Bad Honnef – Eine ungewöhnliche Schwimmreise führt in dieser Woche durch das Rheinland: Die Extremschwimmerin Nathalie Pohl will rund 200 Kilometer von Frankfurt nach Köln schwimmen – durch Main und Rhein. Am Freitag, 14. August, wird sie dabei auch Bad Honnef passieren.
Mit ihrer Challenge „RIVERS: Frankfurt to Cologne“ möchte Pohl nicht nur eine außergewöhnliche sportliche Leistung vollbringen. Im Mittelpunkt steht eine ernste Botschaft: Mehr Kinder sollen sicher schwimmen lernen können.
Pohl startete am Dienstagmorgen in Frankfurt. Innerhalb von vier Tagen will sie die Strecke bis zum Deutschen Sport & Olympia Museum in Köln bewältigen. Geschwommen wird von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang. Auf verschiedenen Abschnitten wird die 31-Jährige von ausgewählten Freiwasserschwimmerinnen und -schwimmern begleitet. Die Patenschwimmer wechseln sich ab und sind jeweils höchstens eine Stunde mit Pohl im Wasser.

Keine Mutprobe, sondern ein Zeichen
Die Begleiter kommen aus Schwimmvereinen in ganz Deutschland. Ihr gemeinsamer Einsatz soll ausdrücklich kein Wettkampf sein. Vielmehr wollen Pohl und ihre Mitstreiter für einen sicheren Umgang mit dem Wasser werben.
Gerade der Rhein birgt dabei besondere Gefahren. Strömungen und Wirbel sind unter der Wasseroberfläche häufig nicht zu erkennen. Auch gute Schwimmerinnen und Schwimmer können in einem Fluss schnell an ihre Grenzen geraten. Deshalb wird die Challenge unter professionellen Sicherheitsbedingungen und mit Begleitboot durchgeführt.
Pohl setzt sich bereits seit Jahren dafür ein, dass Kinder schwimmen lernen. Die Extremschwimmerin hat unter anderem mehrere Weltrekorde aufgestellt und gilt als eine der bekanntesten deutschen Freiwasserschwimmerinnen. Ihre sportlichen Projekte verbindet sie regelmäßig mit Spendenaktionen für Kinder.
Spenden für Schwimmkurse
Die Aktion „The Swim That Moves Germany“ ist zugleich ein Charity-Projekt. Gemeinsam mit DVAG hilft e.V. sollen Spenden für Projekte gesammelt werden, die Kindern den Zugang zu Schwimmkursen ermöglichen und damit ihre Sicherheit im Wasser verbessern.
Auch die beteiligten Schwimmvereine profitieren von der Aktion. Für ausgewählte Patenschwimmer ist eine Förderung der jeweiligen Vereine vorgesehen; ein Teil davon soll zweckgebunden in Schwimmangebote für Kinder fließen, die sonst keinen einfachen Zugang zu Schwimmunterricht hätten.
Am Freitag durch Bad Honnef
Nach Stationen unter anderem in Bingen am Mittwoch und Koblenz am Donnerstag geht es am Freitag weiter rheinabwärts Richtung Köln. Dabei führt die Route auch an Bad Honnef vorbei.
Wann genau Nathalie Pohl am Freitag im Bereich Bad Honnef unterwegs sein wird, steht derzeit noch nicht fest. Die Uhrzeit soll noch bekannt gegeben werden.
Für Bad Honnef hat die Aktion eine besondere Bedeutung: Die Stadt liegt unmittelbar am Rhein – einem Fluss, der für viele Menschen zum sommerlichen Freizeit- und Badeort gehört, dessen Strömung und Schiffsverkehr aber zugleich erhebliche Gefahren mit sich bringen.
Pohls Botschaft passt deshalb unmittelbar an den Rhein: Schwimmen ist nicht nur Sport, sondern eine wichtige Fähigkeit, die Leben retten kann.
Die Challenge kann über die Kanäle von Nathalie Pohl verfolgt werden. Am Ende der rund 200 Kilometer wartet in Köln das Ziel – und hoffentlich auch eine möglichst große Aufmerksamkeit für die eigentliche Botschaft der ungewöhnlichen Reise: Schwimmsicherheit für alle Kinder.
Honnef heute wird über die genaue Ankunftszeit bzw. den geplanten Zeitpunkt der Passage in Bad Honnef informieren, sobald diese vorliegt.










