Bonn. Der Kampf um den Erhalt der Bonner Sternlichtspiele geht weiter. Am Dienstag hat die Bürgerinitiative zur Rettung des traditionsreichen Kinos 6.096 Unterschriften an die Bonner Bezirksbürgermeisterin Nicole Bonnie übergeben. Sie nahm die Petition stellvertretend für Oberbürgermeister Guido Déus entgegen.
Mit der Unterschriftensammlung will die Initiative erreichen, dass der neue Hauseigentümer, Centralis Immobilien, Gespräche über eine Zukunft des Kinos aufnimmt. Die Geschäftsführung des Unternehmens war zwar zur Übergabe eingeladen, erschien jedoch nicht.
Nicole Bonnie würdigte nach Angaben der Initiative das Engagement der Bürgerinnen und Bürger. Gleichzeitig machte sie deutlich, dass die politischen Einflussmöglichkeiten in dieser Angelegenheit begrenzt seien.
Bereits Ende Juni hatte die Initiative die gesammelten Unterschriften an den bisherigen Betreiber CineStar übergeben. Nach Einschätzung der Initiatoren besteht dort grundsätzlich der Wunsch, das Kino zu erhalten. Allerdings hält CineStar an seiner Entscheidung fest, den Betrieb der Sternlichtspiele nach November 2026 aus wirtschaftlichen Gründen einzustellen.
Die Schließungspläne waren im Februar bekannt geworden. Wenige Monate später gründete sich eine Initiative aus Mitarbeitenden und Unterstützern, die eine Petition zum Erhalt des Kinos startete. Die Sternlichtspiele gehören zu den ältesten Kinos Deutschlands und bestehen seit 1913.
„Bis heute ist es uns nicht gelungen, mit dem neuen Hauseigentümer Centralis Immobilien zu sprechen“, sagt Initiatorin Evelin Schulz. Deshalb hoffe man nun auf Unterstützung aus dem Bonner Rathaus. Oberbürgermeister Guido Déus solle den Kontakt zum Eigentümer herstellen und Gespräche anstoßen.
Auch Vincent Haag von der Initiative „Supernova: Rettet das Stern-Kino!“ appelliert an alle Beteiligten, die verbleibende Zeit zu nutzen: „Überall in Bonn gibt es zahlreiche Gastronomien, allerdings kaum Kulturstätten. Alleine dafür lohnt es sich, weiter zu kämpfen.“
Ob es noch gelingt, eine tragfähige Perspektive für das Traditionskino zu entwickeln, ist derzeit offen. Die Initiative will ihren Einsatz jedenfalls fortsetzen.










