Bonn – Ein Baum, der 150 bis 200 Jahre gepflegt wurde, ist mehr als nur Holz – er ist ein Stück lebendige Geschichte. Beim diesjährigen Verkauf hochwertiger Laubholzstämme, der 42. Wertholzsubmission Rheinland, stand vor allem die Eiche im Fokus. Organisiert vom Regionalforstamt Rhein-Sieg-Erft, wurde am 5. März 2026 im Kottenforst bei Bonn die Versteigerung wertvoller Stämme aus der Region durchgeführt.
Insgesamt wurden 443 Stämme von privaten, kommunalen und staatlichen Forstbetrieben angeboten, vornehmlich Eichen, die rund 85 Prozent des Angebots ausmachten. „Die Wertholzsubmission würdigt die Arbeit von mehreren Generationen von Waldbewirtschaftern und zeigt zugleich, wie viel Organisation dahintersteckt“, betonte Franz van Elsbergen, Leiter des Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft.
Die Bäume stammen aus nachhaltiger Waldpflege: Es wird stets nur so viel Holz entnommen, wie nachwächst, um neue Waldgenerationen zu ermöglichen. Das angebotene Holz fand seinen Weg in zentrale Lagerplätze, wo Käufer aus Deutschland, Frankreich, Polen, Belgien und den Niederlanden die Stämme begutachten konnten. Insgesamt standen 780 Kubikmeter Holz zum Verkauf, das unter anderem für Möbelbau, Parkett, Fassküferei und Furnier genutzt wird.
Das höchste Gebot des Tages erzielte ein Eichenstamm aus dem Staatswald des Forstreviers Tomberg in der Voreifel: Mit einem Durchmesser von 95 cm und einer Länge von 4,60 m erreichte er einen Preis von 3.252 Euro pro Kubikmeter – insgesamt 11.478,46 Euro. Dieser Stamm, als „Braut“ der Submission bezeichnet, unterstreicht die Wertschätzung für sorgfältig gepflegte Wertholzstämme.
Neben der Eiche präsentierten sich auch andere Laubhölzer wie Bergahorn, Esche, Kirsche, Birke, Linde oder Esskastanie. Nadelholz spielte in diesem Jahr eine untergeordnete Rolle. Van Elsbergen hob hervor, dass Wertholz ein zentrales Ziel nachhaltiger Waldbewirtschaftung sei: „Mit der Bereitstellung eines solch wertvollen Rohstoffs ermöglichen wir die Herstellung hochwertiger Produkte, die Jahrzehnte Freude bereiten und Kohlenstoff binden.“
Die Wertholzsubmission ist damit nicht nur ein wichtiger Teil der regionalen Holzvermarktung, sondern zeigt auch die generationsübergreifende Pflege unserer Wälder und die Bedeutung heimischer, nachhaltiger Rohstoffe.











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