Bonn/Rhein-Sieg-Kreis – Der geplante Verkauf eines Grundstücks am Flugplatz Bonn-Hangelar hat eine politische Kontroverse ausgelöst, die auch den Landrat des Rhein-Sieg-Kreises und den Bonner Oberbürgermeister erfasst. Im Zentrum steht die Frage, ob die Flugplatzgesellschaft Hangelar ihr Vorkaufsrecht hätte ausüben sollen – und ob politische Einflussnahme eine Rolle gespielt hat. Darüber hat der Bonner General-Anzeiger mehrfach berichtet.
Das betroffene Gelände, auf dem unter anderem eine Flugzeugwerft ansässig ist, sollte von den bisherigen Eigentümern veräußert werden. Als Gesellschafterin der Flugplatzgesellschaft ist die Stadt Bonn über die Stadtwerke Bonn (SWB) maßgeblich beteiligt. Nach Informationen aus politischen Gremien sprachen sich sowohl Bonns Oberbürgermeister Guido Déus (CDU) als auch Rhein-Sieg-Landrat Sebastian Schuster (CDU) dagegen aus, dass die Flugplatzgesellschaft ihr Vorkaufsrecht nutzt.
Demgegenüber entschieden sich die Stadtwerke Bonn, das Grundstück dennoch erwerben zu wollen.
Zusätzliche Brisanz erhielt der Fall durch einen weiteren Kaufinteressenten aus der Privatwirtschaft. Der soll dem Bonner CDU-Kreisverband im Wahljahr 30.000 EUR gespendet haben, berichtet der General-Anzeiger.
Oberbürgermeister Déus und Landrat Schuster weisen den Vorwurf unzulässiger Einflussnahme zurück. Sie betonen, ihre Einschätzungen hätten sich an wirtschaftlichen und planerischen Erwägungen orientiert. Mehr hier.







