Inselcafé und Biergarten werden jetzt zur Marke: „Die Insel“

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Bad Honnef. „Der Hans, der kanns!“ titelte Honnef heute vor zwei Wochen. Da war gerade die Meldung durchgesickert, dass Hans Hatterscheid den Zuschlag für das Inselcafé samt Biergarten auf der Insel Grafenwerth erhalten sollte. Seit heute kann der Hans auch ganz offiziell. Punkt 12 Uhr mittags unterschrieben Bürgermeister Otto Neuhoff und der Gastronom den Pachtvertrag – zunächst für 10 Jahre.

Für den Betreiber des Biergartens RheinAir und des Restaurants Anleger 640 ein emotionaler Moment. Denn für ihn bedeutet das dritte Objekt am Rhein die Verwirklichung seines Traums von der RheinMeile. Dieses Projekt soll nun auch marketingtechnisch an Fahrt aufnehmen.

Dafür hat sich Hatterscheid mit Projektentwicklern zusammengetan. Die waren heute ebenfalls im Rathaus bei der Vertragsunterzeichnung anwesend und stellten die RheinMeile und das neue Inselrestaurant vor.

Zunächst: Am Gebäude soll nicht viel verändert werden. Natürlich wird alles gegen Hochwasser gesichert, tipptopp in Ordnung gebracht, neues Mobiliar angeschafft und auch der (barrierefreie) Haupteingang des Restaurants soll mehr ins Sichtfeld der Inselbesucher gerückt werden. Aber im Wesentlichen bliebe das Gebäude räumlich so erhalten wie es ist, so Frank Grabow vom Team-Grabow aus Königswinter, das für die Projektsteuerung und die Bausanierung zuständig ist.

Doller wirds bei der Marke. Denn Restaurant und Biergarten sollen ein Alleinstellungsmerkmal erhalten. Dabei dreht sich alles um „Die Insel“. Folgerichtig wird die Anlage den Namen „Die Insel – Grafenwerth“ tragen. Mit eigenem Logo, das neben dem Namen einen von einem Seil umschlungenen Halb-Anker erkennen lässt. Der soll die Verbindung zur Aranka herstellen, erklärt Daniel Sanjuan vom Designbüro w10B.

Setzten heute ihre Unterschrift unter den Pachtvertrag: Hans Hatterscheid und Bürgermeister Otto Neuhoff. Links der Erste Beigeordnete Holger Heuser

Der Stil der Innenausstattung soll einer robusten Patchworkeinrichtung mit Anleihen an Industrieoptik entsprechen, originelle Details sollen zur Einmaligkeit beitragen.

Entgegen ersten Überlegungen wird der Biergarten nun doch einen „Chillfaktor“ erhalten – zu vermuten sind da unter anderem Liegestühle wie im Rheinbreitbacher Biergarten.

Spannend wirds beim Bier. Hier soll es nicht nur die Vertragssorten geben, sondern eventuell auch ein eigenes Insel-Bier. Sicher sei das allerdings noch nicht, stoppt Sanjuan sogleich den spontan mobilisierten Speichelfluss. Dafür sind zur Stärkung der Marke  Merchandising-Produkte wie Becher mit dem Logo fest eingeplant.

Die Küche wird mediterran ausgerichtet, so Sanjuan, außerdem sind Events „mit und ohne Wasser“ in der Planung.

Am 1 Juli 2019 geht der Biergarten an den Start, zunächst provisorisch. Das kann bedeuten, dass es Getränke zu kaufen gibt, aber kein Essen. Bliebe es bei diesem Sachstand, könnten sich die Besucher natürlich – wie in einem echten bayrischen Biergarten – das Essen selber mitbringen. Das Restaurant öffnet im Mai 2020.

Den Termin hat sich Otto Neuhoff schon dick im Kalender angestrichen, denn dann soll auch der 1. Bauabschnitt der Inselaufwertung abgeschlossen sein. Dem Bau eines Verbindungsstegs zwischen den drei gastronomischen RheinMeilen-Highlights erteilte der Bürgermeister allerdings eine Absage. Das sei kompliziert und teuer. Außerdem müsse das Wasser- und Schifffahrtsamt einbezogen werden.

Damit sich jeder zu jeder Zeit über den Fortschritt der Entwicklung informieren kann, ist ganzjährig ein Infobüro im jetzigen Restaurant geplant.

 

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