Königswinter – Am Dienstag (09.12.2025) haben Telefonbetrüger in Königswinter-Rauschendorf eine 82-jährige Frau um Bargeld und Schmuck im Gesamtwert eines sechsstelligen Eurobetrags gebracht. Die Täter nutzten dabei die perfide Masche des sogenannten Schockanrufs.
Die Seniorin war am Nachmittag zunächst von einer unbekannten Frau kontaktiert worden, die sich als ihre Nachbarin ausgab. Unter dem Vorwand, einen schweren Verkehrsunfall mit mehreren Todesopfern verursacht zu haben, versetzte die Anruferin ihr Opfer in große Sorge. Im Anschluss übernahmen ein angeblicher Polizeibeamter sowie ein vermeintlicher Staatsanwalt das Gespräch. Sie erklärten der verängstigten Rentnerin überzeugend, dass nur eine sofortige Kaution in Form von Bargeld oder Wertgegenständen eine Haft der angeblichen Unfallverursacherin verhindern könne.
Zwischen 17:00 und 17:45 Uhr übergab die Frau schließlich Bargeld und Schmuck an einen bislang unbekannten Abholer vor ihrem Wohnhaus in der Straße „Freie Bitze“. Erst später erkannte sie den Betrug und informierte die Polizei.
Beschreibung des Abholers:
etwa 35 Jahre alt
ca. 175–180 cm groß
kurze Haare
dunkle Hautfarbe
Das Kriminalkommissariat 24 hat die Ermittlungen aufgenommen und bittet Zeugen, die im Umfeld der Übergabe verdächtige Beobachtungen gemacht haben, sich zu melden – telefonisch unter 0228 15-0 oder per E-Mail an kk24.bonn@polizei.nrw.de
Polizei warnt vor Schockanrufen
Die Bonner Polizei weist erneut auf die typischen Merkmale dieser Betrugsmasche hin:
Betrüger geben sich als Polizisten oder Staatsanwälte aus und schildern dramatische Unfälle oder Notlagen.
Seien Sie misstrauisch – das ist nicht unhöflich!
Rufen Sie Angehörige oder Bekannte über Ihnen bekannte Nummern zurück.
Machen Sie keinerlei Angaben zu finanziellen oder familiären Verhältnissen.
Die Polizei fordert niemals Geld oder Wertgegenstände zur „Sicherung“ oder als „Kaution“.
Übergeben Sie niemals Geld an Fremde!
Legen Sie sofort auf und rufen Sie anschließend selbst den Polizeinotruf 110.
Betroffene sowie deren Angehörige können sich an die Seniorenberatung der Bonner Polizei wenden. Die Präventionsdienststelle bietet persönliche Beratungsgespräche und Informationsmaterial an. Kontakt: 0228 15-7666, 0228 15-7676 oder per E-Mail an seniorenberatung.bonn@polizei.nrw.de
Weitere Tipps zum Schutz vor Schockanrufen finden Sie auch im Informationsmaterial der Polizei.











Kommentare