60.000 Euro für Straßenkinder in Nairobi

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Bad Honnef |  60.000 Euro sind viel Geld. Deshalb war zur ersten Scheckübergabe der aktion weltkinderhilfe an den Verein Shangilia e.V. nicht nur die erste Vorsitzende Anja Faber angereist, sondern mit dem Fernsehmoderator Frank Plasberg (ARD, hart aber fair) auch ein prominenter Unterstützer des Projekts. Beide freuten sich sichtlich über die stattliche Fördersumme, die Dr. Gudula Meisterjahn-Knebel, Stiftungsvorstand der aktion weltkinderhilfe, und Geschäftsstellenleiterin Karina Rohskothen überreichen konnten.

Die aktion weltkinderhilfe unterstützt über den in Troisdorf ansässigen Verein zum ersten Mal das Sraßenkinderprojekt Shangilia in Kenias Hauptstadt Nairobi. Dort leben mindestens 40.000 Straßenkinder in extremer Armut, die ohne fremde Hilfe keine Chance auf ein menschenwürdiges Leben haben.

Shangilia betreibt unter kenianischer Leitung ein Kinderheim mit Kindergarten und eine Primary School für 160 Kinder bis zur 8. Klasse. Die Mädchen und Jungen sind meist schwer traumatisiert und vernachlässigt. Neben der Sicherung der existentiellen Bedürfnisse achten die Mitarbeiter darauf, dass die Kinder Selbstbewusstsein und Vertrauen in ihre Fähigkeiten entwickeln. So erhalten sie zusätzlich zur Schulausbildung Unterricht in Schauspiel, Musik und Akrobatik. Aus dieser Arbeit mit den Kindern ist eine Gruppe entstanden, die durch Auftritte in Kenia und anderen Ländern zur Finanzierung des Projekts beiträgt.

Wie Meisterjahn-Knebel erläuterte fließen 20.000 Euro aus der Spende in die laufenden Kosten des Projektes. 40.000 Euro gehen in den Bau eines neuen Kinderheims, in dem die Kinder während ihrer Schulzeit leben. Im Oktober 2012 wurde auf einem bereits früher erworbenen Grundstück die neue Primary School errichtet, in der auch 86 Kinder aus dem nahe gelegenen Slum Kibagare unterrichtet werden. Kinder und Jugendliche in Shangilia erhalten die bestmögliche Schul- und Berufsausbildung, um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern. Dazu verwenden die einheimischen Lehrer moderne pädagogische Konzepte, die auch computergestützte Lernprogramme beinhalten. Unterstützt werden sie dabei von zwei Lehrern aus Partnerschulen in Deutschland.

2013 ist mit dem Bau des neuen Kinderheims begonnen worden, damit letztlich die Schule und das Heim wieder zusammengeführt werden. Finanziert wird der Neubau durch die Welthungerhilfe und die aktion weltkinderhilfe.

Weitere Informationen zur Arbeit der aktion weltkinderhilfe finden Sie unter www.aktion-weltkinderhilfe.de

UM

 

 

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