Königswinter – Die Königswinterer Wählerinitiative (KöWI) spricht sich gegen die geplante Stellenmehrung im Bereich der Bürgermeisterin aus. Hintergrund ist die angespannte finanzielle Lage der Stadt Königswinter.
Für das Jahr 2026 zeichnet sich nach Angaben der Fraktion ein Defizit im zweistelligen Millionenbereich ab. Zudem befindet sich die Stadt derzeit in der vorläufigen Haushaltsführung. In dieser Situation seien Zurückhaltung, klare Prioritätensetzung und eine konsequente Abwägung zusätzlicher Ausgaben zwingend erforderlich, so die KöWI.
Manuela Robach, Fraktionsvorsitzende der KöWI, erklärt: „Wir stellen nicht infrage, dass die Arbeitsbelastung in der Verwaltung hoch ist. Dennoch halten wir es angesichts der angespannten Haushaltslage für nicht vertretbar, weitere Personalkosten zu schaffen, ohne diese in ein schlüssiges Gesamtkonzept zur Verwaltungsorganisation und Personalentwicklung einzubetten.“
Die Fraktion verweist darauf, dass erst vor kurzer Zeit im Umfeld der Bürgermeisterin eine zusätzliche Stelle geschaffen worden sei. Nun erneut personelle Kapazitäten aufzubauen, ohne dem Stadtrat eine umfassende Analyse von Aufgaben, Strukturen und Prioritäten vorzulegen, überzeuge nicht.
Aus Sicht der KöWI braucht es gerade jetzt ein transparentes Gesamtkonzept, das nachvollziehbar darlegt, in welchen Bereichen personelle Verstärkungen zwingend notwendig sind – und wo Einsparungen möglich bleiben müssen. Haushaltspolitik bedeute, so die Fraktion, aktiv zu gestalten und klare Prioritäten zu setzen – nicht, Einzelmaßnahmen ohne strategischen Rahmen zu beschließen.
Mit ihrer ablehnenden Haltung will die KöWI-Fraktion nach eigenen Angaben ein Signal für eine nachhaltige und strategisch ausgerichtete Haushaltsführung setzen.











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