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Bad Honnef. Eine umfangreiche Rodungsaktion auf dem Gelände am Wasserwerk an der Lohfelder Straße sorgt bei Anwohnern für erhebliche Unruhe. Wo früher unter anderem die Bogenschützen des TV Eiche trainierten, rückte in den vergangenen Tagen schweres Gerät an. Büsche und alter Baumbestand wurden großflächig entfernt – nach Einschätzung von Anliegern weit über das übliche Maß hinaus.
Nach Aussagen von Anwohnern seien nicht nur Sträucher beseitigt worden, die bislang als natürlicher Sicht- und Lärmschutz dienten, sondern auch zahlreiche ältere Bäume gefällt worden. Diese hätten insbesondere für die Vogelwelt wichtige Rückzugs- und Nistmöglichkeiten geboten. Zurückgeblieben sei eine weitgehend freigeräumte Fläche.
Michael Saffenreuter, Anwohner der Lohfelder Straße, übt deutliche Kritik an der Maßnahme. Bei der Fällaktion seien „jedes Augenmaß und die Verhältnismäßigkeit verloren gegangen“, so der Jurist. Mit großem Tempo sei ein nahezu vollständiger Kahlschlag vorgenommen worden. Dabei seien nach seiner Darstellung sogar Bäume und Sträucher entfernt worden, die sich außerhalb der eigentlichen Geländeumzäunung befunden hätten.
Der Eingriff habe nicht nur ökologische Folgen, sondern verändere auch das Landschaftsbild erheblich. Besonders problematisch sei dies vor dem Hintergrund von Gerüchten, wonach die Bad Honnef AG (BHAG) auf dem Gelände einen Solarpark errichten wolle. Durch die Rodung sei der Blick auf eine mögliche künftige Anlage nun vollständig freigelegt.
Ob die Arbeiten tatsächlich im Zusammenhang mit einer geplanten Photovoltaikanlage stehen, ist bislang unklar. In diesem Kontext verweisen Beobachter auf den Ratsbeschluss vom 3. Juli 2025, mit dem der Bebauungsplan Nr. 45 „Wasserschutzzone II – Aufhebung“ als Satzung in Kraft gesetzt wurde. Welche konkreten baulichen Entwicklungen sich daraus ergeben, ist derzeit offen.
Anfragen von Honnef heute an die BHAG sowie an die Stadt Bad Honnef zu den Hintergründen der Rodungsarbeiten und möglichen Bauplänen blieben bislang unbeantwortet.










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