Bad Honnef – Vor vier Jahren gab das Trio um die Pianistin und Komponistin Stephanie Troscheit sein Debüt im Kunstraum Bad Honnef. Am vergangenen Wochenende feierte die Formation ihr vierjähriges Bestehen – und bewies im ausverkauften Lilo einmal mehr, warum sie zu den spannendsten Ensembles der aktuellen Jazz- und Improvisationsszene zählt.
Ein Programm zwischen Hommage und Neuschöpfung
Das Jubiläumskonzert war bewusst anders: Statt auf bewährte Stücke zu setzen, präsentierte das Trio eine Mischung aus Fremdkompositionen und Uraufführungen. Die ausgewählten Werke – von Komponist:innen, die Troscheit künstlerisch geprägt haben – wurden zu einem musikalischen Dialog zwischen Vergangenheit und Zukunft. Besonders die neuen Kompositionen der Pianistin unterstrichen ihr Credo: Musik als lebendigen, sich ständig weiterentwickelnden Prozess zu begreifen.
Kraftvoll, sensibel, dialogisch
Bad Honnef – An der Seite von Fritz Roppel (Kontrabass) und Wim de Vries (Schlagzeug) entfaltete Troscheit ein vielschichtiges Klangbild – mal zart und introspektiv, mal energiegeladen und rhythmisch komplex. Die drei Musiker agierten mit spürbarer Spielfreude und hochkonzentriertem Zusammenspiel, das das Publikum von den ersten Takten an fesselte.

Begeisterte Resonanz im ausverkauften Haus
Das Lilo war bis auf den letzten Platz besetzt, die Stimmung eine Mischung aus gespannter Aufmerksamkeit und ausgelassener Feierlaune. Der langanhaltende Applaus am Ende des Abends sprach Bände: Die treue Fangemeinde des Trios – und zahlreiche Neulinge – würdigten eine Performance, die Tradition, Inspiration und Neuerfindung vereinte.
Eine Reise, die weitergeht
Das Konzert machte deutlich: Das Trio Stephanie Troscheit steht nicht still. Es ist eine Formation, die sich ständig neu erfindet – und dabei ihr Publikum mitnimmt. Wer diesen Abend verpasst hat, sollte die nächsten Termine im Auge behalten: Die musikalische Reise ist noch lange nicht zu Ende.







