Bonn/Rhein-Sieg – In Nordrhein‑Westfalen ruft die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di für Mittwoch, 18. März, und Donnerstag, 19. März 2026, erneut zu Warnstreiks im kommunalen Nahverkehr auf. Betroffen sind auch die Stadtwerke Bonn – Bus und Bahn, die an beiden Tagen teilweise den Betrieb einstellen.
Am Dienstag, 17. März, und Donnerstag, 19. März, bleiben Busse und Nachtbusse aufgrund der Streiks in den Depots. Ein eingeschränkter Betrieb kann nur über Subunternehmen aufrechterhalten werden. Sonderfahrpläne sollen die Auswirkungen abmildern und sind online verfügbar.
Streikablauf und betroffene Bereiche
Am ersten Streiktag, Mittwoch, 18. März, legen vor allem Beschäftigte aus Fahrzeug- und Instandhaltungsteams ihre Arbeit nieder. Diese Teams sind für die Sicherheit und den reibungslosen Betrieb von Bussen und Bahnen zentral.
Am zweiten Tag, Donnerstag, 19. März, beteiligt sich NRW am bundesweiten Aktionstag: Busse und Straßenbahnen werden in fast allen Regionen von der frühesten Frühschicht bis zur späten Spätschicht weitgehend stillstehen. S‑Bahnen und Regionalzüge sind von der Tarifrunde nicht betroffen und fahren regulär.
Hintergründe der Tarifrunde
„Wir stehen in NRW nun bereits im dritten Monat dieser Tarifrunde ohne spürbare Fortschritte da“, sagt Heinz Rech, ver.di-Verhandlungsführer in NRW. Die Beschäftigten arbeiten seit Jahren unter stark belastenden Bedingungen. ver.di fordert deshalb ein Angebot, das die Arbeitsbedingungen spürbar verbessert.
In Nordrhein-Westfalen sind von der Tarifrunde über 30.000 Beschäftigte aus rund 30 kommunalen Verkehrsunternehmen betroffen. Die Verhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Nordrhein-Westfalen (KAV NW) zielen auf Entlastungen bei der Wochenarbeitszeit, bei Schichtdiensten sowie auf höhere Zuschläge für Sonntagsarbeit. Geplant ist unter anderem eine Reduzierung der Wochenarbeitszeit von derzeit 39 auf 37 Stunden bei vollem Lohnausgleich.
Ziel ist es, die hohe Belastung und Fluktuation im ÖPNV zu senken und die Attraktivität der Arbeitsplätze zu stärken. „Gelingt das nicht, ist der öffentliche Nahverkehr in NRW als Teil der Daseinsvorsorge gefährdet“, warnt Rech.
Die Tarifverhandlungen werden in der dritten Runde ab dem 24. März fortgesetzt.











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