Bad Honnef – Die CDU Bad Honnef wertet die Entscheidung des Regionalrats Köln zum Ausbau der Windenergie als bedeutenden Fortschritt für die Stadt. Mit dem Beschluss werden vier Hektar im Stadtwald am Dachsberg östlich der A3 im Bereich Aegidienberg planerisch für Windenergieanlagen gesichert. Die Christdemokraten sprechen von einem „Meilenstein für die Windkraft in Bad Honnef“.
Auch wenn die ausgewiesene Fläche im Vergleich zu den rund 15.000 Hektar geeigneter Windenergieflächen im gesamten Regionalplan klein erscheint, sieht die CDU darin großes Potenzial. Nach Angaben des umweltpolitischen Sprechers Stephan Schütte könnten dort bis zu drei Windenergieanlagen entstehen. „Verglichen mit den insgesamt gut 15.000 Hektar, die der Regionalplan als geeignet für Windenergie festlegt, erscheinen die vier Hektar in Bad Honnef fast unbedeutend. Aber diese Flächen – sie liegen außerhalb des Naturschutzgebietes Siebengebirge – bieten trotzdem die große Chance, bis zu drei Windenergieanlagen zu bauen“, so Schütte. Mit moderner Technik ließe sich damit Strom für mehr als 10.000 Haushalte erzeugen – und damit für über die Hälfte der Bad Honnefer Haushalte.
Dass die Möglichkeiten für Windenergie in Bad Honnef begrenzt sind, führt die CDU auf die besonderen örtlichen Rahmenbedingungen zurück. Das Naturschutzgebiet Siebengebirge sowie gesetzliche Abstandsregelungen zur Bebauung schränkten die Planung stark ein. Der Dachsberg gelte jedoch als besonders geeignet, da dort gute Windverhältnisse herrschten und die Anlagen auf bereits geschädigten Kahlflächen errichtet werden könnten, ohne ökologisch wertvollen Laubwald zu beeinträchtigen.
Der vom Regionalrat beschlossene „Sachliche Teilplan Erneuerbare Energien“ berücksichtigt nach Angaben der CDU zahlreiche Ausschluss- und Abwägungskriterien, darunter Naturschutz, Verkehrsinfrastruktur und Richtfunkstrecken. Mit dem Beschluss könnten nun die auf Initiative der CDU angestoßenen Planungen konkretisiert werden. „Das kann für unsere Stadt ein entscheidender Schritt in Richtung Klimaneutralität und Umweltschutz werden“, erklären die CDU-Spitzen Jonathan Grunwald und Elke Buttgereit.
Grunwald verweist zudem auf den Nachholbedarf der Stadt bei der Nutzung erneuerbarer Energien. „Beim Ausbau Erneuerbarer Energien zur Strom- und Wärmeversorgung hat Bad Honnef Nachholbedarf“, betont der Parteivorsitzende. Nach dem städtischen Klimaschutzkonzept wurden im Jahr 2020 lediglich 3,4 Prozent des Stromverbrauchs im Stadtgebiet aus erneuerbaren Energien gedeckt.
Die CDU betont, dass der Windkraftausbau Teil einer umfassenden kommunalen Klima- und Umweltstrategie sei. Dazu zählten der Schutz der Waldgebiete im Siebengebirge und Westerwald, der klimaresiliente Umbau des Stadtwaldes sowie Maßnahmen zur Förderung der Artenvielfalt in Zusammenarbeit mit Forstbehörden, Naturschutzinitiativen und lokalen Akteuren.











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