Berlin / Nordrhein‑Westfalen – Für Dienstag, den 20. Januar, hat die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di zu einem großflächigen Warnstreik im Straßenbau aufgerufen. Betroffen sind Beschäftigte der Autobahn GmbH des Bundes sowie der Landesstraßenbauverwaltungen; rund 14.000 Mitarbeiter der Autobahn GmbH und mehrere Tausend Landesbeschäftigte nehmen an Arbeitskampfmaßnahmen, Protestaktionen und Kundgebungen teil. Gestreikt werden soll nach bisherigen Informationen von Dienstag (20.1.) ab 16 Uhr bis Mittwoch (21.1.) um 16 Uhr.
Die Gewerkschaft fordert 7 % mehr Gehalt pro Monat, mindestens jedoch 300 Euro, um insbesondere die unteren Lohngruppen zu entlasten und die Attraktivität der Branche zu steigern.
Verkehrsbeeinträchtigungen im Rheinland
In Nordrhein‑Westfalen werden am Dienstagnachmittag alle 28 Tunnelleitzentralen bestreikt, was dazu führen kann, dass zahlreiche Tunnel aus Sicherheitsgründen ganz oder teilweise gesperrt werden.
Dort erfolgt die Überwachung und Steuerung von insgesamt 37 Straßentunneln in der Zuständigkeit von Straßen.NRW. 13 dieser Straßentunnel mit einer Länge von über 400 Metern dürfen nur betrieben werden, wenn die Tunnelleitzentrale besetzt ist.
Eine Besonderheit stellt der B42-Tunnel Oberdollendorf Galerie in Königswinter dar. Dieser „14. Tunnel“ ist nur 275 Meter lang, aber als Bestandteil der B42-Tunnelkette von besonderer Bedeutung. Kommt es dort zu streikbedingten Arbeitsausfällen, werden die betroffenen Tunnel aus Sicherheitsgründen vollständig gesperrt. Eine Wiedereröffnung ist erst nach Beendigung des Warnstreiks möglich.
Ziel von Straßen.NRW ist es, den Tunnelbetrieb bestmöglich aufrecht zu erhalten. In der Regel arbeiten bis zu drei Tunneloperatoren pro Schicht in der TLZ.NRW. Im Falle eines Streiks voraussichtlich weniger. Da dann die Verkehrssicherheit potenziell gefährdet wäre, sind Sperrungen von Tunneln deshalb nicht auszuschließen.










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