Autorin oder der Autor nutzt das vertraute Setting des Ostseestrandes, um ein Gefühl von Sicherheit zu erzeugen – das im nächsten Moment erschüttert wird.
Bedrohung auf der Ostsee
Besonders spannend wirkt die Verknüpfung eines lokalen Mordfalls mit geopolitischen Spannungen. Drohnenflüge über Militäreinrichtungen und dubiose Schiffsbewegungen auf der Ostsee spiegeln reale sicherheitspolitische Diskussionen wider. Der Thriller scheint damit nicht nur Krimifans anzusprechen, sondern auch Leserinnen und Leser, die sich für aktuelle politische Entwicklungen interessieren.
„Zeitbombe Ostsee“ verspricht Spannung, Tempo und einen Plot, der vom Strandkorb bis in sicherheitspolitische Krisenszenarien reicht. Wer maritime Schauplätze, regionale Verankerung und internationale Intrigen schätzt, dürfte hier auf seine Kosten kommen.
Kurzbiografie Autor:
Michael Itschert, 1965 in Bad Honnef geboren, lebt als Autor und Verleger von Kriminalliteratur im Bergischen Land. Im Bergischen KrimiKartell fungiert er als Koordinator. Er ist Mitglied im VS-NRW und im Netzwerk Literatur Rheinland. Seit seinem ersten Ostseeurlaub 1973 ist er ein großer Fan dieser Küstenregion.
Die Veranstaltung:
Lesung von Michael Itschert aus dem Küsten-Thriller Zeitbombe Ostsee
Wann? 20. März 2026, 18.30 Uhr
Wo? Bücherwelt am Himberg, Himberger Straße 15, 53604 Bad Honnef
Wie viel? 9,00 Euro inklusive Sekt & Softdrinks
Die Tickets gibt es direkt in der Bücherwelt oder verbindlich per E-Mail /Telefon
E-Mail Buecherwelt-am-himberg@t-online.de
Tel. 0 22 24/9 88 82 22








