Bonn/Olpe. Ein grausiger Fund auf der Autobahn 45 hat bundesweit Entsetzen ausgelöst und umfangreiche Ermittlungen nach sich gezogen. Nachdem eine Autofahrerin in der Nacht zu Montag, dem 17. November, der Polizei Gegenstände auf der Fahrbahn gemeldet hatte, machte eine Streifenwagenbesatzung gegen 0.45 Uhr zwischen dem Kreuz Olpe-Süd und der Anschlussstelle Freudenberg eine schockierende Entdeckung: Auf einem Fahrstreifen lagen menschliche Körperteile.
Die daraufhin eingerichtete Mordkommission der Hagener Polizei stellte fest, dass es sich um die abgetrennten Hände einer 32-jährigen Frau mit eritreischer Staatsangehörigkeit handelte. Die Frau war gemeinsam mit ihrem drei Monate alten Kind in einer Unterkunft für Asylsuchende in Bonn gemeldet. Der Säugling wurde unmittelbar nach Bekanntwerden des Falls in die Obhut des Jugendamtes genommen und befindet sich derzeit in amtlicher Betreuung.
Im Zuge der weiteren Ermittlungen wurde zudem der Leichnam der 32-Jährigen aufgefunden. Seit der Übernahme des Verfahrens durch die Staatsanwaltschaft Bonn und die Bonner Polizei am 3. Dezember 2025 verdichteten sich die Hinweise auf ein Tötungsdelikt. Nun liegt ein Haftbefehl gegen den Lebensgefährten der Frau vor.
Nach Angaben der Ermittlungsbehörden besteht ein dringender Tatverdacht gegen den 41-jährigen Mann, der ebenfalls in Bonn gemeldet ist. Er hält sich derzeit jedoch im außereuropäischen Ausland auf. Zu den genauen Umständen der Tat sowie zu einem möglichen Tatmotiv machten Polizei und Staatsanwaltschaft bislang keine weiteren Angaben.
Die Mordkommission setzt ihre Ermittlungen mit Hochdruck fort und arbeitet dabei auch mit internationalen Behörden zusammen. Die Polizei bittet weiterhin mögliche Zeuginnen und Zeugen, die im relevanten Zeitraum verdächtige Beobachtungen im Bereich der A45 oder im Umfeld der Bonner Unterkunft gemacht haben, sich zu melden.











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