Rhein-Sieg-Kreis/Meckenheim – Gegen einen für den 29. Januar geplanten Stammtisch der AfD in Meckenheim formiert sich Protest. Als Gastrednerin ist die Europaabgeordnete Irmhild Boßdorf angekündigt. Mehrere zivilgesellschaftliche und politische Gruppen rufen aus diesem Anlass zu einer Kundgebung auf.
Organisiert wird der Protest von einem breiten Bündnis, dem unter anderem die Omas gegen Rechts Rheinbach, Die Linke Rheinbach/Meckenheim/Alfter, die Linksjugend Euskirchen, die Initiative „Alfter bleibt bunt“ sowie das Bonner Bündnis gegen Rechts angehören. Eine Sprecherin des Bündnisses erklärte, man wolle sich der AfD und ihren politischen Positionen entschlossen entgegenstellen.
Irmhild Boßdorf sitzt für die AfD im Europäischen Parlament. In der Vergangenheit hatte sie unter anderem mit Forderungen nach einer „millionenfachen Remigration“ sowie mit Aussagen über einen angeblich „menschengemachten Bevölkerungswandel“ Aufmerksamkeit erregt. Zudem wird sie der neurechten Szene zugerechnet. Medien und Beobachter verweisen dabei auf Verbindungen zur Identitären Bewegung sowie auf ein enges Verhältnis zum AfD-Bundestagsabgeordneten Matthias Helferich, der sich selbst als „freundliches Gesicht des NS“ bezeichnet hatte.
Im Europäischen Parlament ist Boßdorf Mitglied im Ausschuss für die Rechte der Frauen. Kritikerinnen und Kritiker werfen ihr vor, dieses Amt zu nutzen, um antifeministische und demokratiefeindliche Positionen zu vertreten.
Das Bündnis betont, Ziel des Protests sei es, der AfD und insbesondere extrem rechten Positionen keine Bühne zu bieten. Man wolle deutlich machen, dass rassistische, völkische und menschenfeindliche Ideologien auch außerhalb der Großstädte auf Widerstand stoßen.
Die Kundgebung ist für den 29. Januar um 18.15 Uhr am Meckenheimer Bahnhof angekündigt. Darüber hinaus sind gemeinsame Anreisen aus Bonn und Euskirchen geplant.







