Bad Honnef – Der Kreisverband Bonn / Rhein-Sieg der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) hat gestern auf einer Fläche des Privatwaldbesitzers Klaus Stockhausen in Bad Honnef-Aegidienberg eine Pflanzaktion zur Schaffung eines Mischwaldes durchgeführt.
Björn Franken (Vorsitzender des SDW-Kreisverbandes), Stephan Schütte (stv. Vorsitzender des SDW-Kreisverbandes), Jonathan Grunwald (CDU-Landtagsabgeordneter für Bad Honnef), Tim Hahlen (Umweltdezernent des Rhein-Sieg-Kreises), Otto Neuhoff (Bürgermeister der Stadt Bad Honnef), Philipp Herzog (CDU-Bürgermeisterkandidat für Bad Honnef), Thomas Deckert (ehem. Leiter des Fachgebietes ‚Hoheit‘ im Forstamt Rhein-Sieg-Erft) und Michael Trippe (örtlich zuständiger Revierförster des Forstamtes) haben gemeinsam mit Herrn Stockhausen insgesamt 50 Roteichen gepflanzt.
„Die anhaltende Trockenheit der letzten Jahre hat unsere Wälder stark geschwächt und insbesondere Nadelbäume anfällig für Schädlinge gemacht. Der Borkenkäfer hat sich rasant ausgebreitet und großflächige Schäden verursacht. Als Folge mussten die abgestorbenen Fichtenwälder gefällt und die Kahlflächen neu aufgeforstet werden. Dies stellt insbesondere viele Privatwaldbesitzer vor große Herausforderungen, denn neben den wirtschaftlichen Verlusten ist die Wiederaufforstung mit klimaresistenten Baumarten und Pflege der neuen Mischwälder eine langfristige Aufgabe. Deshalb freut es mich sehr, dass wir in Aegidienberg mit unserer Pflanzaktion ein starkes Zeichen für die Zukunft unseres Waldes gesetzt haben. Die Roteiche wurde zum ‚Baum des Jahres 2025‘ gewählt. Sie stammt ursprünglich aus Nordamerika und zeichnet sich durch ihr schnelles Wachstum und hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Trockenheit und Schädlingen aus. Dank dieser Eigenschaften gilt sie als vielversprechende Baumart für die Wiederbewaldung, insbesondere angesichts des Klimawandels. In Mischwäldern, wie dem Privatwald von Herrn Stockhausen, kann sie zur Stabilisierung der Waldbestände beitragen“, so Björn Franken.
„Die Entwicklung und Pflege des Waldes in der Region war für mich in der Vergangenheit als Forstamtsleiter eine zentrale hauptamtliche Angelegenheit, und auch jetzt im Ruhestand möchte ich mich ehrenamtlich weiter dafür einsetzen. Der Klimawandel wird unsere Wälder in Zukunft sehr verändern. Durch die Schaffung von Mischwäldern unter Berücksichtigung bewährter fremdländischer Baumarten wie der nordamerikanischen Roteiche, die auch Trockenperioden gut überstehen kann, wird ein wichtiger Beitrag zur Anpassung der Wälder an den Klimawandel geleistet“, so Stephan Schütte, bis zum 31. Oktober 2024 Leiter des örtlich zuständigen Regionalforstamtes Rhein-Sieg-Erft.
Ein Beitrag des Kreisverbands Bonn / Rhein-Sieg der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW).












Sehr schade, denn die Rot-Eiche, die aus Nordamerika stammt, ist naturschutzfachlich und forstlich sehr umstritten. Ihr Holz ist deutlich minderwertiger als das der Stiel- und Traubeneiche, nur ein Bruchteil der heimischen Insekten kann die Rot-Eiche als Lebensraum nutzen und die Art ist vom Bundesamt für Naturschutz als invasiv eingestuft. In den Naturschutzgebieten wird die Art dort, wo kein forstlicher Durchgriff erfolgt, in der Regel bekämpft.
Was an „Privatwald“ haben Sie nicht verstanden? Das geht Sie schlicht nichts an.
Warum sollte ich zweifeln an der Argumentation des Hern Baumgartner. So viel Ahnung habe ich nicht bezüglich der Natur und den Bäumen. Deshalb ist es auch für mich einerseits lobenswert, wenn eine Pflanzaktion durchgeführt wird – andererseits zweifele ich an dem Fachwissen der Pflanzmannschaft, wenn ich sowas höre.
Also gut gedacht – Schlecht gemacht ??? Vielleicht zum Glück erlebe ich die Auswirkungen nicht mehr so stark am eigenen Leib: Ich esse wenig bis garkeine heimischen Insekten und einen forstlichen Durchgriff kann ich mir nicht vorstellen. Im Honnefer Wald nicht …. Sorry, der Forstamtsleiter geht ja schon