Bad Honnef – Taucht die Innenstadt von Bad Honnef bald wieder ein in ein Blütenmeer? Das legendäre Rosenfest, das über zwei Jahrzehnte hinweg tausende Besucher:innen in die Stadt lockte, steht möglicherweise vor einer Rückkehr. Nach der überraschenden Streichung in den vergangenen Jahren gibt es nun Gerüchte, dass über eine Wiederbelebung des Festes nachgedacht wird.
Ein Fest mit Tradition und wirtschaftlicher Strahlkraft
Das Rosenfest war einst einer der Höhepunkte im Bad Honnefer Veranstaltungskalender – neben dem Martini Markt und dem Frühlingsfest. Jahr für Jahr verwandelte es die Innenstadt in ein farbenfrohes Spektakel, kombiniert mit einem verkaufsoffenen Sonntag, der den lokalen Einzelhandel stärkte. „Solche Events sind für uns existenziell“, betonte immer wieder der ehemalige Intersport-Chef Axel Schmidt und sprach damit vielen Händler:innen aus der Seele. Doch schon 2023 musste der Centrum e.V., der seit Jahrzehnten die Marktkultur in Bad Honnef prägt, das Fest aus Kostengründen absagen.
Warum es 2026 wieder ein Rosenfest geben könnte
Die Zeichen stehen auf „vielleicht“. Auf Anfrage teilte die Stadt Bad Honnef mit: „Wir stehen derzeit in lockerem Austausch über die Gestaltung des Veranstaltungskalenders 2026 für die Innenstadt.“ Eine direkte Zusage ist das nicht – aber auch keine Absage. Und es gibt gute Gründe, warum das Rosenfest gerade jetzt eine Renaissance erleben könnte:
- 150 Jahre Konrad Adenauer: 2026 feiert Bad Honnef den 150. Geburtstag des ersten deutschen Bundeskanzlers, der bekanntlich eine Schwäche für Rosen hatte. Ein Rosenfest wäre nicht nur ein passendes Tribut, sondern auch ein starkes Marketinginstrument für die „Adenauerstadt“.
- Neue Impulse durch die Alanus-Hochschule: Die Eröffnung der Alanus-Hochschule in Bad Honnef könnte frischen Wind in der Stadt sorgen – und vielleicht auch viel Kreativität einbringen.
- Wirtschaftlicher Nutzen: Feste und Märkte ziehen nicht nur Einheimische, sondern auch auswärtige Gäste an. Das stärkt nicht nur den Handel, sondern auch das Image der Stadt.
- Tradition und Identität: Früher gab es eine Rosenkönigin und einen Rosenkönig, in der Regel gestellt von der IU Bad Honnef. Eingekleidet wurden sie von der Hutmacherin Hannelore Mertesacker. Mit Pieke und Fein, Amiras NÄHWERKSTATT, dem Modeatelier ELLARA oder dem Rollenden Atelier gibt es mindestens vier Innenstadtgeschäfte, die daran vielleicht Freude fänden.
Herausforderungen bleiben
Allerdings gibt es auch große Herausforderungen. Die Finanzierung war 2023 der entscheidende Punkt – ohne ausreichende Unterstützung durch die Stadt oder Sponsoren wird die Umsetzung schwierig. Georg Zumsande, Leiter des Centrum e.V., hat in der Vergangenheit wiederholt gezeigt, wie viel persönliches Engagement nötig ist, um solche Veranstaltungen erfolgreich zu realisieren. Und: Würde ein dritter verkaufsoffener Sonntag genehmigt werden?











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