Bad Honnef – Die Insel Grafenwerth ist seit vielen Jahren ein beliebter Ort für Freizeit, Sport und Erholung. Gleichzeitig kommt ihr eine besondere ökologische Bedeutung zu: Bereits seit 2006 ist sie als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen und grenzt unmittelbar an ein FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat). Diese Kombination macht die Insel zu einem sensiblen Naturraum, in dem zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten sowie schützenswerte Landschaftsformen beheimatet sind.
Um diesen unterschiedlichen Ansprüchen gerecht zu werden, verfolgt die Stadt ein differenziertes Nutzungs- und Schutzkonzept. Während der nördliche und zentrale Bereich der Insel weiterhin für Erholung, Spaziergänge und Freizeitaktivitäten offensteht, wird der südliche und östliche Teil schrittweise aus der intensiven Nutzung herausgenommen. In diesen Bereichen soll sich die Natur langfristig möglichst unbeeinflusst entwickeln können. Ziel ist es, ursprüngliche Landschaftsstrukturen wiederherzustellen und wertvolle Lebensräume für Flora und Fauna dauerhaft zu sichern.
Im Zuge dieses Schutzkonzeptes spielen auch die sogenannten „Biotop“-Schilder eine wichtige Rolle. Entgegen mancher Annahmen handelt es sich dabei nicht um eine neue Maßnahme. Die Schilder existieren bereits seit längerer Zeit und wurden kürzlich erneuert. Sie dienen in erster Linie der Information und Orientierung der Besucherinnen und Besucher. Durch die klare Kennzeichnung wird deutlich gemacht, dass es sich um besonders schützenswerte Naturbereiche handelt, die aus Gründen des Umwelt- und Artenschutzes nicht betreten werden sollten.
Die Beschilderung ist bewusst im gleichen Design wie die übrigen Hinweisschilder auf der Insel gehalten, teilt die Stadtverwaltung mit. Dadurch entstehe ein einheitliches Erscheinungsbild, das zu einer klaren und verständlichen Besucherführung beitrage. Die Maßnahme ist Teil eines konsequenten Pflege- und Schutzkonzeptes für die sensiblen Bereiche im Süden und Osten der Insel und keineswegs willkürlich.
Die Stadt: „Besucherinnen und Besucher werden aufgefordert, diese Naturschutzräume zu respektieren und Rücksicht auf die dort lebenden Tier- und Pflanzenarten sowie deren Lebensräume zu nehmen.“











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