Bad Honnef. Der Hochwasserschutz im Ortsteil Rommersdorf rückt erneut in den Fokus der Kommunalpolitik. In der ersten Sitzung des neu gebildeten Umweltausschusses hat die CDU einen Antrag eingebracht, mit dem sie die Umsetzung seit Langem vorliegender Maßnahmen einfordert. Nach Angaben der Christdemokraten liegen die Planungen seit rund zwölf Jahren vor – realisiert worden sei bislang jedoch nichts.
Der umweltpolitische Sprecher der CDU, Ratsherr Stephan Schütte, spricht von einem deutlichen Umsetzungsdefizit. In seinem Antrag erinnert er an das Starkregenereignis vom 14. Juli 2021 im Zusammenhang mit dem Ahrhochwasser. Damals hätten Bürgerinnen und Bürger in Rommersdorf mit Hacken und Schaufeln eingegriffen, um zu verhindern, dass sich die enge Abflussrinne des Möschbaches mit Geröll und Ästen zusetzt. Nur durch diesen Einsatz sei eine Überflutung der angrenzenden Häuser verhindert worden, so Schütte.
Bereits im Sommer 2013 hatte es in dem Stadtteil ein vergleichbares Starkregenereignis mit Überschwemmungen und erheblichen Schäden gegeben. Vor diesem Hintergrund mahnt die CDU ein schnelleres Handeln an. „Im Zeitalter des Klimawandels ist es nicht eine Frage des ob, sondern eine Frage des wann, bis der nächste Starkregen über dem Siebengebirge niedergeht“, erklärte CDU-Fraktionsvorsitzende Elke Buttgereit. Der Schutz von Bürgerinnen und Bürgern sowie ihres Eigentums dulde daher keinen weiteren Aufschub.
Nach Auffassung der CDU betrifft der Handlungsbedarf nicht nur den Möschbach. Auch andere Bachläufe im Stadtgebiet spielten bei Starkregen eine zentrale Rolle für die Entwässerung. Sie müssten regelmäßig gepflegt und – wo nötig – durch gezielte Ausbaumaßnahmen für den Hochwasserschutz ertüchtigt werden.
Hochwasser vor 100 Jahren
Vor 100 Jahren war das Hochwasser im Januar 1926 mit dem Pegel Bonn von 1010 cm eines der höchsten Hochwasser nach dem Jahrtausendhochwasser 1784 und dem im Jahr 1882. Erst 1993 war der Pegelstand Bonn mit 1013 cm höher.
Das Virtuelle Brückenhofmuseum konnte dazu in den letzten 14 Tagen seine Galerie mit einigen Bildern ergänzen. Zu den Ereignisorten Bonn, Niederdollendorf und Königswinter kamen Fotos aus Beuel, Bad Godesberg, Rhöndorf und Rheinbreitbach.
Das „Neujahrshochwasser“ von 1926 richtete große Schäden an, da noch keine Schutzmaßnahmen wie heute errichtet waren. Hier die GALERIE „Hochwasser 1926“.
Zur umfangreichen Information für Sie:
Die Gesamtdokumentation zum Hochwasser in der Region Siebengebirge von 1784 bis heute.











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