Mal sehen, wer in die Bütt geht

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Hunff und Honff | Nein, die Solidarität der politischen Allianz in Bad Honnef hat versagt – jedenfalls was die Rettung der Weinberge angeht. Einzelne wie Hoffmeister, Milz und Haselier haben sich ins Zeugs gelegt mit dem hohen Risiko, sich die Finger zu verbrennen. Dafür Respekt.

Alle anderen verschanzen sich hinter dem „No-Show-Argument“, arbeiten angeblich „im Hintergrund“ – NSA auf Rheinisch?

Viele Politiker spüren Unbehagen, was die Weinberge auf Bad Honnefer Seite angeht. Die Landesregierung hat seinerzeit mit der Flurbereinigung den Weinbau unterhalb des Siegfriedfelsens gefördert, Bad Honnef hat mit dem Rechtsgutachten die Sperrung der Weinberge provoziert, der VVS hat als Eigentümer jahrelang nicht gehandelt. Die Filzokratie tut ein Übriges.

Denn: Niemand will es sich auch in Bad Honnef mit dem mächtigen VVS verscherzen. Macht, Einfluss und vielleicht Geld  erfüllen ihren Zweck. Letztlich könnte ja auch noch jemand im Land der freien Marktschwirtschaft die Frage stellen: „Warum soll eigentlich in die privaten Unternehmen der Winzer so viel Geld gesteckt werden?“

So einleuchtend es ist, dass der VVS als Eigentümer des Siegfriedfelsens und Hüter des Siebengebirges in der Pflicht ist, so klar ist auch, dass das öffentliche Heraushalten der Politik Feigheit vermittelt. Wer vorgibt, im Verborgenen zu handeln, hat in der Regel etwas zu verbergen – das lernt Mensch spätestens im Kindergarten. Oder Angst. Ein schlechter Ratgeber.

Wer auf den letzten Drücker doch noch auf den Popularitätszug aufspringen will, kalkuliert rein politisch.

Genau das wollen wir Bürgerinnen und Bürger nicht. Wir wollen beteiligt werden an Entscheidungsprozessen, Transparenz, nicht für dumm gehalten werden. Dann klappts auch mit der Stimme.

Mal sehen, welcher von den Lindlar-Kritikern am Dienstag einen Misstrauensantrag stellt – zumindest in die Bütt geht.

 

 

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