Bonn – Zum 30-jährigen Jubiläum als UNO-Stadt setzt Bonn 2026 erneut ein sichtbares Zeichen für internationale Zusammenarbeit und kulturelle Vielfalt. Das Kulturamt der Stadt Bonn schreibt zum vierten Mal den Street-Art-Wettbewerb für die legale Graffiti-Übungswand „Hall of Fame“ am Brassertufer aus. Im Mittelpunkt steht ein großformatiges Wandbild, das sich thematisch mit den Vereinten Nationen und ihrem Engagement für Frieden, Gerechtigkeit und eine nachhaltige Zukunft auseinandersetzt. Bewerben können sich sowohl (Nachwuchs-) Einzelkünstlerinnen und -künstler, als auch Crews – aus Bonn und darüber hinaus.
Der Wettbewerb richtet sich an Einzelkünstlerinnen und -künstler ebenso wie an Graffiti-Crews. Bewerbungsschluss ist Sonntag, der 15. Februar 2026. Gesucht werden kreative Entwürfe für das Sommermural 2026, das während des Sommerhalbjahres die Wand unterhalb der Terrasse des Ameron Bonn Hotel Königshof gestalten wird. Die Hotelanlage stellt die Fläche zur Verfügung und ermöglicht damit einen zentralen, gut sichtbaren Ort für Street Art in der Bonner Innenstadt.
Aufgrund der besonderen Lage am Rhein ist die Wand saisonal unterschiedlich nutzbar. Während im Winterhalbjahr zwischen dem 15. Oktober und dem 15. März legales Sprühen und Malen möglich ist, wird im Sommerhalbjahr aus Rücksicht auf die Außengastronomie ein temporäres, zusammenhängendes Wandbild gezeigt. Dieses Mural entsteht im Rahmen des Wettbewerbs und bleibt über mehrere Monate bestehen. Kooperationspartner ist der Bonner Verein Arts Four Love, der sich seit Jahren für legale Graffiti-Flächen und niedrigschwellige Kunstangebote für junge Menschen einsetzt.
Inhaltlich knüpft der Wettbewerb an die besondere Rolle Bonns als deutscher Standort der Vereinten Nationen an. Seit dem Zuzug des UN-Freiwilligenprogramms im Jahr 1996 und des Klimasekretariats kurze Zeit später hat sich Bonn zu einem bedeutenden UN-Standort entwickelt. Heute sind 27 Organisationen der Vereinten Nationen mit rund 1.200 Beschäftigten in der Stadt ansässig. Ihre Arbeit konzentriert sich auf globale Zukunftsfragen wie Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung, Biodiversität, Frieden und soziale Gerechtigkeit.
Diese Themen sollen auch im künstlerischen Wettbewerb aufgegriffen werden. Der inhaltliche Rahmen orientiert sich an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen, die als Leitlinie für die Arbeit der UN in Bonn dienen. Die gestalterischen Vorgaben sind bewusst offen gehalten. Ob gegenständlich oder abstrakt, politisch direkt oder symbolisch verdichtet – zugelassen sind vielfältige künstlerische Ansätze. Eingereicht werden kann sowohl ein durchgängiges Gesamtkonzept als auch eine Skizze mit einzelnen zentralen Motiven wie Figuren, Szenen oder Landschaften.
Mit dem Wettbewerb verbindet die Stadt Bonn die Jubiläumsfeierlichkeiten zur UNO-Stadt mit urbaner Kunst im öffentlichen Raum. Die „Hall of Fame Königshof“ soll damit nicht nur ein Ort für Street Art sein, sondern auch ein visuelles Statement zu globaler Verantwortung und gemeinsamer Zukunftsgestaltung.
Weitere Informationen zu Teilnahmebedingungen und zur vollständigen Ausschreibung sind auf der Website der Stadt Bonn zu finden.











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