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EZB belässt Leitzins bei 2,0 Prozent und verlängert Zinspause trotz Inflationsrisiken durch Nahost-Krieg

Letztes Update: 19.03.2026
dts Nachrichtenagentur
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3 Min Lesezeit
EZB (Archiv)
EZB (Archiv) / Bild: via dts Nachrichtenagentur
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Die Europäische Zentralbank (EZB) hat die Zinspause erneut verlängert und ihren Leitzins bei 2,0 Prozent belassen. Das teilte die Notenbank am Donnerstag nach ihrer Ratssitzung in Frankfurt mit.

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Dementsprechend liegen der Zinssatz für die Einlagefazilität sowie die Zinssätze für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte und für die Spitzenrefinanzierungsfazilität unverändert bei 2,00 Prozent, 2,15 Prozent beziehungsweise 2,40 Prozent.

Man sei entschlossen, dafür zu sorgen, dass sich die Inflation auf mittlere Frist beim Zielwert von zwei Prozent stabilisiere, so der EZB-Rat. Der Krieg im Nahen Osten habe allerdings zu deutlich unsichereren Aussichten geführt. Er habe Aufwärtsrisiken für die Inflation und Abwärtsrisiken für das Wirtschaftswachstum zur Folge. Durch höhere Energiepreise werde sich der Krieg auf kurze Frist erheblich auf die Inflation auswirken. Die mittelfristigen Auswirkungen würden sowohl von der Intensität und der Dauer des Konflikts als auch davon abhängen, wie die Energiepreise auf die Verbraucherpreise durchschlagen und die Wirtschaft beeinträchtigen.

Der EZB-Rat sei aber insgesamt gut gerüstet, um diese Unsicherheit zu bewältigen, hieß es weiter. Die Inflation liege in der Nähe des Zielwerts von zwei Prozent, die längerfristigen Inflationserwartungen seien fest verankert, und die Wirtschaft habe sich in den letzten Quartalen als widerstandsfähig erwiesen. Die in nächster Zeit eingehenden Daten sollen dabei unterstützen, die Auswirkungen des Krieges auf die Inflationsaussichten und die damit verbundenen Risiken zu beurteilen, so der EZB-Rat. Man beobachte die Lage genau und der datengestützte Ansatz werde dabei helfen, die Geldpolitik dementsprechend festzulegen.

Die neuen von Fachleuten der EZB erstellten Projektionen enthalten ausnahmsweise Informationen bis zum 11. März, einem späteren Redaktionsschluss als üblich. Im Basisszenario wird eine Gesamtinflation von durchschnittlich 2,6 Prozent für 2026, 2,0 Prozent für 2027 und 2,1 Prozent für 2028 erwartet. Die Inflation wurde gegenüber den Projektionen vom Dezember, insbesondere für 2026, nach oben revidiert. Ursächlich dafür ist, dass die Energiepreise aufgrund des Krieges im Nahen Osten höher sein werden.

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Bei der Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel gehen die Fachleute von durchschnittlich 2,3 Prozent für 2026, 2,2 Prozent für 2027 und 2,1 Prozent für 2028 aus. Dies ist ebenfalls höher als in den Projektionen vom Dezember angenommen, vor allem, weil die höheren Energiepreise auf die Inflation ohne Energie und Nahrungsmittel durchschlagen.

Die Fachleute erwarten zudem ein Wirtschaftswachstum von durchschnittlich 0,9 Prozent für 2026, 1,3 Prozent für 2027 und 1,4 Prozent für 2028. Dies bedeutet, insbesondere für 2026, eine Abwärtsrevision, in der sich die globalen Auswirkungen des Krieges auf die Rohstoffmärkte, die Realeinkommen und das Vertrauen widerspiegeln. Zugleich dürften die niedrige Arbeitslosigkeit, solide Bilanzen im privaten Sektor und die öffentlichen Ausgaben für Verteidigung und Infrastruktur das Wachstum weiterhin stützen.

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