Bad Honnef/Düsseldorf. Land NRW weitet Förderung zur Klimaanpassung massiv aus – Jonathan Grunwald: „Mehr Schatten, mehr Grün und weniger versiegelte Flächen verbessern den Alltag unserer Kinder ganz konkret“
Nordrhein-Westfalen will seine Schulen und Kitas besser gegen die Folgen des Klimawandels wappnen. Viele Schulhöfe und Außengelände von Kindertagesstätten gleichen noch immer Betonwüsten: große asphaltierte Flächen, kaum Grün und nur wenige Möglichkeiten, an heißen Sommertagen Schatten zu finden. Das soll sich nun ändern.
Das Umweltministerium Nordrhein-Westfalen weitet seine Förderung für klimaangepasste Außenflächen im Jahr 2026 deutlich aus. Im Rahmen der Zukunftsoffensive der Landesregierung sollen in den kommenden Jahren insgesamt 100 Millionen Euro investiert werden. Jeweils 50 Millionen Euro stehen für bis zu 1.000 „coole Schulhöfe“ und weitere 1.000 „coole Kitas“ zur Verfügung.
Die Idee dahinter: Wo heute Asphalt und Beton dominieren, sollen künftig Bäume, Sträucher, Stauden und Blumen wachsen. Entsiegelte Flächen können Regenwasser aufnehmen, Pflanzen sorgen für Schatten und Verdunstungskühle. Gleichzeitig entstehen neue Spiel-, Aufenthalts- und Lernräume.
Seit 2020 fördert das Land Nordrhein-Westfalen bereits sogenannte klimaresiliente Schulhöfe. In bislang vier Förderprogrammen konnten knapp 100 Anträge zur Umgestaltung von Schulgeländen bewilligt werden. Insgesamt wurden dafür mehr als 40 Millionen Euro investiert. Auch Kitas haben bereits von entsprechenden Fördermöglichkeiten profitiert.
Die Möglichkeiten sind vielfältig. Asphaltierte Bereiche können entsiegelt und durch bepflanzte Flächen ersetzt werden. Gepflanzt werden unter anderem klimaresistente und insektenfreundliche Bäume, Sträucher, Stauden und Blumen. Maßnahmen zur Versickerung und Rückhaltung von Regen- und Starkregenwasser gehören ebenso dazu wie Beete, in denen Kinder und Jugendliche selbst Gemüse anbauen können. Teilweise entstehen sogar „Grüne Klassenzimmer“, die Unterricht unter freiem Himmel ermöglichen und gleichzeitig einen direkten Bezug zur Natur schaffen.
So sollen Schulhöfe und Kitagelände nicht nur besser mit Hitzeperioden zurechtkommen. Sie können zugleich zu attraktiveren Erholungs-, Lern- und Spielorten werden und kleinen heimischen Biotopen neuen Raum bieten. Bei Kitas spielten bislang vor allem Sonnensegel und außenliegende Verschattungselemente eine wichtige Rolle. Künftig soll auch hier die naturnahe Gestaltung und Begrünung der Außenflächen stärker vorangetrieben werden.










