Königswinter/Rhein-Sieg-Kreis. Das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises hat in Königswinter einen Pferdebestand aufgelöst und die Tiere an einen sicheren Ort gebracht, wo sie nun umfassend versorgt werden.
Der Schritt war notwendig, nachdem der Pferdehalter in der Vergangenheit wiederholt schwerwiegende Tierschutzverstöße begangen hatte. Bereits im vergangenen Jahr waren sechs Pferde aus dem Bestand genommen worden, da ihr Zustand besonders kritisch war. Daraufhin erließ das Kreisveterinäramt ein Haltungs- und Betreuungsverbot und setzte eine Frist, innerhalb derer der gesamte Bestand aufgelöst werden musste. Da der Halter dieser Auflage nicht nachkam, wurden nun die verbliebenen 28 Tiere beschlagnahmt.
Bei der Bestandsauflösung zeigte sich, dass die Pferde weiterhin unter stark tierschutzwidrigen Bedingungen gehalten wurden. Sie standen in tiefem Matsch ohne trockene Liegeflächen, die Kotberge waren groß, viele Tiere waren unterernährt, hatten stark überwachsene und beschädigte Hufe und ungepflegtes Fell, teils mit eingetrocknetem Kot.
Die Pferde werden nun tierärztlich untersucht, behandelt und einem Hufschmied vorgestellt. Wie es mit den Tieren langfristig weitergeht, wird in den kommenden Wochen entschieden. Möglich ist, dass das Kreisveterinäramt die Pferde veräußert oder der ehemalige Halter kurzfristig neue Eigentümerinnen oder Eigentümer findet. Eine Rückkehr der Tiere zu dem Halter ist aufgrund der schwerwiegenden Verstöße ausgeschlossen.
„Der Schutz der Tiere hat oberste Priorität“, erklärte das Veterinäramt. „Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass die Pferde nun die Pflege und Aufmerksamkeit bekommen, die sie dringend benötigen.“











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