Bonn-Endenich. Ein Brand in einer großflächigen Tiefgarage im Steinweg hat am frühen Abend einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst ausgelöst. Kurz nach 19 Uhr meldeten Anrufer über den Notruf eine starke Rauchentwicklung aus der Tiefgaragenzufahrt sowie aus mehreren Abluftöffnungen.
Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte bestätigte sich die Lage: In der Tiefgarage waren insgesamt drei Pkw in Brand geraten. Auslaufender Kraftstoff führte zu einer raschen Ausbreitung des Feuers und zu einer massiven Rauchentwicklung. Insgesamt sechs zusammenhängende Wohngebäude mit unterirdischem Zugang zur Tiefgarage waren betroffen. Der Rauch drang zeitweise in die Treppenräume der Mehrfamilienhäuser an der Steinstraße und der benachbarten Effertzstraße ein.
Aus Sicherheitsgründen mussten zu Beginn des Einsatzes 52 Bewohnerinnen und Bewohner, darunter mehrere Kinder, aus den Gebäuden geführt werden. Teilweise kamen sogenannte Brandfluchthauben zum Einsatz, um die Menschen vor dem giftigen Rauch zu schützen. Mit bis zu acht Hochleistungslüftern wurde der Rauch aus den Treppenräumen gedrückt.
Parallel dazu bekämpften Einsatzkräfte unter schwerem Atemschutz den Brand in der Tiefgarage. Unterstützt wurden sie durch ein Löschunterstützungsfahrzeug der Feuerwehrwache Bad Godesberg, das maßgeblich zur Entrauchung der Tiefgarage beitrug und die Sichtverhältnisse für die Feuerwehr verbesserte.
Verletzt wurde niemand. Die evakuierten Bewohnerinnen und Bewohner wurden zeitweise in zwei von den Stadtwerken Bonn bereitgestellten Bussen betreut und konnten später in ihre Wohnungen zurückkehren. Lediglich die Tiefgarage bleibt nach dem Brand vorerst unbenutzbar.
Der Einsatz dauerte rund drei Stunden. Etwa 100 Kräfte der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen Feuerwehr sowie des Rettungsdienstes waren im Einsatz. Beteiligt waren die Feuerwachen aus Bonn, Beuel und Bad Godesberg sowie nahezu alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr. Viele der Einsatzkräfte waren bereits in der zurückliegenden Silvesternacht stark gefordert gewesen.
Parallel zu dem Großeinsatz kam es im Stadtgebiet zu weiteren Einsätzen, darunter mehrere Containerbrände sowie eine Feuermeldung, die sich glücklicherweise als Fehlalarm herausstellte.











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