Bad Honnef. Die geplante Sperrung des Park-and-Ride-Parkplatzes an der Endhaltestelle der Stadtbahn sorgt für wachsenden Unmut – nicht zuletzt beim Fraktionsgeschäftsführer von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stadtrat, Frédéric Fraund. Der hebt hervor, dass die Antworten der Stadtverwaltung auf eine umfangreiche Anfrage mehr Fragen aufwerfen, als sie klären.
Im Zentrum der Kritik steht der geplante Zeitpunkt der Sperrung: Bereits ab Mitte April soll der Parkplatz mit bis zu 200 Stellplätzen vollständig geschlossen werden – obwohl der eigentliche Baubeginn erst für den 11. Juli vorgesehen ist. Damit droht eine bis zu dreimonatige Vollsperrung ohne erkennbare Bautätigkeit.
Die Verwaltung bestätigte, dass der Baustelleneinrichtungsplan der ausführenden Firma Strabag Rail GmbH zwar bereits am 16. Januar 2026 eingegangen sei, jedoch noch immer nicht abschließend abgestimmt wurde, wobei die Stadtverwaltung auf die Zulieferung der Projektpartner, der DB InfraGO und Strabag Rail GmbH, angewiesen ist.
Entsprechend unklar bleiben zentrale Fragen – etwa ein konkretes Datum für die Sperrung oder deren tatsächlicher Umfang. Immerhin kündigte die Stadt an, sich dafür einsetzen zu wollen, dass nur die tatsächlich benötigten Flächen gesperrt werden.
Auch bei den dringend benötigten Alternativen für Pendlerinnen und Pendler herrscht bislang Planungsunsicherheit. In Abstimmung mit dem Rhein-Sieg-Kreis wird derzeit geprüft, ob die Buslinien 561, SB 51, 566 und 567 verdichtet werden können. Konkrete Entscheidungen stehen jedoch noch aus. Positiv zu vermerken ist, dass im Zuge der Generalsanierung zusätzliche Fahrradabstellanlagen an der Endhaltestelle entstehen sollen.
Besonders kritisch bewertet Fraund, dass Ersatzparkplätze zwar laut Verwaltung „höchste Priorität“ haben, konkrete Lösungen aber noch nicht präsentiert wurden. Für viele Berufspendlerinnen und -pendler sei der P+R-Platz ein zentraler Baustein ihrer täglichen Mobilität.
Frédéric Fraund macht deutlich, dass es vor allem an Koordination zwischen den beteiligten Akteuren mangele. Eine frühzeitige und umfassende Abstimmung sei zwingend erforderlich, um unnötige Belastungen für die Bürgerinnen und Bürger zu vermeiden. Er fordert daher mehr Transparenz und Verlässlichkeit. Pendlerinnen und Pendler müssten rechtzeitig wissen, worauf sie sich einstellen müssen – und dürften nicht erst dann mit den Folgen konfrontiert werden, wenn die Sperrung bereits umgesetzt ist.
Die Stadt kündigte mittlerweile an, die Öffentlichkeit fortlaufend zu informieren, sobald neue Erkenntnisse von DB InfraGO und Strabag Rail GmbH vorliegen. Bis dahin bleibt die Situation für viele Betroffene jedoch ungewiss.











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