Bad Honnef – Nach zuletzt zwei deutlichen Niederlagen gegen Essen und Herten erwarten die Fans am Samstag (31.01., 19:00 Uhr) wieder ein anderes Gesicht ihrer Dragons. Sicher leichter gesagt als getan, denn mit den EN Baskets Schwelm tritt der Tabellenvierte am Menzenberg an. Rhöndorf muss sich also gewaltig strecken, um das erhoffte Erfolgserlebnis einzufahren. Was natürlich guttun würde, denn die Verfolger sind den Rheinländern dicht auf den Fersen.
Schwelm scheint das zwischenzeitliche Tief jedenfalls überwunden zu haben. Am vergangenen Wochenende beendete das Team aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis mit einem Sieg über Neustadt die schwarze Serie von vier Niederlagen. Ob die Mannschaft von Headcoach Falk Möller damit wieder zurück in der Erfolgsspur ist, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall haben die Baskets ein Duo im Kader, das in der Hinserie bleibenden Eindruck in der Liga hinterlassen hat.
Zunächst wäre da Zyon Patterson zu nennen. Der amerikanische Small Forward hat einen starken Zug zum Korb und gibt seinem Team durchschnittlich 18,8 Punkte pro Spiel, hat in dieser Saison aber auch schon zweimal die 30er-Marke geknackt. Ohne Zweifel einer der herausragenden Importspieler der Liga. Ebenfalls zur Crème im Norden zählt Marius Stoll. Vielleicht ist er derzeit sogar der beste deutsche Point Guard der ProB, der in der abgelaufenen Spielzeit maßgeblich am Aufstieg der Bayer Giants Leverkusen in die ProA beteiligt war. Aktuell liefert der 26-Jährige im Schnitt 7,6 Punkte und 7,4 Assists.
Nur die Kreise der beiden einzugrenzen, reicht allerdings nicht aus, will man eine Chance auf Erfolg haben. Um diese Achse herum tummeln sich nämlich ein halbes Dutzend Spieler, die in der laufenden Saison schon regelmäßig zehn Punkte oder mehr eingestreut haben. Hier seien stellvertretend der Ex-Drache Marc Klesper, Erik Nyberg oder Jascal Niclas Knörig genannt. Insgesamt darf der Kader der Gäste als durch die Bank stabil bezeichnet werden. Rhöndorfs Defensive ist gut beraten, wenn sie sich auf schnelle und kleine Line-ups einstellt. Denn Schwelm ist häufig mit guardlastigen Rotationen unterwegs.
Die Ausgangssituation für die Dragons hat sich am letzten Spieltag nochmals verschärft. Stahnsdorf und Iserlohn sind Rhöndorf tabellarisch dicht auf den Fersen. Nur noch einen Sieg Vorsprung haben die Badestädter auf die Abstiegszone, allerdings auch nur zwei Punkte Rückstand auf den Playoffrang. Ab jetzt ist also jede Begegnung ein kleines Endspiel für die Dragons. Positiv stimmt, dass Coach Max Becker voraussichtlich seine Bestbesetzung aufs Feld schicken kann.
Klaus Beydemüller







