Bad Honnef. Sie sind klein, werden schnell übersehen und können erhebliche Schäden anrichten: Zigarettenkippen, die auf Straßen, in Beeten oder an Gewässern landen. Auch in Bad Honnef sind weggeworfene Kippen ein alltägliches Problem. Dabei belasten die Filter nicht nur das Stadtbild, sondern auch Böden und Gewässer.
Nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW besteht der Filter aus schwer abbaubarem Celluloseacetat. Aus den Kippen können unter anderem Nikotin, Teer und Schwermetalle in die Umwelt gelangen. Über Regenwasser können die Schadstoffe in die Kanalisation und schließlich in Gewässer gespült werden. Hinzu kommt Mikroplastik: Laut Verbraucherzentrale können allein durch Zigarettenfilter in Deutschland jährlich bis zu 40 Tonnen davon in die Umwelt gelangen.
Weltweit landen nach Angaben der Verbraucherzentrale schätzungsweise 4,5 Billionen Zigarettenkippen pro Jahr auf dem Boden, an Stränden und in Flüssen.

Auch in Bad Honnef ein sichtbares Problem
Auf Gehwegen, Plätzen und insbesondere in der Innenstadt sind die kleinen Filter vielerorts zu finden. In Rhöndorf haben Kinder deshalb bereits mit selbst gestalteten Plakaten auf das Problem aufmerksam gemacht. Ihre Botschaft: Zigarettenkippen sollen nicht auf den Boden geworfen werden.
Das ist in Bad Honnef ohnehin verboten. Das Wegwerfen einer Kippe im öffentlichen Raum gilt als Ordnungswidrigkeit und kann mit einem Verwarnungsgeld von 35 Euro geahndet werden. Allerdings wurde nach Angaben der Stadt im vergangenen Jahr kein einziges Verwarnungsgeld wegen weggeworfener Zigarettenkippen verhängt. In Berlin müssen Menschen, die sich nicht an die Kippen-Regeln halten, 250 EUR bezahlen.
Sauberkeit kostet die Allgemeinheit
Abgesehen vom Kippenmüll: Eine saubere Stadt ist nicht nur eine Frage der Optik. Saubere Straßen, Plätze und Fußgängerzonen sind wichtig für die Aufenthaltsqualität und das Erscheinungsbild Bad Honnefs. Die Beseitigung des Mülls verursacht zugleich Kosten, die von der Allgemeinheit getragen werden. Für die Straßenreinigung einschließlich Winterdienst entstehen der Stadt nach eigenen Angaben jährlich rund 250.000 bis 270.000 Euro.
Stadt verstärkt Reinigung
Die Stadt hat nach eigenen Angaben die Reinigungszyklen in der Innenstadt intensiviert. Von montags bis donnerstags ist eine Arbeitskraft gezielt in der Fußgängerzone eingesetzt. Bei Bedarf kommt zusätzlich eine Kehrmaschine zum Einsatz.
Auch bei den Abfallbehältern soll nachgebessert werden. Vorhandene Behälter in der Fußgängerzone werden sukzessive ersetzt, neu positioniert und um weitere Standorte ergänzt. Die Anschaffung zusätzlicher Abfallbehälter speziell für Zigarettenkippen wird derzeit geprüft.









