Bad Honnef – Eine weitere Niederlage für die Dragons! Mit 73:81 unterlagen sie heute Abend in eigener Halle gegen Schwelm. Zur Pause hatten die Hausherren nach einer Aufholjagd im zweiten Viertel 44 Punkte auf dem Konto, Schwelm 45. In der zweiten Halbzeit gelingt offensiv nicht mehr viel. Mit 10:17 geben die Dragons den dritten Spielabschnitt ab und im letzten Viertel reicht es nur noch zu einem 19:19.
Top-Scorer wird Juhwan Harris Dyson mit 18 Punkten und 10 Rebounds. Kenan Reinhart folgt mit 15 Punkten und 2 Rebounds.
Am kommenden Samstag (07.02.2026) treffen die Dragons zu Hause auf Oldenburg. Tip-Off im DragonDome ist wie um 19:00 Uhr. (Hh)
Zu viele Fehler besiegelten die Niederlage!
Von Klaus Beydemüller
Rhöndorf erlebte gegen Schwelm ein regelrechtes Déjà-vu. Nicht nur, dass die Dragons wieder eine Niederlage gegen die Baskets kassierten, auch das Ergebnis fiel mit 73:81 (44:45) fast identisch aus. Damit sind die Drachen endgültig im Abstiegskampf angekommen. Am kommenden Wochenende sollten die Drachen im DragonDome gegen Westerstede einen Erfolg zur Beruhigung der Nerven aller Beteiligten landen.
Die Dragons standen von Beginn an spürbar unter Druck. Leichte Korbleger wurden versemmelt und Pässe gingen ins Leere. Bis zur siebten Minute fiel das nur deshalb nicht auf, weil die Baskets ähnlich fahrig agierten (8:12). Dann allerdings löste Schwelm die Handbremse, cuttete immer wieder erfolgreich zum Brett und ging nach den ersten zehn Minuten mit 13:21 in Führung.
Zu Beginn des zweiten Viertels zogen die Baskets erstmals zweistellig davon (12./17:27). Die Dragons schlugen jedoch sofort mit zwei Dreiern von Jorge Mejias zurück. Dann drehte Juhwan Harris-Dyson auf und krönte seine starke Phase mit einem Steal sowie einem wuchtigen Dunk zum 38:37 (18.). Auch wenn Schwelm mit einer knappen 44:45-Führung in die Halbzeitpause ging, hatte man den Eindruck, dass die Hausherren in der Begegnung angekommen waren.
Weit gefehlt: Der Start in den dritten Spielabschnitt ging aus Rhöndorfer Sicht vollkommen in die Hose. Schwelm packte in der Defensive zu, mit der robusten Spielweise kamen die Dragons überhaupt nicht klar. Turnover und Fehlversuche häuften sich, vor allem aber fanden die Gastgeber nicht mehr in die defensiven Zweikämpfe. Die Baskets erwischten die Dragons eiskalt und legten eine 9:0-Serie zum 46:56 hin (34.). Rhöndorf berappelte sich jedoch erneut und antwortete mit acht Punkten in Folge (25./54:56). Bis zum Start des Schlussviertels scorte dann aber nur noch Schwelm (30./54:62).
In den abschließenden zehn Minuten mühten sich die Dragons redlich, fanden jedoch kein Mittel, den Rückstand entscheidend zu verkürzen. Im Gegenteil: Die Baskets blieben konstant zweistellig in Front und setzten sich drei Minuten vor Spielende sogar mit 18 Punkten ab (63:81). Im sicheren Gefühl des Sieges ließen die Gäste dann die Zügel schleifen, sodass Rhöndorf noch erfolgreiche Ergebniskosmetik betreiben konnte (73:81).
Die Niederlage schmeckt für Rhöndorf beim Blick auf die Statistik noch ein bisschen bitterer. Die Dragons hatten sich nämlich mehr Wurfchancen als Schwelm erarbeitet, was jedoch wenig nützt, wenn man nur 26 Prozent seiner Dreier-Versuche trifft (7/27) und der Gegner 48 Prozent einnetzt (11/23). Da tröstet es wenig, dass Juhwan Harris-Dyson mit 18 Punkten und zehn Rebounds ein bemerkenswertes Double-Double markierte. Auch Kenan Reinhart (15 Pkt./3 Dreier), Benjamin Sadikovic (13 Pkt.), Duje Dujmovic (9 Pkt.) sowie Jorge Mejias (8 Pkt./8 Assists) lieferten ansprechende Leistungen ab. Beim Gegner zählten Zyon Patterson (22 Pkt.), Fabian Reichstadt (14 Pkt.), Robert Merz (13 Pkt.) und Erik Nyberg (11 Pkt.) zu den besten Scorern.
Für die Dragons erhöht die erneute Niederlage den Erfolgsdruck am kommenden Samstag natürlich. Ein Erfolgserlebnis gegen die Baskets Juniors TSG Westerstede ist zwar noch nicht zwingend erforderlich, würde die angespannte Situation jedoch ein wenig entspannen.
Max Becker (Headcoach Dragons Rhöndorf):
„Glückwunsch an Schwelm zum Sieg. Wir haben heute kämpferisch alles auf dem Feld gelassen, allerdings im ersten und dritten Viertel zu viele einfache Fehler gemacht, die Schwelm mit seiner Klasse bestraft hat. Unter dem Strich verlieren wir ein Spiel, in dem wir unser Bestes gegeben und das Possession-Game sogar gewonnen haben. Das tut natürlich weh. Es gibt uns aber trotzdem das Gefühl, gegen jeden Gegner in der Liga mitspielen zu können. Wir werden auf dieser Leistung aufbauen und mit voller Energie ins nächste Heimspiel gehen.“
Dragons Rhöndorf:
Schmid (4 Pkt.), Harris-Dyson (18 Pkt./10 Reb.), Dujmovic (9 Pkt./1 Dreier), Ilic (4 Pkt./6 Reb.), Scepanovic, Reinhart (15 Pkt./3 Dreier), Diallo (2 Pkt.), Böhning, Dobiecki, Mejias (8 Pkt./2 Reb./8 As.), Sadikovic (13 Pkt.)
EN Baskets Schwelm:
Zajic (2 Pkt.), Reichstadt (14 Pkt./2 Dreier), Bucur, Patterson (22 Pkt./3 Dreier), Merz (13 Pkt./3 Dreier), Stoll (5 Pkt./1 Dreier), Knörig (2 Pkt.), Noba (4 Pkt.), Nyberg (11 Pkt./2 Dreier), Gustrau (8 Pkt.)







