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Bad Honnef. Die Sommer werden heißer und trockener – und damit steigt auch in Deutschland die Waldbrandgefahr spürbar an. Bereits im Sommer 2025 wurde bundesweit mehr Waldfläche durch Brände zerstört als sonst im gesamten Jahresdurchschnitt. Auch die Stadt Bad Honnef reagiert auf diese Entwicklung und investiert gezielt in den vorbeugenden Brandschutz.
Bereits im Herbst 2022 hatte die Stadt eine Studie zur Löschwasserverfügbarkeit im Stadtwald in Auftrag gegeben. Das Ergebnis fiel eindeutig aus: Vor allem im zentralen Bereich rund um die Schmelztalstraße bestehen Defizite bei der schnellen und ausreichenden Versorgung mit Löschwasser.
Als Konsequenz beschloss der Ausschuss für Ehrenamt, Feuerschutz, Rettungs- und Sicherheitswesen am 25. Oktober 2023 den Bau einer unterirdischen Löschwasserzisterne auf dem Parkplatz Reisberg im Schmelztal. Nun wurde die neue Anlage im Rahmen einer gemeinsamen Übung von Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und dem Deutsches Rotes Kreuz (DRK) Siebengebirge erstmals befüllt und in Betrieb genommen.
Strategisch sinnvoller Standort
Die Lage am Kreuzungsbereich von Schmelztalstraße und Stellweg gilt als strategisch ideal. Von hier aus können Einsatzkräfte schnell in verschiedene Richtungen ausrücken – sowohl in den Stadtwald als auch in angrenzende Bereiche. Gleichzeitig wurde bei der Standortwahl auf den Schutz des sensiblen FFH-Gebiets „Siebengebirge“ geachtet: Durch die Platzierung auf einer bestehenden Parkplatzfläche wird zusätzlicher Eingriff in Naturflächen vermieden.
200.000 Liter für den Ernstfall
Die unterirdische Zisterne fasst 200.000 Liter Wasser. Das entspricht mehr als 50 Befüllungen eines Tanklöschfahrzeugs, das in der Regel zwischen 3.000 und 4.000 Liter Wasser mitführt. Bei Bedarf kann die Zisterne parallel wieder aufgefüllt oder das Wasser direkt in ein Schlauchsystem eingespeist werden. Gerade bei Wald- und Vegetationsbränden, bei denen häufig große Wassermengen in kurzer Zeit benötigt werden, kann diese Reserve entscheidend sein.
Investition in Sicherheit und Ehrenamt
Rund 325.000 Euro investiert die Stadt in die neue Löschwasserzisterne. Angesichts zunehmender Extremwetterlagen ist das eine Investition in die Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie in den Schutz des heimischen Waldes. Gleichzeitig unterstützt die Maßnahme die Arbeit der vielen ehrenamtlichen Einsatzkräfte von Feuerwehr und THW, die im Ernstfall schnell und effektiv handeln müssen.
Mit der neuen Infrastruktur stärkt Bad Honnef seine Vorsorge gegen Naturgefahren – und setzt ein deutliches Zeichen für nachhaltigen Brand- und Katastrophenschutz im Siebengebirge.











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