Rhein-Sieg-Kreis – Der Abfallkalender der Rhein-Sieg-Abfallwirtschaftsgesellschaft (RSAG) steht vor einer grundlegenden Veränderung: Ab dem Jahr 2026 wird das gedruckte Exemplar nicht mehr automatisch an alle Haushalte im Rhein-Sieg-Kreis verteilt. Stattdessen setzt das kommunale Entsorgungsunternehmen vollständig auf digitale Wege. Der neue Abfallkalender 2026 ist ab sofort über die RSAG-Website und die RSAG-App verfügbar.
Mit dieser Umstellung reagiert die RSAG nach eigenen Angaben auf das veränderte Informationsverhalten vieler Bürgerinnen und Bürger. Besonders jüngere Nutzerinnen und Nutzer greifen heute überwiegend online auf Informationen zu. Auch der Wunsch nach kurzfristigen Aktualisierungen wachse. „Immer mehr Menschen wünschen sich aktuelle Informationen in Echtzeit – besonders, wenn sich Termine ändern“, sagt Philip Moll, Pressesprecher der RSAG. „Zudem helfen RSAG-Website, RSAG-App und der Infomail-Service dabei, Abfuhrtermine zuverlässig im Blick zu behalten.“
Individuelle Übersicht per App und Website
Über die RSAG-Onlineplattform besteht die Möglichkeit, eine persönliche Jahresübersicht für 2026 zu erstellen oder gezielt einzelne Abfuhrtermine anzeigen zu lassen. Außerdem können Nutzer eine Kalenderdatei für mobile Geräte exportieren. Auf der Website findet sich dazu auch ein Erklärvideo sowie eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die den Einstieg erleichtern sollen.
Zusätzliche Erinnerungsfunktionen bietet die RSAG-App per Push-Benachrichtigung. Eine weitere Option ist der kostenfreie Infomail-Service, der die Termine per E-Mail versendet. Beide Dienste sollen dabei helfen, keine Müllabfuhr mehr zu verpassen.
Unterstützung für Bürger ohne Internetzugang
Auch für Menschen ohne digitalen Zugang hat die RSAG eine Lösung. Wer die Dienste nicht selbst nutzen kann, wird ermutigt, Unterstützung im Familien- oder Bekanntenkreis zu suchen – etwa beim Ausdrucken der Termine. Für Personen, die überhaupt keine Möglichkeit haben, die Termine digital einzusehen oder auszudrucken, stellt die RSAG auf Anfrage eine Übersicht zur Verfügung. Diese kann telefonisch über die Nummer 02241 306 306 angefordert werden.
Nachhaltiger Schritt mit Umwelteffekt
Neben dem praktischen Nutzen betont die RSAG auch ökologische Vorteile der Umstellung. Durch den Wegfall der flächendeckenden Druck- und Papierproduktion würden künftig große Mengen an Energie und Ressourcen eingespart. Unter dem Motto „Digitale Informationen – gut für die Umwelt“ soll die Digitalisierung so gleichzeitig einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.
Die neue Strategie markiert einen deutlichen Wandel in der regionalen Abfallkommunikation – und dürfte andere Kommunen und Entsorger dazu anregen, ähnliche digitale Konzepte zu prüfen.






