Bad Honnef/Königswinter. Die Deutsche Bahn hat ihre Planungen zur Generalsanierung der rechtsrheinischen Bahnstrecke weiter konkretisiert. Besonders im Blick stehen dabei Bad Honnef und Königswinter, die aufgrund ihrer geografischen Lage entlang des Rheins als verkehrlich besonders sensibel gelten. Bereits in den vergangenen Jahren hatten umfangreiche Bauarbeiten an der B42 die Situation für Pendlerinnen und Pendler erheblich belastet.
Der Bad Honnefer Landtagsabgeordnete Jonathan Grunwald begrüßt das Vorhaben grundsätzlich, mahnt jedoch eine sorgfältige Umsetzung an: „Die Generalsanierung ist ein wichtiges und richtiges Projekt für eine leistungsfähige Schiene. Entscheidend ist jetzt, dass die Umsetzung zeitlich kompakt erfolgt, die Ersatzkonzepte funktionieren und die Menschen vor Ort transparent informiert werden.“ Er kündigt an, den Prozess eng zu begleiten und im Austausch mit der Bahn zu bleiben.
Umfangreiche Bauarbeiten geplant
Die Maßnahmen betreffen die gesamte Region und haben eine erhebliche Größenordnung:
Rund 37 Kilometer Gleise werden erneuert
54 Weichen ausgetauscht
14 Kilometer Oberleitungen modernisiert
Zusätzlich ist in der Königswinterer Altstadt eine neue Eisenbahnüberführung an der Drachenfelsstraße geplant.
Auch die Bahnhöfe im Siebengebirge werden umfassend modernisiert. Die Stationen in Bad Honnef, Rhöndorf, Königswinter und Niederdollendorf sollen barrierefrei ausgebaut werden. Besonders einschneidend ist die geplante Verlegung des Bad Honnefer Bahnhofs auf Höhe der Endhaltestelle, wo ein neuer Mobilitätsknoten entstehen soll. Zudem erhalten die Honnefer Bahnhöfe im Zuge des Adenauerjahres die Zusatzbezeichnung „Die Konrad-Adenauer-Stadt“.
Massive Einschränkungen für Pendler
Für Fahrgäste bringt die Generalsanierung jedoch erhebliche Einschränkungen mit sich. Vom 10. Juli bis zum 12. Dezember wird der Bahnverkehr der Linien RE 8 und RB 27 zwischen Troisdorf und Koblenz vollständig eingestellt.
Als Ersatz plant die Bahn einen umfangreichen Schienenersatzverkehr (SEV):
Buslinien zwischen Troisdorf und Koblenz (SEV RE 8)
Eine Schnellbuslinie (SEV RE 8X) mit Halt in Unkel und Bad Honnef sowie direkter Weiterfahrt über Ramersdorf nach Troisdorf
Beide Linien sollen im Halbstundentakt verkehren.
Mehr Information für Bürger angekündigt
Um die Bevölkerung frühzeitig einzubinden, will die Deutsche Bahn ihre Informationsangebote deutlich ausweiten. Neben Online-Portalen ist im Mai und Juni 2026 eine Infotour entlang der Strecke geplant. Ergänzend sollen im Vorfeld der Bauarbeiten Informationsflyer an Anwohner verteilt werden.
Auch politisch soll der Dialog vor Ort gestärkt werden: Jonathan Grunwald kündigte für den kommenden Monat einen Infoabend zum Thema „Mobilität im Siebengebirge“ an, bei dem Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit haben sollen, sich detailliert zu informieren und Fragen zu stellen.











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