Bad Honnef – Die Entscheidung über die neuen Eintrittspreise des Bad Honnefer Freibads hat in der jüngsten Ratssitzung deutliche politische Spannungen offenbart. Mit den Stimmen von CDU und Bürgerblock beschloss der Stadtrat eine Anpassung der Preise für die kommende Badesaison. Besonders betroffen von den Erhöhungen sind Kinder ab drei Jahren sowie sozial benachteiligte Familien.
Die Stadtverwaltung hatte die Preisanpassungen vorgeschlagen, um angesichts der allgemeinen Inflation und steigender Betriebskosten das seit Jahren defizitäre Freibad wirtschaftlich zu stabilisieren. Ausgenommen von der Erhöhung bleiben lediglich die Saisontickets.
Während alle Fraktionen grundsätzlich einräumten, dass eine moderat steigende Preisstruktur notwendig sei, beurteilen sie die Höhe der Anpassungen sehr unterschiedlich. Die SPD-Fraktion kritisierte in ihrer anschließenden Pressemitteilung insbesondere die Auswirkungen für junge Badegäste. So steigt der Eintrittspreis für Kinder ab drei Jahren von 2,50 Euro auf 3,00 Euro – eine Erhöhung um 20 Prozent. Der ermäßigte Tarif für Kinder aus sozial benachteiligten Familien erhöht sich von 1,30 Euro auf 2,00 Euro, was mehr als 50 Prozent entspricht.
Die SPD lehnte diese Preissprünge ab und plädierte stattdessen dafür, Kinder gänzlich von Erhöhungen auszunehmen. Zusätzlich unterstützte sie den Vorschlag, allen Kindern bis sechs Jahren freien Eintritt zu gewähren, um Familien zu entlasten und sozialen Zugang zu Freizeitangeboten zu stärken. Diese Forderungen fanden im Rat jedoch keine Mehrheit.
CDU und Bürgerblock verteidigten die beschlossenen Maßnahmen mit Verweis auf die finanzielle Lage des Freibads und die Notwendigkeit langfristiger Kostendeckung. Die SPD sieht hingegen eine verpasste Chance für eine familienfreundlichere Ausgestaltung der Gebührenordnung. In ihrer Mitteilung äußerte sie deutliche Kritik daran, dass aus ihrer Sicht ausgerechnet Kinder überdurchschnittlich belastet würden.
Mit dem Ratsbeschluss steht nun fest: Für viele Badegäste wird der Sprung ins Wasser im kommenden Sommer teurer – besonders für Familien mit kleinen Kindern. Ob die Erhöhungen zur Stabilisierung des Freibadbetriebs beitragen werden, bleibt abzuwarten.











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