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Rhein-Sieg/Bonn

Regionale Aufgaben lassen sich nur gemeinsam lösen

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Rhein-Sieg-Kreis – Nach gut einem Jahr Projektarbeit ist NEILA auf einem guten Weg. „NEILA“ steht für „Nachhaltige Entwicklung durch Interkommunales Landmanagement“ und ist ein gemeinsames Projekt der Bundesstadt Bonn, des Rhein-Sieg-Kreises und des Kreises Ahrweiler sowie der Wirtschaftsförderungs- und Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Königswinter. Wissenschaftlich wird das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt durch die TU Dortmund und dem Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, ILS gGmbH, Dortmund begleitet.

Der Rhein-Sieg-Kreis gehört zu den wachsenden Regionen Deutschlands. Steigende Miet- und Bodenpreise, ausgelastete Verkehrsinfrastrukturen und der Siedlungsdruck auf die landwirtschaftliche Fläche und die Natur gehören zu den Herausforderungen, die mit diesem Wachstum verbunden sind. Die Folgen sind für jeden spürbar und machen dabei nicht an kommunalen Grenzen halt. Dieser Dynamik zukunftsorientiert und in gemeinsamer Kooperation entgegen zu treten ist ein Anliegen des Projekts NEILA.

Entscheidender Faktor für eine gelungene Projektarbeit ist die Zusammenarbeit aller Partner über Stadt- und Kreis- und Landesgrenzen hinweg. Gemeinsam wollen die Bundestadt Bonn, der Rhein-Sieg-Kreis und der Kreis Ahrweiler das jeweils vorhandene Potenzial nutzen, um die Region zukunftsfähig zu machen.

Nach dem Projekt Kick-off im Oktober 2018 blickt das Projekt NEILA auf inzwischen mehr als ein Jahr Projektarbeit mit den Kommunen zurück. Am Anfang stand unter anderem die Frage welche Flächen den Kommunen regionsweit für mögliche Entwicklungen zur Verfügung stehen. Unter Berücksichtigung planungsrechtlicher Restriktionen und vorhandener Konzepte zur Siedlungsentwicklung wurden diese Flächen identifiziert und zusammengetragen. Die Bewertung dieser Flächen geschieht über einen gemeinsam erarbeiteten Kriterienkatalog.

Im vergangen Jahr tagte die Arbeitsgruppe Siedlungsentwicklung und zentralörtliche Funktionen fünfmal, die Arbeitsgruppe Grüne Infrastruktur dreimal und die Lenkungsgruppe zweimal. Zudem fand die konstituierende Sitzung des Fachbeirates statt, der das Projekt im weiteren Verlauf begleiten wird. Auf der Statuskonferenz der Förderrichtlinie Stadt-Land-Plus im Oktober 2018 (der auch NEILA angehört) in Bensheim wurden die bisher erzielten Zwischenergebnisse vorgestellt und der Austausch mit anderen Projekten innerhalb der Förderrichtlinie vertieft.

Im nächsten Schritt müssen die für eine nachhaltige Entwicklung geeignetsten Flächen anhand objektiver Kriterien ermittelt und interkommunal zu einem regionsweiten Siedlungsentwicklungskonzept abgestimmt werden. Langfristiges Ziel ist es, das dynamische Wachstum mit dem Anspruch an eine lebenswerte Region zu vereinen.

Weitere Informationen zum Projekt NEILA finden Sie unter www.neila-rak.de. (db)