Bad Honnef – Der Hochschulstandort Bad Honnef scheint gesichert. Die Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft aus Alfter könne sich vorstellen, den Campus der Internationalen Universität (IU) an der Mülheimer Straße zu übernehmen. Diese gute Nachricht konnte Bürgermeister Otto Neuhoff dem Rektor der Alanus Hochschule, Prof. Dr. Thomas Maschke, beim Wirtschaftsempfang am 17. Januar im Lilo’s entlocken. „Die Alanus Hochschule ist bereit, den Campus der IU zu übernehmen“, informierte Maschke die rund 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Einzelhandel und Gastronomie. Der Vorbereitungsprozess sei in vollem Gange, so der Rektor.
Die 1973 in Alfter gegründete Hochschule ist seit 2003 eine staatlich anerkannte private Kunsthochschule und verfügt seit 2014 über ein Institut in Mannheim. Eine dritte Dependance der Alanus Hochschule in Bad Honnef sei ein Meilenstein für die Zukunftsfähigkeit der Stadt. „Bildung und Infrastruktur sind wichtige Grundlagen für den Erfolg der Wirtschaft“, betonte Bürgermeister Otto Neuhoff. Deshalb nehmen Stadt und private Bauherren in den kommenden Jahren bis 2028 viel Geld in die Hand, um zukunftsweisende Projekte voranzutreiben. „Das Investitionsvolumen beläuft sich auf mindestens 150 Millionen Euro“, so Neuhoff. „Welche Stadt in unserer Größenordnung kann das von sich sagen?“
Ob die Innenstadtbebauung zwischen der Straße Am Saynschen Hof und der Fußgängerzone in der Hauptstraße, die Entwicklung des ehemaligen Postgeländes oder der neue DB-Haltepunkt an der Endhaltestelle der Linie 66, die städtebauliche Entwicklung Bad Honnefs schreite rasant voran, so der Bürgermeister. Den strategischen Rahmen für die Stadtentwicklung bilden das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISek) und das integrierte Handlungskonzept (InHK) , die den Zugang zu Fördermitteln von Land und Bund ermöglichen. Projekte dieser Größenordnung könnten aber nur gemeinsam gelingen. „Die Möglichkeiten sind da, aber sie allein machen noch keinen Erfolg. Wir alle tragen dazu bei, dass es ein Erfolg wird. Dann ist es mehr als die Summe der einzelnen Teile.“
Die Potenziale Bad Honnefs zu entdecken und zu nutzen, dazu ermutigte auch Prof. Dr. Thomas Maschke in seinem Impulsvortrag. Anhand von sieben Thesen erläuterte er die Voraussetzungen, um Bildung und Bildungsprozesse zu ermöglichen und machte deutlich, wie wichtig die Bildung als Standortfaktor ist: „Ein lebendiger Sozialraum muss als Teil der Infrastruktur verstanden werden.“ Dem schloss sich auch Michael Schröder, Geschäftsführer und Kanzler der Alanus Hochschule, in der anschließenden Podiumsdiskussion an: „Ein wichtiger Teil unseres Konzepts ist die Begegnung von Kunst und Wissenschaft. Wir legen Wert auf einen lebendigen Austausch zwischen Lehrenden und Studierenden.“
Begegnungsräume zu schaffen, das sehen auch die Pläne für die Stadtentwicklung vor, hatte Neuhoff bereits in seinen Eingangsworten angesprochen. So soll es künftig eine Sicht- und Laufachse von der Straße Am Saynschen Hof über den Franz-Xaver-Trips-Platz bis hin zum Kirchplatz geben. Eine neue Fußgängerbrücke über Bahn und B 42 zur Girardetallee schafft eine direkte Verbindung vom Rhein in die Innenstadt. „Diese Projekte werden eine grundlegende Veränderung innerhalb der Stadt und in ihrer Anbindung an die Region bringen und die Vitalität der Stadt steigern.“
Eine Trendwende in der Innenstadt sei bereits spürbar, berichtete Anna Bröhl, Vorsitzende des Frauenstammtisches Bad Honnef, in der Podiumsdiskussion mit Dr. Daniel Arnold, Geschäftsführer Deutsche Reihenhaus AG, Oliver Krämer, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft und Stefan Staudinger, Operations Manager Hitachi Energy. Sie alle zeigten sich überzeugt, dass die Bauprojekte mit neuen Gewerbeflächen und zusätzlichem bezahlbaren Wohnraum sowie der neue DB-Haltepunkt wichtige Impulse für die Innenstadt bringen werden, die die Attraktivität Bad Honnefs als lebenswerte Stadt und gefragter Wirtschaftsstandort nachhaltig steigern.
Ein Beitrag der Stadt Bad Honnef
Moin!
OK, verschiedene Töpfe, dennoch sei mir folgender Kommentar gestattet: Für den oben beschriebenen Krimskrams möchte man sich feiern lassen, aber für die honnefer „Randgebiete“ ist kein Geld übrig? Konkretes und prominentes Beispiel: Der „Freiberg-Kreisel“ in Rottbitze bzw. die komplett unzureichende Anbindung des Autohofes (der ja gar keiner werden sollte) mitsamt Gewerbegebiet. Wie hoch sind denn an der Stelle die Einnahmen von Bad Honnef und dem Land NRW? Und dann hätte man den ganzen Quatsch trotzdem gerne von Windhagen bezahlt? …netter Versuch, diese immer noch unkalkulierbare Investition abzuwälzen. Die Windhagener haben zwar vor einiger Zeit dafür gestimmt, aber seitdem haben sich ja schon wieder einige Faktoren geändert. Fun fact: Günstiger wird es eher nicht, solange das Geplänkel weitergeht.
Trotzdem: Schöne Grüße,
Kai