Bad Honnef/Bonn. Wenn sich am 26. April 2026 eine Gruppe von 30 krebsbetroffenen Frauen in Mannheim auf ihre Fahrräder schwingt, beginnt mehr als nur eine sportliche Herausforderung. Die einwöchige Radtour entlang des Rheins ist Teil des 50-jährigen Jubiläums der Frauenselbsthilfe Krebs (FSH) – und ein starkes Zeichen für Mut, Zusammenhalt und Lebensfreude trotz einer Krebsdiagnose.
Auf rund 250 Kilometern führt die Strecke in sieben Etappen bis nach Bonn – dem heutigen Stammsitz der Organisation. Die Route verbindet damit symbolisch den Gründungsort mit dem Zentrum der heutigen Arbeit. Unterwegs stehen nicht Tempo oder Leistung im Vordergrund, sondern Begegnungen, Austausch und persönliche Geschichten.
Selbsthilfe sichtbar machen
Mit der Jubiläumstour will die FSH bewusst ein Zeichen setzen: Selbsthilfe ist lebendig, modern und für viele Betroffene ein entscheidender Halt nach der Diagnose. Gleichzeitig möchte die Organisation mit Vorurteilen aufräumen und zeigen, wie viel Stärke und gegenseitige Unterstützung in der Gemeinschaft steckt.
„Wir wollen Menschen verbinden, Geschichten teilen und Hoffnung geben“, heißt es aus den Reihen der Teilnehmerinnen. Begleitet werden die 30 Radlerinnen auf jeder Etappe von weiteren Mitgliedern aus den regionalen Gruppen entlang der Strecke. So wächst die Gemeinschaft von Tag zu Tag – und mit ihr die Sichtbarkeit der Selbsthilfe.
Etappenziel Bad Honnef
Ein besonderer Moment für die Region steht am Freitag, 1. Mai, an: Dann erreicht die Gruppe Bad Honnef. Gegen 14 Uhr ist die Ankunft am Hotel Seminaris geplant. Zuvor legen die Radlerinnen eine Pause in Remagen-Kripp ein. Auch hier werden sie bereits von Unterstützerinnen und Unterstützern empfangen.
In Bad Honnef bietet sich für Interessierte die Gelegenheit, die Teilnehmerinnen persönlich zu begrüßen, ins Gespräch zu kommen und mehr über die Arbeit der Frauenselbsthilfe Krebs zu erfahren.
Großes Finale in Bonn
Am Samstag, 2. Mai, startet die letzte Etappe in Bad Honnef. Gegen Mittag erreichen die Radlerinnen ihr Ziel in der Bonner Rheinaue. Auf der Terrasse des Parkrestaurants soll die Tour ihren Abschluss finden – ein emotionaler Moment nach einer Woche voller Eindrücke, Begegnungen und bewegender Geschichten.
Entlang der gesamten Strecke sind immer wieder kleine Empfänge geplant. Angehörige, Gruppenmitglieder und Unterstützende heißen die Radlerinnen willkommen und setzen damit ein sichtbares Zeichen der Solidarität.
Mehr als eine Radtour
Die Jubiläumstour zeigt eindrucksvoll, was Selbsthilfe leisten kann: Sie verbindet Menschen, gibt Halt und schafft neue Perspektiven. Für die Teilnehmerinnen ist die Fahrt entlang des Rheins deshalb nicht nur ein sportliches Projekt, sondern auch ein persönlicher Weg – geprägt von Erfahrungen mit der Krankheit, aber vor allem von Mut und Zuversicht.
Wenn die Gruppe Anfang Mai in Bonn ankommt, endet zwar die Tour – die Botschaft aber bleibt: Gemeinsam ist vieles möglich.









