Bad Honnef – Sie jäten Unkraut, pflanzen Stauden, gießen junge Bäume und sorgen dafür, dass öffentliche Grünflächen in Bad Honnef gepflegt und lebenswert bleiben. Doch es gibt auch Grünpatinnen, die frustriert darüber nachdenken, ihr Ehrenamt hinzuschmeißen. Der Grund: Hundekot.
„Ich mache das sehr gern, aber langsam habe ich keine Lust mehr“, sagt Grünpatin Valeria H. mit hörbarem Frust. Die von ihr betreute Fläche vor dem Kurhaus ist regelmäßig mit Hundehinterlassenschaften übersät. „Man fasst ins Beet, will etwas pflanzen – und muss erst Hundehaufen beseitigen. Das ist einfach eklig und respektlos.“ Heute entdeckte sie erneut einen dicken Haufen. Wenige Meter weiter, auf einem anderen Beet vor dem Kindermodenschegschäft Känguru, lag ein weiterer.
Ehrenamt am Limit
Die Grünpatenschaften sind ein wichtiger Baustein für das Stadtbild. Bürgerinnen und Bürger übernehmen freiwillig Verantwortung für kleinere öffentliche Naturflächen – unentgeltlich und in ihrer Freizeit. Doch genau dieses Engagement gerät unter Druck, wenn – wie in diesem Fall – Hundebesitzer ihrer Verantwortung nicht nachkommen.
„Es ist nicht die Arbeit, die belastet“, betont Valeria H. „Es ist das Gefühl, dass die eigene Arbeit nicht wertgeschätzt wird.“ Immer wieder würden Hundebesitzerinnen und -besitzer ihre Tiere auf die Flächen lassen, ohne die Hinterlassenschaften zu beseitigen.
Die Lösung ist simpel
Dabei wäre das Problem leicht zu lösen: Frauchen und Herrchen müssten den Kot ihrer Hunde einfach nur selbst entsorgen. „Ja, das macht keinen Spaß“, sagt Valeria H. „Aber wer Tiere hält, trägt auch Verantwortung. Dafür bekommt man ja auch sehr viel zurück – die Zuneigung und Treue seines Tieres.“
Grünpatin Valeria H. wünscht sich mehr Rücksichtnahme und Verantwortungsbewusstsein. Es gehe nicht um Verbote oder Schuldzuweisungen, sondern um ein respektvolles Miteinander.
Appell an Hundebesitzer
Sollte sich die Situation nicht verbessern, könnte das Folgen haben. „Wenn Ehrenamtliche aufgeben, bleiben Flächen ungepflegt“, so Valeria H. „Das kann niemand wollen.“
Ihr Wunsch ist klar: „Einfach aufheben, eintüten, entsorgen. Dann haben wir alle mehr Freude an unserer Stadt.“ Bad Honnef wäre damit nicht nur sauberer, sondern auch ein Stück solidarischer.











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