Bad Honnef. Bad Honnef kann bei der geplanten Umgestaltung der Innenstadt auf weitere Fördermittel bauen. Im Rahmen der Städtebauförderung Nordrhein-Westfalen 2026 erhält die Stadt insgesamt 2,674 Millionen Euro für Maßnahmen im Sanierungsgebiet Innenstadt-Rhein-Rhöndorf.
Mit dem Geld sollen mehrere bereits diskutierte Projekte weiter vorbereitet und umgesetzt werden. Im Mittelpunkt stehen dabei die Planung zur Neugestaltung öffentlicher Räume rund um den geplanten Mobilitätsknoten Bad Honnef, Maßnahmen in der Fußgängerzone sowie die Umgestaltung des Rathausplatzes. Vorgesehen ist außerdem eine barrierefreie Verbindung zwischen Kirchplatz und Rathausplatz.
Ein Teil der Förderung soll zudem in einen sogenannten Verfügungsfonds fließen. Darüber könnten Projekte und Ideen aus der Bürgerschaft unterstützt werden. Auch die Projektsteuerung ist Bestandteil der Förderung.
„Die 2,674 Millionen Euro sind eine wichtige Investition in die Zukunft unserer Stadt“, erklärt der CDU-Landtagsabgeordnete Jonathan Grunwald. Damit könnten konkrete Projekte für attraktivere öffentliche Räume, mehr Barrierefreiheit und eine bessere Aufenthaltsqualität vorangebracht werden. Der Verfügungsfonds schaffe zudem Raum für Ideen und Projekte aus der Bürgerschaft.
Die Förderung ist Teil des Städtebauförderprogramms Nordrhein-Westfalen 2026. Nach Angaben des Landes hat das zuständige Ministerium insgesamt 356 Millionen Euro für 139 Stadtumbauprojekte in 117 Kommunen freigegeben.
Mit der Veröffentlichung des Programms wurde zugleich für die aufgenommenen Maßnahmen der vorzeitige Maßnahmenbeginn ermöglicht. Die Kommunen müssen damit nicht erst auf die Zustellung der formalen Förderbescheide warten, um mit der Umsetzung der vorgesehenen Projekte zu beginnen.
Für Bad Honnef ist die Förderung insbesondere mit Blick auf die seit Jahren diskutierte Zukunft der Innenstadt von Bedeutung. Wie und wann die einzelnen Maßnahmen rund um Mobilitätsknoten, Fußgängerzone und Rathausplatz konkret umgesetzt werden, dürfte nun zu den nächsten wichtigen Fragen gehören.










Wann werden denn die katastrophalen Straßen erneuert?
Ich finde die ganzen Schlaglöscher
sollten mal beseitigt werden. In der Innenstadt fehlen auch Bänke und ganz wichtig, eine Toilette die immer sauber ist!
…und wie gestaltet sich denn nun die Weiterentwicklung der „NEUEN MITTE“???
Es fehlen Bänke, Bänke, Bänke und Müllkörbe, die dann auch zur Abwechslung mal geleert werden
Es gibt für die vielen alten und älteren Menschen in Bad Honnef kaum Sitzmöglichkeiten
in der gesamten Innenstadt Fußgängerzone gibt es außer der Ecke mit dem Kinderspielplatz keine Möglichkeiten, wo man sich mal hinsetzen kann
Ein erbärmlich Zustand
Stadtentwicklung für ganz Bad Honnef
2,674 Millionen Euro für Bad Honnefs Innenstadt sind eine gute Nachricht. Gefördert werden damit laut Stadt unter anderem Maßnahmen, die attraktive öffentliche Räume und eine bessere Aufenthaltsqualität schaffen.
Besonders interessant ist, was hinter dieser Förderung steht. Das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) ist ausdrücklich als Rahmenkonzept für die Gesamtstadt angelegt. Es nennt historisch u.a. gewachsene Stadtteilzentren sowie historische Bausubstanz als Stärken Bad Honnefs. Das daraus entwickelte Integrierte Handlungskonzept (InHK) für Innenstadt, Rheinufer und Rhöndorf steht unter der Projektstrategie „Bewegen – Begegnen – Bad Honnef“ und formuliert unter anderem das Ziel, gestalterische Qualitäten zu erhalten, die individuelle Prägung nicht aufzugeben und die Identifikation der Bürgerinnen und Bürger mit Bad Honnef zu ermöglichen und zu stärken.
Gerade deshalb sollte Stadtentwicklung auch über die Innenstadt hinaus gedacht werden. In Aegidienberg-Hövel soll derzeit ein altes Fachwerkhaus abgerissen werden. Bürgerinnen und Bürger haben sich zusammengeschlossen und setzen sich dafür ein, das Fachwerkhaus und das historische Ortsbild zu erhalten und einen Ort der Begegnung zu schaffen. Dazu haben sie unter anderem angeregt, den historischen Ortskern Hövel als möglichen Denkmalbereich zu prüfen. Am Fachwerkhaus wurden inzwischen bereits zwei Fenster entfernt, der Abriss ist angezeigt. Die Stadt hat mitgeteilt, dass sie kein Verfahren zur Aufstellung einer Denkmalbereichssatzung einleiten wird. Schade, denn ein entsprechender Aufstellungsbeschluss und seine öffentliche Bekanntmachung hätten den vorläufigen Schutz des vorgesehenen Denkmalbereichs ausgelöst. Der geplante Abriss hätte dann unter den Schutzvorschriften des Denkmalschutzgesetzes beurteilt werden müssen.
Natürlich sind diese Fördermittel für die Innenstadt zweckgebunden. Es geht nicht darum, sie auf andere Stadtteile zu verteilen. Aber der Gedanke dahinter sollte nicht an den Grenzen des Fördergebietes enden. Auch die anderen Stadtteile haben ihren historischen Charme, ihre individuelle Prägung und gewachsene Ortsbilder, mit denen sich Menschen identifizieren. Genau deshalb sollte man auch dort rechtzeitig hinsehen, bevor etwas unwiederbringlich verloren geht. Stadtentwicklung bedeutet eben nicht nur, Neues zu gestalten, sondern auch zu erkennen, was bewahrenswert ist.
Stadtentwicklung Bad Honnef : hier eine kleine Anregung !
Viele gehbehinderte Menschen können nicht mehr zum Schwimmbad, weil die Fusswege von den Parkplätzen zum Bad zu lang und manchmal auch zu schwierig sind.
Ist es denkbar, ein kleines System zu entwickeln, dass es den Gehbehinderten erlaubt, mit kleinen gratis zur Verfügung gestellten elektrischen Fahrzeugen ab der Endhaltestelle der Linie 66 bis zum Schwimmbad zu fahren ?
Gehbehinderte, die vor allem keinen Bus oder keine Strassenbahn nehmen können, haben es immer noch sehr schwer in Bad Honnef. Das hängt auch mit dem Zustand der Bürgersteige zusammen. Und manchmal mit dem Verhalten einiger Radfahrer. Meistens im Alter zwischen 40 und 60. Wobei zu unterstreichen ist, dass sich viele junge Radfahrer vorbildlich und hilfsbereit verhalten.