Bad Honnef – Der Beschluss von CDU und Bürgerblock, die Eintrittspreise im Freizeitbad Grafenwerth zu erhöhen, stößt weiterhin auf deutliche Kritik. Nach Volt und SPD haben nun auch die Bad Honnefer Grünen die Entscheidung scharf beanstandet. Im Zentrum der Kritik steht die aus ihrer Sicht unverhältnismäßige Belastung von Kindern und Familien.
Während die Eintrittspreise für Erwachsene um rund zehn Prozent steigen sollen und damit nach Ansicht der Grünen in etwa die Inflation abbilden, fallen die Erhöhungen für Kinder deutlich höher aus. Je nach Tarif steigen die Preise hier um bis zu 16,7 Prozent und damit weit über die reale Teuerungsrate hinaus. Die Grünen sprechen von einer sozialen Schieflage, die insbesondere Familien treffe.
Besonders kritisch sehen sie zudem die Regelung zum Eintrittsalter. In Bad Honnef müssen Kinder bereits ab drei Jahren Eintritt zahlen, während in vielen umliegenden Kommunen Gebühren erst ab dem sechsten Lebensjahr erhoben werden. Ein Antrag, das Eintrittsalter an diese regionale Praxis anzupassen, sei von CDU und Bürgerblock abgelehnt worden.
Nach Angaben der Grünen zeigt der Wirtschaftsplan des Freizeitbads, dass eine moderatere Erhöhung der Kinder- und Familientarife wirtschaftlich problemlos möglich gewesen wäre. Auch bei einer Preissteigerung von unter zehn Prozent – analog zu den Erwachsenen – hätten die geplanten Mehreinnahmen von rund 10,7 Prozent für die Jahre 2026 und 2027 erreicht werden können.
Statt Familien zu entlasten, beschließe die Mehrheit im Rat höhere Belastungen für die jüngsten Badegäste und schwäche damit bewusst den familienfreundlichen Anspruch des Freizeitbads, so die Grünen. Sie fordern daher konkrete Korrekturen: kostenfreien Eintritt für Kinder bis sechs Jahre, eine maximale Tarifsteigerung von zehn Prozent auch für Kinder und Familien sowie insgesamt sozial verträglichere Anpassungen.
„Dieser Beschluss belastet gerade die Familien in unserer Stadt. Wer sich Familienfreundlichkeit auf die Fahnen schreibt, darf Kinder nicht stärker zur Kasse bitten als Erwachsene“, erklären die Grünen Bad Honnef abschließend.











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